Mitgliederversammlung des Vereins für evangelische Jugendpflege
Die Jubi ist ein Haus für alle

Nordwalde -

Wie ist das erste Jahr nach der wegweisenden Satzungsänderung verlaufen? Wie geht es mit der evangelischen Jugendbildungsstätte weiter? Das waren Fragen, die die Mitglieder des Trägervereins bei der Versammlung beschäftigten.

Mittwoch, 19.02.2020, 19:12 Uhr aktualisiert: 20.02.2020, 16:32 Uhr
Die Mitglieder des Vereins für evangelische Jugendpflege, dem Träger der evangelischen Jugendbildungsstätte, blickten bei ihrer Versammlung auf 2019 zurück, formulierten aber vor allem künftige Ziele.
Die Mitglieder des Vereins für evangelische Jugendpflege, dem Träger der evangelischen Jugendbildungsstätte, blickten bei ihrer Versammlung auf 2019 zurück, formulierten aber vor allem künftige Ziele. Foto: Rainer Nix

Ein Jahr ist es her, dass die evangelische Jugendbildungsstätte (Jubi) einen Neuanfang wagte. Der Trägerverein wurde von einem neuen Vorstand übernommen. Der Verein für evangelische Jugendpflege blickte in seiner Mitgliederversammlung auf das vergangene Jahr zurück und zeigte sich positiv gestimmt. Die Existenz der Jubi werde nicht mehr in Frage gestellt, sagte die erste Vorsitzende Simone Schulz .

Der Kirchenkreis hat sich zwar aus der Finanzierung zurückgezogen, doch die evangelische Jugend der Landeskirche NRW beschloss einstimmig, die Jubi finanziell zu unterstützen. Darüber hinaus ist die Einrichtung ein Wirtschaftsunternehmen, das sich traditionell der Jugendbildung und der Behindertenbildung / Inklusion verschrieben hat.

Regionales Nachhaltigkeitszentrum

„Es ist ein Haus für alle“, stellte die Vorsitzende in ihrem Jahresrückblick fest. „Sehr wichtig ist, dass die Satzung den Verein nun für sämtliche Interessenten öffnet.“ Vorher konnten nur Kirchengemeinden Mitglied werden, jetzt kann es jeder. Mittlerweile liegt die Mitgliederzahl bei 60, soll aber weiter steigen.

Der Vorsitzende des Kuratoriums, Pfarrer Dr. Reinhold Hemker , stellte den Antrag, die Jubi innerhalb des Projektes „Land ist Leben“ als regionales Nachhaltigkeitszentrum zu profilieren. „Zusammen mit interessierten gesellschaftlichen Organisationen, Vereinen und Initiativen soll das Projekt die nachhaltige Entwicklung der Region fördern und die Perspektive aus der Partnerschaftsarbeit mit Namibia und Simbabwe dabei einbringen“, heißt es in der Antragserläuterung.

Keine Konkurrenz, sondern Kooperation

Die Anregung zur Entwicklung des Projektes kam nach zahlreichen Gesprächen der Jubi und dem Kreis Steinfurt vom Institut Kirche und Gesellschaft und der Evangelischen Kirche von Westfalen. In einem Grundsatzbeschluss befürwortete die Mitgliederversammlung den Einstieg in das Projekt, das durch Hemker und ab April auch durch den neuen Geschäftsführer des Vereins, Sebastian Richter, vertreten werden soll. Richter ist in Personalunion Leiter der Jubi. Uli Ahlke, Mitglied des Kuratoriums, bringt als Experte für Umwelt- und Klimaschutzfragen seine Kompetenz in das Projekt mit ein. Der zweite Vorsitzende Rolf Krebs begrüßte ausdrücklich, dass nun auch Nachhaltigkeit ein zentrales Standbein der Jugendbildungsstätte sein wird. Zum Thema Nachhaltigkeit ist keine Konkurrenz zu anderen Jugendbildungsstätten beabsichtigt, vielmehr Kooperation und Austausch.

Ab Herbst soll saniert werden

Am 1. August steht während des internationalen Begegnungsseminars „EuroContact“ ein Tag der offenen Tür an. Zurzeit wird eine professionelle Website erstellt. Die Belegungszahlen des Bildungshauses müssen gesteigert werden. „Wir nehmen Geld in die Hand, um die technische und optische Attraktivität des Hauses zu steigern“, sagte Geschäftsführer Bernd Hillebrand, der die Vorhaben erläuterte. Mit einem Kostenvolumen von circa 700 000 Euro sollen ab Herbst der Veranstaltungsraum „gelb/orange“ und das Kaminzimmer saniert werden.

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