Planungen für das Trendelkamp-Gelände
Das Gebiet soll attraktiver werden

Nordwalde -

Bis das Trendelkamp-Gelände umgestaltet wird, dauert es noch eine Weile. Die Planungen schreiten aber voran. Es soll ein Fachmarktzentrum entstehen, das sowohl dem Einzelhandel als auch Wohnraum Platz bietet.

Mittwoch, 29.04.2020, 19:35 Uhr aktualisiert: 30.04.2020, 11:40 Uhr
Bis tatsächlich gebaut wird, dauert es noch. Die Planungen für das Trendelkamp-Gelände aber schreiten voran.
Bis tatsächlich gebaut wird, dauert es noch. Die Planungen für das Trendelkamp-Gelände aber schreiten voran.

Die Planungen für das Trendelkamp-Gelände schreiten voran. Vor zwei Jahren hatte Dirk Söhner vom Architekturbüro Wrock­lage und Partner die Ideen für ein Fachmarktzentrum mit dem Namen „Drei-Buchen-Märkte“ vorgestellt. Im Haupt- und Finanzausschuss am Dienstagabend war das Vorhaben wieder Thema. Die Kommunalpolitiker votierten einstimmig für den Entwurf des Bebauungsplans.

Geplant ist eine riegelförmige Bebauung mit einem Innenhof, der als Parkfläche für den Einzelhandel dient. Der Websaal und das Kesselhaus bleiben erhalten, das Lidl-Gebäude sowie die alten Werkhallen werden abgerissen und teilweise neu gebaut. In dem Komplex finden Gewerbe und Wohnungen Platz. „Das Gebiet an sich soll attraktiver und der zentrale Einkaufsbereich gestärkt werden“, erklärte Norbert Reimann vom Planungsbüro Hahm.

Keine negativen Auswirkungen erwartet

„Es ist schön, dass es hier weiter geht“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Tobias Elshoff. Nachdem die Planungen 2018 vorgestellt worden waren, wurde das Planungsbüro Junker und Kruse mit einem Einzelhandelsgutachten beauftragt. Das Büro hatte bereits vor zwei Jahren eine erste Stellungnahme dazu verfasst und prüfte nun, ob das Vorhaben im Grundzentrum Nordwalde zum einen mit den Kommunen Altenberge, Emsdetten, Greven, Laer sowie Borghorst und zum anderen mit den anderen Einzelhandelsstandorten in Nordwalde verträglich ist.

Die im Bebauungsplan festzusetzenden Verkaufsflächen und Sortimente mussten mehrfach angepasst werden. Das ist das Ergebnis der Stellungnahmen unter anderem von Anwohnern der Max-Verspohl-Straße, Netto und Real sowie der Städte Steinfurt und Emsdetten sowie verschiedener Gespräche mit dem Investor und den Einzelhandelsunternehmen. Die Gemeinde hatte in enger Abstimmung mit der IHK Nord Westfalen, der Handwerkskammer Münster und dem Planungsbüro Art und Umfang des Gutachtens von Junker und Kruse festgelegt. Dieses liegt seit März vor. Das Büro erwartet keine negativen Auswirkungen auf Standorte außerhalb des Nordwalder Gemeindegebietes und den anderen Einzelhandel im Ort.

Aldi zieht um

Zwei Discounter, ein Vollsortimenter, ein Drogeriemarkt sowie eine Bandbreite an kleineren Bekleidungsgeschäften sollen im neuen Fachmarktzentrum untergebracht werden. Das Gebäude des südlich gelegenen Aldis soll erhalten bleiben. Der Aldi selbst zieht in den neuen Komplex um, weil der Discounter seine Verkaufsfläche vergrößern will. Das alte Aldi-Gebäude könne künftig nur von „nicht-zentrenrelevantem Einzelhandel“ genutzt werden, sagte Norbert Reimann. Es dürfen beispielsweise keine weiteren Lebensmittel- und Bekleidungsgeschäfte oder Drogerien dort öffnen.

Parallel zur Bahnhofstraße ist eine dreigeschossige Bebauung vorgesehen. Darüber kann noch ein zurückspringendes Geschoss platziert werden. Die weiteren Gebäudeteile können zwei- oder dreigeschossig gebaut werden. Einzelhandel ist nur im Erdgeschoss erlaubt, im zweiten Obergeschoss nur Wohnen.

Lärmschutz ist notwendig

Wenn das Vorhaben wie geplant umgesetzt werden soll, „müssen bestimmte Lärmschutzmaßnahmen getroffen werden“, sagte Reimann. Als Schutz vor dem Lärm durch die Kundenparkplätze könnten bei den Wohnungen Maßnahmen am Gebäude selbst dienen, wie geschlossene Fronten oder Laubengänge. Um die Anwohner der Max-Vers­pohl-Straße vor Lärm durch die Anlieferung zu schützen, könnte der Bereich ins Gebäude integriert werden.

Die Entwürfe für den Bebauungsplan und die Änderung des Flächennutzungsplans werden im nächsten Schritt öffentlich ausgelegt. „Wir hoffen, dass wir noch vor den Sommerferien einen Satzungsbeschluss haben“, sagt Claus Ufermann, Stab­stelle der Bürgermeisterin.

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