Heimatverein hat neuen Standort für das Museum
Lösung endlich gefunden

Nordwalde -

Seit etlichen Jahren sucht der Heimatverein nach einem neuen Standort für sein Museum. Jetzt ist eine Lösung in Sicht: Die Ausstellungen sollen auf dem Bispinghof stattfinden und das Depot auf dem Gelände der alten Umspannanlage am Sieverts Kamp Platz finden.

Donnerstag, 30.01.2020, 19:19 Uhr
Das Georg-Kramann-Heimatmuseum ist wegen erheblichen Baumängeln seit vergangenem Jahr geschlossen. Clemens Keukenbrink zeigt auf den Riss in der Außenwand. Die Suche nach einem neuen Standort für das Museum scheint nun erfolgreich beendet zu sein.
Das Georg-Kramann-Heimatmuseum ist wegen erheblichen Baumängeln seit vergangenem Jahr geschlossen. Clemens Keukenbrink zeigt auf den Riss in der Außenwand. Die Suche nach einem neuen Standort für das Museum scheint nun erfolgreich beendet zu sein. Foto: Vera Szybalski

Die lange Suche des Heimatvereins nach einem neuen Standort für das Georg-Kramann-Heimatmuseum dürfte ein  Ende haben. Wo sich bislang noch die alte Umspannanlage des Energieunternehmens Innogy befindet, soll künftig das Depot des Heimatmuseums zu finden sein.

Auf dem Gelände am Sieverts Kamp stehen zwei Gebäude und ein Wohnhaus. Ein Teil des Areals soll dem Heimatverein zur Verfügung gestellt werden, der zudem noch eine Halle für größere Aufbewahrungsstücke bauen möchte. „Das ist eine super Lösung, damit können wir sehr gut leben“, sagte Werner Dirksen , Vorsitzender des Heimatvereins.

Heimatmuseum ist wegen Baumängeln geschlossen

Die Ausstellungen sollen künftig auf dem Bispinghof stattfinden. Gemeinsam mit der Bürgerstiftung Bispinghof, der Gesellschaft für biografische Kommunikation und der Gemeinde Nordwalde arbeitet der Heimatverein an dem Projekt „Schaufen­ster Heimatmuseum“. Dafür soll das Obergeschoss des Haupthauses zu einem Begegnungszentrum ausgebaut werden. Dort sollen Biografien von Menschen unter dem Motto „Menschen und ihre Geschichten, gestern, heute und zukünftig“ im Mittelpunkt stehen.

Das Georg-Kramann-Heimatmuseum ist wegen Baumängeln geschlossen. Bereits 1994 hatte die Gemeinde das alte Schulgebäude aus den 1930er-Jahren als abgängig bezeichnet. Die Suche nach einem neuen Standort verlief mehr als schleppend. Nun kommt Bewegung in die Sache. „Der Heimatverein würde am liebsten sofort auf das Gelände“, sagte Bürgermeisterin Sonja Schemmann. Bis dahin wird es aber noch dauern.

Erst die Wetterschutzhütte, dann der Umzug

Das Gelände am Sieverts Kamp gehört zurzeit noch Innogy. Mit Vertretern des Energieunternehmens hatte Schemmann mehrfach Kontakt: „Innogy möchte die Fläche veräußern. Wir möchten sie erwerben.“ Die Stromleitungen hat das Unternehmen bereits entfernt. Die Gebäude werden noch leergeräumt. Frühestens im Mai kann der Heimatverein dann das Gelände nutzen. Ein Haus ist bewohnt. Daran soll sich auch nichts ändern, erklärte Schemmann.

Die Gemeinde will für die gesamte Fläche einen Bebauungsplan aufstellen. Sie hat bereits mit allen Anliegern gesprochen. Aus deren großen Gärten könnten künftig Bauplätze werden. „Es gibt durchaus Interesse daran“, sagte Schemmann. Auf dem Areal der alten Umspannanlage plant die Gemeinde zudem, drei Grundstücke auszuweisen.

Auf den Umzug des Museums muss der Heimatverein noch warten. Dafür liegen andere Projekte an. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die Wetterschutzhütte fertig zu bekommen“, sagte Werner Dirksen. Als nächstes wird dann der Umzug geplant. Bis der Heimatverein die Halle auf dem Gelände am Sieverts Kamp bauen kann, dauert es noch. Dirksen rechnet damit, dass es 2021 so weit ist. In der Halle sollen große Exponate, die zurzeit verteilt auf mehreren Stellen in Nordwalde gelagert sind, untergebracht werden.

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