Gute und schlechte Nachrichten aus Ghana
Coronavirus ist in Damongo angekommen

Nordwalde -

Das Coronavirus beschäftigt die ganze Welt. In Damongo wurden erste Infektionen nachgewiesen, teilt der Freundeskreis Ghana mit. Aber es gibt auch gute Nachrichten aus dem Norden Ghanas: In Damongo entsteht ein kleines Bildungszentrum.

Montag, 23.03.2020, 17:40 Uhr aktualisiert: 24.03.2020, 17:14 Uhr
Auch in Ghana wird viel Wert auf das Hände waschen gelegt, teilt der Freundeskreis Ghana mit.
Auch in Ghana wird viel Wert auf das Hände waschen gelegt, teilt der Freundeskreis Ghana mit.

Das Coronavirus beschäftigt nicht nur Deutschland, sondern auch Ghana. Aus dem westafrikanischen Staat gibt es gute und schlechte Nachrichten, schreibt Waltraut Ruland vom Freundeskreis Ghana in einem Pressetext.

Der Partnerschaft zwischen der Pfarrgemeinde St. Dionysius und der Gemeinde St. Anne´s in Damongo im Norden Ghanas steht ein besonderes Jubiläum bevor: Vor 25 Jahren wurde das Bistum Damongo gegründet. Doch nun sind aufgrund der Corona-Krise sowohl die Feier in Damongo als auch der Besuch einer Gruppe von elf Personen aus Nordwalde äußerst unwahrscheinlich geworden. Die Nordwalder wollten eigentlich Anfang Juni nach Ghana reisen.

Ghana verhängt Einreiseverbot

Inzwischen hat das Land ein Einreiseverbot für Menschen aus Ländern mit mehr als 200 Coronavirus-Fällen verhängt. „Auch in Ghana ist das Virus zu einer schweren Bedrohung geworden“, schreibt Ruland. Erste Infektionen seien nachgewiesen worden, auch in Damongo. „Dies ist umso kritischer, als das Gesundheitssystem in Ghana längst nicht so belastbar ist wie in Deutschland. Auch ist es schwieriger, die Bevölkerung über notwendige Maßnahmen zu informieren.“

Father Felix, der Pfarrer der Partnergemeinde, teilt mit, dass auch in Ghana keine Messen stattfinden. Das soll zunächst bis Ostern gelten. Auch andere Versammlungen sind abgesagt worden. Als Folge der Krise werden zudem deutsche Freiwillige, die momentan noch in Ghana tätig sind, zurückgeholt.

In Damongo entsteht ein kleines Bildungszentrum

Doch es gibt auch gute Nachrichten: Mit einem größeren Bildungsprojekt kann in Damongo begonnen werden. Verschiedene Projektpartner – das Bistum Münster, die private Eyerund-Stiftung, das Ghana-Forum NRW und der Freundeskreis Ghana aus Nordwalde – finanzieren gemeinsam eine Bücherei und einen Computerraum. Beide Vorhaben sollen neben den beiden neuen Schulen – der Grundschule und der aus Nordwalde finanzierten Junior High School – verwirklicht werden. „So entsteht mit Hilfe aus Deutschland und besonders aus Nordwalde ein kleines Bildungszentrum“, schreibt Ruland im Pressetext weiter. „Bis zum Baubeginn geht natürlich noch einige Zeit ins Land, und die Folgen von Corona sind auch in Ghana nicht absehbar.“

  • Für die Menschen in Damongo möchte der Freundeskreis Ghana Geld für Hygieneartikel, Desinfektionsmittel, Schutzanzüge und andere Dinge des täglichen Bedarfs zur Verfügung stellen. Wer sich an dieser Spendenaktion beteiligen möchte, kann einen Betrag auf das Missionskonto der Pfarrgemeinde St. Dionysius überweisen: IBAN: DE 35 4006 1238 8620 2120 01, Stichwort „Freundeskreis Ghana – Corona“.
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