Förderverein der Janak-Khadka-Stiftung ruft zu Spenden auf
Familien leiden unter Hunger

Nordwalde -

Wie viele andere Länder der Welt leidet Nepal unter der Corona-Pandemie. Eine harte Ausgangssperre sorgt dafür, dass die Tagelöhner aktuell nicht arbeiten können. Sie und ihre Familien leiden unter Hunger. Der Förderverein der Janak-Khadka-Stiftung will nun rund 200 Familien mit Lebensmittelspenden helfen.

Mittwoch, 27.05.2020, 18:25 Uhr aktualisiert: 29.05.2020, 14:20 Uhr
Der Förderverein der Janak-Khadka-Stiftung unterstützt in Nepal Schulkinder. Durch eine Ausgangssperre aufgrund der Corona-Krise können Tagelöhner aktuell nicht arbeiten. Den Familien fehlen Nahrungsmittel.
Der Förderverein der Janak-Khadka-Stiftung unterstützt in Nepal Schulkinder. Durch eine Ausgangssperre aufgrund der Corona-Krise können Tagelöhner aktuell nicht arbeiten. Den Familien fehlen Nahrungsmittel.

Während in Deutschland die Corona-Beschränkungen nach und nach gelockert werden, bringt eine harte Ausgangssperre manche Familien in Nepal in eine existenzielle Krise. Das berichtet Mona Khadka-Schulz , die Finanzbeauftragte beim Förderverein der Janak-Khadka-Stiftung ist. Seit 2013 ist der Verein in Nepal aktiv. Er unterstützt aktuell 900 Schulkinder in Kathmandu und Umgebung. Jetzt benötigen einige Familien schnelle Hilfe, sagt Khadka-Schulz. Denn es fehlt am Nötigsten: Essen. Deshalb will der Förderverein Spenden sammeln, um Lebensmittel für rund 200 bedürftige Familien zu kaufen.

Seit mehr als 60 Tagen gilt in Nepal eine komplette Ausgangssperre. Lediglich von sechs bis neun Uhr dürften die Menschen einkaufen gehen, erklärt Mona Khadka-Schulz. Das Problem: „Viele Eltern der Schulkinder, die wir unterstützen, sind Tagelöhner.“ Diese können momentan nicht arbeiten. Dadurch fehlt ihnen das Geld für eine ausreichende Grundversorgung.

Staatliche Unterstützung reicht nicht aus

Tagtäglich würden den Förderverein viele Hilferufe aus Nepal erreichen, erklärt Khadka-Schulz: „Nach mehr als zwei Monaten sind auch die Lebensmittelreserven aufgebraucht, daher versuchen die Eltern verzweifelt, ihre Kinder zu ernähren, ohne dabei selbst dem Hunger zum Opfer zu fallen.“

Die Familien würden zwar staatliche Unterstützung erhalten, allerdings nicht in ausreichendem Maße. „Nur in Form von Reis, und der ist schon aufgebraucht.“ Der Förderverein will rund 200 Familien unterstützen, die besonders unter der Hungersnot leiden. Die Familien sollen jeweils zehn Kilogramm Reis, zwei Kilogramm Linsen, einen Liter Öl und eine Packung Salz erhalten. Der 13-köpfige Vorstand des Fördervereins in Nepal will die Produkte kaufen und dann an die Familien verteilen. Dafür werden circa 3000 Euro benötigt.

Im Juni wird erneut über Ausgangssperre beraten

Die Lebensmittel sind „erst mal als Überbrückung gedacht“, sagt Mona Khadka-Schulz. „Das reicht für circa zehn Tage.“ Die Hoffnung ist, dass die Tagelöhner in absehbarer Zeit wieder arbeiten können. Die Ausgangssperre in Nepal gelte noch bis zum 7. Juni, erklärt Khadka-Schulz. Dann werde darüber neu entschieden.

Wer für die Corona-Hilfe für Nepal spenden möchte, kann Geld auf das Spendenkonto des Fördervereins der Janak-Khadka-Stiftung überweisen. Der Verwendungszweck lautet „Corona-Hilfe Nepal“; IBAN: DE59 4035 1060 0073 7081 25; BIC: WELADE1STF (Sparkasse Steinfurt). Der Förderverein weist daraufhin, dass Spenden an ihn steuerlich absetzbar sind.

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