Bau des Bürgerzentrums
Verfahren soll im Juni starten

Nordwalde -

Der enge Zeitplan für den Bau des Bürgerzentrums ist durch die Corona-Krise noch enger geworden. Bis Ende 2022 muss das Bürgerzentrum fertig sein, denn so lange läuft der Zeitraum für die Fördergelder. Die Gemeinde ist aber in Gesprächen mit der Bezirksregierung Münster über eine Verlängerung. Derweil laufen die Planungen weiter.

Freitag, 05.06.2020, 19:03 Uhr aktualisiert: 08.06.2020, 16:58 Uhr

Der Zeitplan für den Bau des Bürgerzentrums war schon vor der Corona-Krise ambitioniert. Die Pandemie hat die Situation nicht entspannt. Im Gegenteil: Im März ist eine komplette Sitzungsperiode ausgefallen, in der sich die Kommunalpolitiker mit dem Thema beschäftigen wollten. Anfang Mai konnte sich der Hauptausschuss dann mit den Leistungsbeschreibungen für die Vergabe der Planungsleistungen befassen, die eigentlich schon anderthalb Monat zuvor beschlossen werden sollten.

Die Gemeinde muss den engen Terminplan genau im Blick behalten, weil der Zeitraum für die Fördergelder am 31. Dezember 2022 endet. Sie ist in engem Austausch mit der Bezirksregierung Münster, auch über eine Verlängerung, sagt Bürgermeisterin Sonja Schemmann : „Wir haben die Bezirksregierung gebeten, uns eine konkrete Aussage zu geben, was einen Förderzeitraum über 2022 hinaus angeht.“

Ausschuss lehnte einige wenige Anregungen ab

Derweil laufen die Planungen für den Bau des Bürgerzentrums weiter. Die Leistungsbeschreibungen für die Objektplanung, also die „klassische“ Architektenleistung, einerseits und die technische Gebäudeausstattung andererseits hat der Hauptausschuss in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen. Eingeflossen sind in die Leistungsbeschreibungen auch Anregungen von Nordwaldern, die beim Bürgerworkshop im vergangenen November erörtert wurden. Details aus den Leistungsbeschreibungen werden erst bekannt, wenn die Ausschreibung veröffentlicht wird. Dadurch werden alle Bewerber gleich behandelt.

Nach Abstimmung mit ihren Beratern kann die Gemeinde aber über die wichtigsten Planungsziele informieren — und welche Ideen nicht berücksichtigt wurden. Nur einige wenige Anregungen seien vom Ausschuss mehrheitlich abgelehnt worden. Das betreffe den Vorschlag, das Bürgerzentrum mit einer Vier-Bahnen-Anlage zum Kegeln zu unterkellern ebenso wie eine separate Coworking Space.

Wir haben die Bezirksregierung gebeten, uns eine konkrete Aussage zu geben, was einen Förderzeitraum über 2022 hinaus angeht.

Sonja Schemmann

„Architektonisches Ziel ist die Entwicklung und Präsentation des Gebäudes des neuen Bürgerzentrums als modernes, bürgerorientiertes Verwaltungszentrum, das neben Verwaltungsaufgaben weitere öffentliche Funktionen ermöglicht“, teilt die Gemeinde mit. „Dies soll sich in der Gestalt des Gebäudes, aber auch der Innenbereiche angemessen manifestieren.“

Bei der Gliederung der Fassade, der Gestaltung der Dächer und der Verwendung von Materialien sollen orts- und regionaltypische Merkmale berücksichtigt werden. Die Gestaltung des Bürgerzentrums soll einfachen, nachvollziehbaren Prinzipien folgen. Eine hohe Aufenthalts- und Gebrauchsqualität sowie eine angenehme Atmosphäre werden angestrebt. Nach derzeitigem Stand soll das Gebäude in Anlehnung an KfW 55 geplant werden.

Politiker beraten über Besetzung des Bewertungsgremiums

Zu den städtebaulichen Zielen für die Planung zählen die Bewahrung der prägenden Wirkung für den Ortskern sowie dessen architektonische Aufwertung. Das Areal soll weiter öffentlich zugänglich sein. Das Bürgerzentrum soll barrierefrei sein, die Räume effizient und multifunktional nutzbar. Außerdem sollen Nachhaltigkeitsstandards berücksichtigt und öffentliche von nichtöffentlich genutzten Räumen getrennt werden.

In der Sitzung des Planungs,- Bau-, Verkehrs- und Umweltausschusses am kommenden Dienstag (9. Juni) beraten die Kommunalpolitiker erstmals, wer dem Bewertungsgremium angehören soll, das die Angebote diskutiert und dem Rat zuarbeitet. In nichtöffentlicher Sitzung befasst sich der Planungsausschuss mit der Bewertungsmatrix, anhand der das Gremium die Angebote bewertet. Der Gemeinderat soll in seiner nächsten Sitzung am 23. Juni sowohl die Besetzung des Gremiums als auch die Bewertungsmatrix beschließen. Noch in diesem Monat soll mit dem Teilnahmewettbewerb gestartet werden.

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