Kita Merschkamp hält Kontakt zu den Kindern und Familien
Ein kleines Stück Normalität bieten

Nordwalde -

Schritt für Schritt kehren die Kinder in die Kitas zurück. Um aber mit allen Familien während der Corona-Pandemie Kontakt zu halten, haben sich die Mitarbeiter der Awo-Kita Merschkamp etwas einfallen lassen.

Donnerstag, 04.06.2020, 19:50 Uhr aktualisiert: 05.06.2020, 11:46 Uhr
Die Kinder der Kita Merschkamp erhalten „blumige Grüße“ von den Erziehern.
Die Kinder der Kita Merschkamp erhalten „blumige Grüße“ von den Erziehern.

Der Alltag in der Awo-Kita Merschkamp sieht seit Mitte März deutlich anders aus. Vor fast drei Monaten wurden alle Kitas zur Eindämmung der Corona-Pandemie geschlossen. Von den 59 Kindern, die regulär die Kita Merschkamp besuchen, kommen derzeit circa 20 in die Einrichtung. Ihre Eltern sind entweder in systemrelevanten Berufen tätig, die Betreuung ist aus sozialpädagogischen Gründen sinnvoll, oder die Kinder gehören zu einer der Gruppen, die seit dem 14. Mai wieder eine Kita besuchen dürfen.

Für die Mitarbeiter der Kitas bedeuten weniger Kinder aber nicht weniger Arbeit. „Im Gegenteil: Sie müssen zum Beispiel zahlreiche administrative Aufgaben erledigen“, schreibt Kita-Leiterin Kerstin Gortheil im Pressetext. Die Mitarbeiter setzen Hygienemaßnahmen um, richten Notgruppen ein und berücksichtigen dabei, dass ältere Kollegen sowie welche mit Vorerkrankungen bei der Betreuung nicht eingesetzt werden. „Dennoch schaffen sie es, trotz der sich ständig aktualisierenden Vorgaben, den Kindern in der Kita ein kleines Stück Normalität zu bieten.“

Erzieher vermissen „ihre“ Kinder

Besonders wichtig ist den Mitarbeitern, dass sie den Kontakt zu allen Kindern und ihren Familien halten. Das machen sie auf kreative Weise: Die Kita Merschkamp schickte eine Osterpost. Diese war gefüllt mit einem Brief, einem Mandala, einem gebastelten Osterhasen und einem Schokololli. Frühlingspost mit sonnigen Grüßen aus der Kita und Wiesenblumensamen sollen die Kinder ebenfalls erhalten.

„Wir vermissen ‚unsere‘ Kinder sehr“, berichtet Gortheil. „Durch die Aktion bleiben wir in Kontakt und zaubern den Kindern in dieser Zeit ein Lächeln ins Gesicht.“ Auch die Kinder würden den Kita-Alltag, ihre Freunde und die Erzieher vermissen.

Für die Kitas ist eine schrittweise Wiedereröffnung vorgesehen. Seit Mitte Mai dürfen alle Vorschulkinder mit einer Anspruchsberechtigung nach dem Bildungs- und Teilhabepaket und Kinder mit Behinderungen wieder in die Kita. Seit Ende Mai können alle weiteren Vorschulkinder kommen. Noch vor den Sommerferien sollen alle Kinder ihre Kita besuchen können. Wie das konkret umgesetzt werden kann, in welchem zeitlichen Umfang die Kinder kommen können, all das wird derzeit in der Kita erarbeitet. „Ein normaler Regelbetrieb scheint jedoch auf längere Sicht nicht möglich“, schreibt Gortheil.

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