Am Programm wird noch gearbeitet
Faire Woche findet trotz Corona statt

Nordwalde -

Die Details sind noch unklar, eines steht aber fest: Die Faire Woche soll in Nordwalde trotz der Corona-Pandemie stattfinden. Unter dem Motto „Fair ist mehr“ wird die Aktionswoche vom 11. bis 25. September veranstaltet. Am Programm arbeitet der Arbeitskreis Faire Woche noch. Eine Veranstaltung ist aber fest geplant.

Donnerstag, 18.06.2020, 18:52 Uhr aktualisiert: 19.06.2020, 18:12 Uhr
Haben sich zu einem Arbeitstreffen im Vorfeld der Fairen Woche getroffen (v.l.): Ruth Ueter, Bürgermeisterin Sonja Schemmann, Klimaschutzmanagerin Vera Edeling, Lilo Paßlick und Jens Lücke.
Haben sich zu einem Arbeitstreffen im Vorfeld der Fairen Woche getroffen (v.l.): Ruth Ueter, Bürgermeisterin Sonja Schemmann, Klimaschutzmanagerin Vera Edeling, Lilo Paßlick und Jens Lücke. Foto: Vera Szybalski

Während der Corona-Pandemie Veranstaltungen zu planen, ist keine einfache Aufgabe. Der Arbeitskreis Faire Woche wagt sich dennoch daran. Denn trotz Corona steht eines fest: Die Faire Woche soll in diesem Jahr stattfinden – nur welche Veranstaltungen genau geplant sind, mit welchen Personen und an welchen Orten, ist noch unklar. Vieles ist noch in der Schwebe, sagt Lilo Paßlick vom Arbeitskreis: „Wir werden was machen. Aber wie das genau aussieht, wissen wir noch nicht.“

Es mangelt nicht an der Bereitschaft, sich zu beteiligen: „Wir haben auch schon Zusagen von Kita-Leiterinnen. Es ist nicht das Problem, dass wir nicht genug Leute haben“, sagt Paßlick. Die Corona-Einschränkungen sind es, die dem Arbeitskreis die Planung erschweren. Wie jedes Jahr findet die bundesweite Aktionswoche im September statt. Eröffnet wird die Faire Woche unter dem Motto „Fair statt mehr“ am 11. September (Freitag). Nordwalde beteiligt sich bereits zum 16. Mal daran.

Peter Kossen spricht über Arbeitsmigration und Fleischindustrie

Das Eine-Welt-Café an der Welle 3 als zentraler Veranstaltungsort, ein ökumenischer Gottesdienst mit einem gemeinsamen Singen im Anschluss und ein „Essen in der einen Welt“ sind bewährte Termine der Nordwalder Fairen Woche. Ob und wenn ja, in welcher Form diese im September angeboten werden können, kann der Arbeitskreis noch nicht sagen.

Eine Veranstaltung ist aber fest geplant: Am 15. September (Dienstag) kommt Peter Kossen nach Nordwalde. Der ehemalige Kaplan von St. Dionysius spricht über die Arbeitsmigration aus Ost- und Südosteuropa sowie die Fleischindustrie. Kossen ist seit 2017 Pfarrer in Lengerich und setzt sich seit Jahren für einen besseren Schutz von Arbeitsmigranten ein. Das Thema hat mit dem Corona-Ausbruch unter den Beschäftigten bei Westfleisch in Coesfeld und in einem Tönnies-Werk im Kreis Gütersloh noch an Brisanz gewonnen. Und es passt gut zum Motto „Fair ist mehr“.

Rezertifizierung als Fairtrade-Gemeinde steht an

Einen Flyer mit den Veranstaltungen der Fairen Woche wird es in diesem Jahr nicht geben. „Aufgrund der Corona-Umstände, zugleich aber auch, um aus Nachhaltigkeitsgründen auf Printprodukte zu verzichten“, sagt Vera Edeling, die Klimaschutzmanagerin der Gemeinde, die neu zum Arbeitskreis Faire Woche gestoßen ist und ihren Vorgänger Christian Lohmann ersetzt. Bis Ende Juli oder Anfang August will der zwölfköpfige Arbeitskreis das Programm für die Faire Woche fertiggestellt haben.

Gleichzeitig bereiten sich der Arbeitskreis und die Gemeinde auf die Rezertifizierung als Fairtrade-Gemeinde vor. Im Oktober 2012 wurde Nordwalde erstmals ausgezeichnet. Alle zwei Jahre ist die Gemeinde rezertifiziert worden. Sie muss zeigen, dass sie die Vorgaben aus dem Antrag, den sie 2012 gestellt hat, immer noch erfüllt, sagt Lilo Paßlick. Dazu gehört, dass einige Geschäfte fairgehandelte Produkte führen, Öffentlichkeitsarbeit gemacht wird und die Steuerungsgruppe Bildungsveranstaltungen anbietet.

  • Der Arbeitskreis Faire Woche will künftig einen E-Mailverteiler nutzen, um Informationen zur Fairen Woche und den weiteren Aktivitäten des Arbeitskreises an Interessierte und Aktive zu versenden. Wer Interesse daran hat, kann sich per E-Mail an akfairewochenordwalde@gmx.de beim Arbeitskreis melden und in den Verteiler aufnehmen lassen.
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