Für Zehntklässler beginnt der Unterricht
Es geht langsam wieder los

Für einige Schüler endet die schulfreie Zeit. Zehntklässler müssen ab sofort wieder die Schulbank drücken, angehende Abiturienten dürfen freiwillig kommen.Die Schulleitung der Kardinal-von-Galen-Gesamtschule hat ihre organisatorischen Hausaufgaben gemacht und freut sich, dass wieder Leben in die Räume einkehrt.

Mittwoch, 22.04.2020, 23:32 Uhr aktualisiert: 23.04.2020, 15:12 Uhr
Bürgermeisterin Sonja Schemmann (l.) und KvG-Schulleiterin Karla Müsch-Nittel erläutern die Regeln, unter denen die Schule wieder öffnet.
Bürgermeisterin Sonja Schemmann (l.) und KvG-Schulleiterin Karla Müsch-Nittel erläutern die Regeln, unter denen die Schule wieder öffnet. Foto: Gemeinde Nordwalde

Es ist eine schrittweise Rückkehr in die Schule, von Alltag kann aber nicht gesprochen werden: Am heutigen Donnerstag beginnt für die ersten Schüler nach mehr als fünf Wochen wieder Unterricht in der Schule. Knapp 150 Jugendliche könnten in die Kardinal-von-Galen-Gesamtschule kommen. Für die 107 Zehntklässler ist das Pflicht, außer sie gehören zur Corona-Risikogruppe. Für die angehenden Abiturienten ist die Teilnahme freiwillig.

Längere Schulstunden

Auf die Schule wartete in den vergangenen Tagen eine Masse an Organisationsarbeit. Der Plan sieht jetzt so aus: Unterricht findet von 8 bis 12 Uhr statt. Anders als sonst, dauert die Schulstunde 60 Minuten. „Innerhalb dieser Stunde gibt es eine betreute Pause“, sagt Schulleiterin Karla Müsch-Nittel . Die Klassen werden in zwei oder drei Gruppen aufgeteilt. Die Schüler bekommen feste Plätze zugewiesen.

Für die Zehntklässler wird der Schwerpunkt des Unterrichts auf den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik liegen. Ein Fachlehrer ist für eine Klasse zuständig und spricht sich mit Kollegen ab. Für die angehenden Abiturienten macht die KvG-Gesamtschule Angebote zu den Abiturfächern. Für alle anderen Jahrgänge gilt weiter das Lernen auf Distanz. Auf der Online-Plattform „Moodle“ werden Aufgaben eingestellt.

Desinfektionsmittel

Mit der Gemeinde als Schulträger wurde ein Hygieneplan abgestimmt. In jedem Klassenzimmer ist ein Waschbecken. An den Eingängen soll Desinfektionsmittel platziert werden. Es gibt Wegepläne und Toilettenregelungen. Auch der Einstieg in die Schulbusse ist geregelt. Trotz allem: „Wir freuen uns auch“, sagt Müsch-Nittel. „Wir vermissen die Schüler.“

Bis Normalzustand in der Schule erreicht werden kann, dauert es noch. Das weiß die Schulleiterin ebenso wie Bürgermeisterin Sonja Schemmann. „Ich hoffe, dass jetzt überlegt wird, wie es nach den Sommerferien weitergeht“, sagt Schemmann. „Die Covid-19-Pandemie hört ja nicht einfach auf.“

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