Läufer-Duo sammelt 2800 Euro für die „Sanitäter vor Ort“
Ortswechsel wird zum Glücksfall

Nordwalde -

Bereits zum dritten Mal liefen Peter Hegemann und Kai Schnückler sechs Stunden lang, um Geld zu sammeln. Dieses Jahr lief aber nicht alles wie geplant, die Corona-Krise durchkreuzte die ursprünglichen Pläne der beiden Läufer. Dennoch konnten sie nun 2800 Euro an die „Sanitäter vor Ort“ des DRK überreichen.

Freitag, 10.07.2020, 18:38 Uhr aktualisiert: 11.07.2020, 14:42 Uhr
Spendenübergabe von Kai Schnückler (5.v.l.) und Peter Hegemann (6.v.l.) an die „Sanitäter vor Ort“ des DRK Nordwalde (v.l.): Christian Schlossarek, Benjamin Wensing, Andreas Brey, Mareike Wensing und Tobias Roland.
Spendenübergabe von Kai Schnückler (5.v.l.) und Peter Hegemann (6.v.l.) an die „Sanitäter vor Ort“ des DRK Nordwalde (v.l.): Christian Schlossarek, Benjamin Wensing, Andreas Brey, Mareike Wensing und Tobias Roland. Foto: Vera Szybalski

Ende Mai statt Anfang April, Nordwalde statt Herne: Die Corona-Pandemie hatte die ursprünglichen Pläne von Peter Hegemann und Kai Schnückler durchkreuzt. Beim Sechs-Stunden-Lauf in Herne wollten sie im April Geld für die „Sanitäter vor Ort“ des Deutschen Roten Kreuz Nordwalde erlaufen. Der Lauf wurde coronabedingt abgesagt, also planten Hegemann und Schnückler neu: Am Pfingstsonntag liefen sie sechs Stunden lang „rund um Nordwalde“ und sammelten damit Spenden.

Hegemann und Schnückler hatten dabei jede Menge Unterstützung. „Wir hatten reichlich Begleitung von den ‚Northwood Runners‘“, sagte Schnückler. „Und wir wurden bestens verpflegt vom Roten Kreuz“, ergänzte Hegemann. Der Ortswechsel von Herne nach Nordwalde erwies sich als Glücksfall: „Das war aus der Not heraus geboren, aber im Nachhin­ein die beste Lösung“, sagte Schnückler. Als Laufweg hatten die Läufer die Fünf-Kilometer-Strecke gewählt, die sonst beim Allerheiligenlauf absolviert wird. Auch das war eine gute Wahl: „Auf der Dömerstiege hatte ich Rückenwind. Das hatte ich noch nie“, sagte Schnückler.

2800 Euro für die „Sanitäter vor Ort“

Bei einem Termin im DRK-Heim überreichten die Läufer jetzt das Geld an die „Sanitäter vor Ort“. Bereits zum dritten Mal haben Peter Hegemann und Kai Schnückler diese Art von Spendenlauf veranstaltet. Sponsoren zahlten Geld pro gelaufenem Kilometer. Ein Blick auf die Zahlen in diesem Jahr zeigt: 43 Kilometer in fünf Stunden – dann musste Peter Hegemann einer Verletzung Tribut zollen – und 54 Kilometer in sechs Stunden ergeben in dieser Rechnung eine Summe von 2800 Euro.

Das Geld können die „Sanitäter vor Ort“ des Nordwalder DRK gut gebrauchen, schließlich muss der ehrenamtlich durchgeführte Dienst ohne Kostenerstattungen aus öffentlichen Kassen finanziert werden, also durch Spenden und Mitgliedsbeiträge. Die „Sanitäter vor Ort“ überbrücken die Zeit, bis der Notarzt eintrifft. Schatzmeister Tobias Roland dankte den beiden Läufern, die wiederum den Sponsoren dankten: „Wir mussten ja nur laufen.“

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