Gärtnerei Gerlach verkauft im Geschäft und liefert aus
Viele wollen das Haus verschönern

Nordwalde -

Die einen wollen ihre Wohnung verschönern, wenn sie momentan schon so viel Zeit dort verbringen, andere arbeiten im Garten: Nach einer kurzen Zeit, in der nur wenige Kunden in die Gärtnerei Gerlach kamen, kommen mittlerweile wieder mehr. Wer nicht ins Geschäft kommen kann, der kann sich Blumen und Co. auch liefern lassen.

Samstag, 28.03.2020, 13:09 Uhr aktualisiert: 29.03.2020, 13:28 Uhr
Susanne Gerlach in der Gärtnerei in der Feldbauerschaft vor der Theke mit dem durchsichtigen Spuckschutz.
Susanne Gerlach in der Gärtnerei in der Feldbauerschaft vor der Theke mit dem durchsichtigen Spuckschutz.

Ein selbstgebauter durchsichtiger Spuckschutz für die Theke, mit Kreidefarben auf den Boden gemalte Abstandsmarkierungen und Desinfektionsmittel für die Einkaufswagen oder Kartenlesegeräte: Susanne und Swen Gerlach haben ihre Gärtnerei an die ungewöhnliche Situation in Zeiten der Corona-Krise angepasst. Für kurze Zeit war die Gärtnerei geschlossen, mittlerweile werden dort aber wieder Blumen, Apfelbäume und Co. verkauft. Und die Kunden kommen.

„In der Woche, als es allmählich bedrohlich wurde, war ganz wenig los“, sagt Susanne Gerlach. „Jetzt, seitdem alles ein bisschen klarer geregelt ist, haben die Leute wieder Lust darauf, Blumen einzukaufen. Ganz viele sagen: Wenn wir schon im Haus bleiben müssen, wollen wir es da zumindest schön haben.“ Die einen möchten die Wohnung verschönern, andere nutzen die Zeit, um im Garten zu arbeiten. Viele würden auch anfangen, Obst und Gemüse anzubauen, hat Susanne Gerlach festgestellt: „Die Zeit wird verstärkt dafür genutzt.“

Damit die Ansteckungsgefahr in der Gärtnerei möglichst gering gehalten wird, haben Susanne und Swen Gerlach vorgesorgt. Neben Spuckschutz, Abstandsmarkierungen und Desinfektionsmittel haben sie Hinweisschilder aufgehängt. Eine Tür wird nur noch als Ausgang genutzt und die Kunden werden gebeten, dass pro Familie nur eine Person die Gärtnerei betritt.

Für Kunden, die nicht zum Geschäft fahren können oder wollen, hat Familie Gerlach auch eine Lösung gefunden: Wie einige andere kleine Betriebe bietet die Gärtnerei einen Lieferdienst an. Der wird gut genutzt, berichtet Susanne Gerlach: „Ich bin letztens bis 9 Uhr abends gefahren, um Sachen auszuliefern.“ Töchter, die ihre Mütter nicht besuchen können, würden Blumen schicken oder Freunde, die sich aktuell nicht sehen können, untereinander. „Die Leute freuen sich“, sagt Gerlach. Wenn sie Blumen und Co. ausliefert, achtet sie natürlich auch immer auf Hygiene und Abstand: „Ich habe Handschuhe an, klingele und gehe zurück.“

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