Weide wird zurückgeschnitten
Ein Paradies für Käfer und Vögel

Nordwalde -

Weil sie zu groß geworden war und zudem mit einem Pilz befallen, wurde nun die Weide am Brüggemannsbach gestutzt und regelrecht zu einem Kopfbaum zurückgeschnitten.

Mittwoch, 08.04.2020, 12:24 Uhr aktualisiert: 09.04.2020, 13:16 Uhr
Die Weide am Brüggemannsbach wurde auf Stock gesetzt. In dem Kopfbaum sollen sich künftig Tiere ansiedeln.
Die Weide am Brüggemannsbach wurde auf Stock gesetzt. In dem Kopfbaum sollen sich künftig Tiere ansiedeln. Foto: Vera Szybalski

Die Weide reichte über den Brüggemannsbach, den Weg daneben und einen Zaun bis fast auf das Nachbargrundstück. „Die war riesig“, sagt Claus Ufermann , Stabsstelle der Bürgermeisterin. Der Baum war allerdings von einem Pilz befallen. Ufermann befürchtete, dass die Weide bei einem Sturm auf den Weg kippen könnte. „Es bringt dann nichts, nur einen Ast abzunehmen“, sagt Ufermann. Deshalb wurde die Weide zum Kopfbaum zurückgeschnitten. Darüber freuen sich künftig Nagetiere, Vögel und Co. „Kopfbäume sind sehr wichtige Habitate“, sagt Ufermann. „Überall in den Rändern werden sich alle möglichen Tiere ansiedeln. Das ist ein ökologisches Highlight.“

Das Projekt hat die Gemeinde im Rahmen der Renaturierung des Brüggemannsbachs erledigt. Für die Arbeiten war der Einsatz eines Hubwagens nötig. Die Kosten haben circa 10 000 Euro betragen. Im Februar wurde die Weide zurückgeschnitten. In den nächsten Jahren hat der Baum die Gelegenheit, sich zu entwickeln. „Ich denke, die Weide wird schon zwei Meter im ersten Jahr machen“, sagt Ufermann. Das Alter des Baumes sei schwer zu schätzen. Mehrere Jahrzehnte alt ist die Weide aber auf jeden Fall, sagt Ufermann.

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