Thorsten Schlepphorst plant Aufführung mit 600 Zuhörern
Veranstaltungsort gesucht

Nordwalde -

Im Jahr 2021 will Thorsten Schlepphorst mit einem Projektchor Verdis Requiem aufführen. Doch es gibt einen Haken: Der Kirchenmusiker hat den passenden Veranstaltungsort noch nicht gefunden. Über Alternativen zu Nordwalde hat er sich bereits Gedanken gemacht, für optimal hält er sie nicht.

Donnerstag, 05.03.2020, 19:08 Uhr aktualisiert: 06.03.2020, 18:01 Uhr
Kirchenmusiker Thorsten Schlepphorst will im Jahr 2021 mit einem Projektchor die Messa da Requiem von Verdi aufführen. Noch fehlt dafür aber der passende Raum.
Kirchenmusiker Thorsten Schlepphorst will im Jahr 2021 mit einem Projektchor die Messa da Requiem von Verdi aufführen. Noch fehlt dafür aber der passende Raum. Foto: Vera Szybalski

Welches Stück er aufführen will, weiß Thorsten Schlepphorst schon. Wann es zu hören sein soll ebenfalls und Ideen, wer daran beteiligt ist, hat der Kirchenmusiker auch. Die große offene Frage: Wo soll das Konzert stattfinden, bei dem ein Projektchor die Messa da Requiem von Giuseppe Verdi zu Gehör bringen wird? Die Antwort fehlt Schlepphorst noch.

Aber von Anfang an: Nach den Sommerferien im kommenden Jahr will Thorsten Schlepphorst mit einem Projektchor Verdis Requiem aufführen. „Das ist ein Stück, von dem ganz viele Chorsänger sagen: Das möchte ich mal singen“, sagt Schlepphorst. Er geht davon aus, dass das nicht nur viele singen, sondern auch viele hören möchten. Mit etwa 600 Zuhörern kalkuliert der Kirchenmusiker. Dazu kommen circa 100 Chorsänger, 70 Leute im Orchester und Solisten. Insgesamt rechnet Schlepphorst mit 800 Personen. Das macht die Suche nach einem Veranstaltungsort nicht einfach. „Die Location ist im Moment wirklich der springende Punkt.“

Für Ideen dankbar

Bei allem anderen ist Schlepphorst zuversichtlich, dass es funktionieren wird: Genügend Chorsänger sollten sich finden lassen. Mit dem Kourion-Orchester aus Münster hatte der Kirchenmusiker bereits Kontakt. Schlepphorst ist auch optimistisch, dass die circa 25 000 Euro, die für eine Aufführung benötigt werden, durch Spenden, Fördermittel, eine Rücklage und Eintrittsgelder zusammenkommen können. Die Suche nach einem Veranstaltungsort in Nordwalde war hingegen noch nicht erfolgreich.

Schlepphorst hat sich ein bisschen umgehört, Personen angesprochen, doch eine Lösung ist bislang nicht in Sicht: „Deshalb wäre es schön, wenn jemand noch eine Idee hat. Ich bin für alles dankbar.“ Ein paar Anforderungen gibt es: Der Raum muss groß genug sein, um die 800 Menschen beherbergen zu können. Es muss zudem genügend Ausgänge geben. Der Kreis Steinfurt muss den Veranstaltungsort schließlich genehmigen.

Nach Burgsteinfurt ausweichen?

Noch gibt Thorsten Schlepphorst die Hoffnung nicht auf. Falls der passende Raum in Nordwalde nicht zu finden sein sollte, hat er sich aber schon mal über Alternativen Gedanken gemacht. „Plan B wäre ein anderer Ort“, sagt Schlepphorst, der bereits bei der evangelischen Gemeinde in Burgsteinfurt angefragt hat. Die Große Kirche dort würde wohl ausreichend Platz bieten.

Optimal würde er diese Lösung aber nicht finden: „Das ist etwas, was ich eigentlich überhaupt nicht möchte. Das ist ein Projekt, das hauptsächlich von Leuten aus Nordwalde getragen wird“, sagt Schlepphorst. Zuletzt stammte etwa die Hälfte des Projektchores aus Nordwalde, die restlichen Sänger kamen aus dem Umland. Das dürfte diesmal nicht viel anders sein. „Ich würde es schade finden, wenn wir sagen: Wir machen das in Burgsteinfurt.“ Wenn etwas in einem Ort auf die Beine gestellt werde, solle das darauf auch zurückfallen.

Erste Probe soll im Mai stattfinden

Eine andere Alternative wären zwei Aufführungen statt einer. In dem Fall rechnet Schlepphorst allerdings mit Kosten von circa 34 000 Euro. Nicht in Frage kommt ein Open-Air-Auftritt. Dafür ist dem Kirchenmusiker das Wetter zu unvorhersehbar. Außerdem würde eine professionelle und damit teure Tontechnik benötigt.

Während er nach einem passenden Raum noch sucht, hat Schlepphorst schon einen Plan im Kopf, wann er anfangen will, mit dem Chor zu arbeiten. Die erste Probe soll im Mai stattfinden. Zudem will er zu einer großen Informationsveranstaltung einladen. „Es gibt sicherlich ganz viele Leute, die sagen: Ich habe das schon gesungen. Ich muss nicht ein Jahr lang proben“, sagt Schlepphorst. Darüber könne bei der Infoveranstaltung gesprochen werden. Der Kirchenmusiker überlegt außerdem, gemeinsam mit Arndt Winkelmann von der Musikschule des Kulturforums Steinfurt einen Nachmittag unter dem Motto „Singen. Kann ich das?“ anzubieten.

Wer eine Idee für einen Veranstaltungsort hat oder im Projektchor mitsingen möchte, kann Thorsten Schlepphorst per E-Mail an info@kirchenmusik-nordwalde.de kontaktieren.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7312446?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F181%2F
Nachrichten-Ticker