Förderverein unterstützt weiter Familien in Nepal mit Lebensmittel-Spenden
Die Situation hat sich verschärft

Nordwalde -

Im Mai hatte der Förderverein der Janak-Khadka-Stiftung zu Spenden für Familien in Nepal aufgerufen. Denn eine Ausgangssperre verhinderte, dass die Tagelöhner arbeiten gehen können. Dadurch fehlte Geld für Lebensmittel. Die Situation hat sich seitdem nicht entspannt, im Gegenteil. Denn die Ausgangssperre wurde verlängert.

Dienstag, 23.06.2020, 19:58 Uhr aktualisiert: 24.06.2020, 18:08 Uhr
Der Förderverein der Janak-Khadka-Stiftung hat Geld nach Nepal geschickt, damit Familien dort mit Lebensmittel-Spenden versorgt werden können
Der Förderverein der Janak-Khadka-Stiftung hat Geld nach Nepal geschickt, damit Familien dort mit Lebensmittel-Spenden versorgt werden können Foto: Förderverein der Janak-Khadka-Stiftung

Ein Datum hatte der Förderverein der Janak-Khadka-Stiftung zuletzt ganz genau im Blick: den 7. Juni, denn bis dahin sollte die Ausgangssperre in Nepal eigentlich dauern. Doch die Corona-Krise in dem Land ist noch lange nicht ausgestanden. Die Regierung hat den Lockdown verlängert, er gilt nun bis zum 26. Juli, berichtet Mona Khadka-Schulz , die Finanzbeauftragte beim Förderverein ist: „Die Situation hat sich in Nepal aktuell leider verschärft.“

Für viele Familien bedeutet das: Die Hungersnot dauert an. Um besonders betroffenen Familien zu helfen, hatte der Verein bereits im Mai zu Spenden aufgerufen. Mit 3000 Euro sollten Lebensmittel für rund 200 Familien gekauft werden – als Überbrückung. Denn die zehn Kilogramm Reis, zwei Kilogramm Linsen, ein Liter Öl und eine Packung Salz reichen für circa zehn Tage, hatte Mona Khadka-Schulz vorgerechnet.

Zahnärzte unterstützen Förderverein

Der Aufruf zeigte Wirkung: „Wir haben zahlreiche Spenden in kürzester Zeit erhalten. Das zeigt uns, wie stark der Zusammenhalt ist und wie groß die Bereitschaft, etwas Gutes zu tun. Durch diese schnelle Hilfe konnten wir drei Tage später eine Summe in Höhe von 3000 Euro nach Nepal schicken.“

Die Lebensmittel wurden unter Einhaltung der Hygienevorschriften an die Familien verteilt.

Die Lebensmittel wurden unter Einhaltung der Hygienevorschriften an die Familien verteilt. Foto: Förderverein der Janak-Khadka-Stiftung

Der Aufruf ist auch den Nordwalder Zahnärzten Dr. Stephanus Eckmann , Gereon Ernst und Dr. Heiner Thedieck nicht entgangen, berichtet Khadka-Schulz: „Sie haben uns erneut mit der Zahngoldspenden-Aktion mit 1200 Euro unterstützt.“ Bereits im vergangenen Jahr war der Förderverein der Janak-Khadka-Stiftung von den Zahnärzten bedacht worden.

Dankbarkeit vor Ort ist unbeschreiblich

„Das ist eine tolle Sache, darüber haben wir uns auch sehr gefreut“, sagt Khadka-Schulz über die erneute Spende. Sie, ihre Eltern Durga und Kiran Khadka sowie Sonja Rabaza, die erste Vorsitzende des Fördervereins sind vor Kurzem mit Dr. Stephanus Eckmann, Gereon Ernst und Dr. Heiner Thedieck zu einem Termin zusammengekommen, um über die Situation in Nepal zu sprechen.

Die Nordwalder Zahnärzte Dr. Stephanus Eckmann, Dr. Heiner Thedieck und Gereon Ernst sind mit Mona Khadka-Schulz, ihren Eltern Durga und Kiran Khadka sowie Sonja Rabaza zusammengekommen.

Die Nordwalder Zahnärzte Dr. Stephanus Eckmann, Dr. Heiner Thedieck und Gereon Ernst sind mit Mona Khadka-Schulz, ihren Eltern Durga und Kiran Khadka sowie Sonja Rabaza zusammengekommen. Foto: Förderverein der Janak-Khadka-Stiftung

Die harte Ausgangssperre in dem Land in Südasien ist für zahlreiche Familien problematisch. Viele Eltern der Schulkinder, die der Förderverein unterstützt, sind Tagelöhner. Sie können momentan nicht arbeiten. Es fehlt dadurch das nötige Geld für eine ausreichende Grundversorgung. Die Lebensmittelspenden seien deshalb sehr willkommen, erklärt Khadka-Schulz: „Die Freude und vor allem die Dankbarkeit vor Ort waren unbeschreiblich.“

Lebensmittel reichen für etwa zehn Tage

Weil die Ausgangssperre verlängert wurde, will der Förderverein weiterhin die armen Familien mit Lebensmitteln versorgen. Es sind mittlerweile etwa 230 Familien, die unterstützt werden sollen. 5000 Euro hat der Förderverein noch auf dem Konto. In einem ersten Schritt will er circa 4000 Euro nach Nepal schicken, um die Familien mit weiteren Rationen an Lebensmitteln zu versorgen. Mona Khadka-Schulz geht davon aus, dass diese wieder für etwa zehn Tage reichen. Deshalb hofft sie auf weitere Spenden.

Wer für die Corona-Hilfe für Nepal spenden möchte, kann Geld auf das Spendenkonto des Fördervereins der Janak-Khadka-Stiftung überweisen. Der Verwendungszweck lautet „Corona-Hilfe Nepal“; IBAN: DE59 4035 1060 0073 7081 25; BIC: WELADE1STF (Sparkasse Steinfurt). Der Förderverein weist daraufhin, dass Spenden an ihn steuerlich absetzbar sind.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7464501?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F181%2F
Nachrichten-Ticker