FDP Nordwalde unterstützt Martin Sommer
Ein Kandidat mit Erfahrung

Nordwalde -

Wen unterstützen sie als Landratskandidaten – Mathias Krümpel (CDU) oder doch den parteilosen Dr. Martin Sommer? Vor dieser Frage stand die FDP Nordwalde und kam zu einem klaren Ergebnis: Die Liberalen unterstützen Sommer bei seiner Kandidatur.

Mittwoch, 29.07.2020, 18:09 Uhr aktualisiert: 30.07.2020, 15:50 Uhr
Dr. Martin Sommer (2.v.r.) stellte sich bei der FDP Nordwalde vor, die ihm ihre Unterstützung bei seiner Landratskandidatur zusagte (v.l.): Till Neugebauer, Klaus Grummel, Heinz-Dieter Lüning, Frank Wienker und Sascha Hülskötter.
Dr. Martin Sommer (2.v.r.) stellte sich bei der FDP Nordwalde vor, die ihm ihre Unterstützung bei seiner Landratskandidatur zusagte (v.l.): Till Neugebauer, Klaus Grummel, Heinz-Dieter Lüning, Frank Wienker und Sascha Hülskötter. Foto: Vera Szybalski

Als Dr. Martin Sommer im Mai verkündete, dass er doch als Landrat für den Kreis Steinfurt kandidiert, stellte er die Nordwalder FDP vor eine schwierige Aufgabe. Denn der Kreisvorstand der Liberalen hatte sich zuvor bereits entschieden, den CDU-Kandidaten Mathias Krümpel zu unterstützen.

Sommers Ankündigung, als unabhängiger Bewerber ins Rennen um den Landratsposten zu gehen, hatte bei der Nordwalder FDP eine Diskussion ausgelöst. „Mit einem ganz klaren Ergebnis“, sagte Ortsverbands-Vorsitzender Frank Wienker : Sie unterstützen Sommer. „Weil er es kann“, spielte Wienker auf den gleichnamigen Slogan auf Sommers Wahlplakaten an. „Der Meinung sind wir auch.“

Überwiegende Aufgabe: die Behörde führen

Der Vorstand der Nordwalder Liberalen hatte den derzeitigen Kreisdirektor und kommissarischen Landrat des Kreises Steinfurt am Dienstagabend zu einem Gespräch eingeladen. Sommer sprach über seinen Werdegang, der den Bankkaufmann und Juristen vor 19 Jahren in eine Führungsposition beim Kreis Steinfurt führte. Seine „breit angelegte Ausbildung“ sei von Vorteil, „wenn man Landrat werden will“, sagte Sommer.

Ein Landrat übernehme schließlich nicht nur repräsentative Aufgaben, sondern führe überwiegend eine Behörde, die Kreisverwaltung in der etwa 1400 Menschen arbeiten und die Polizei mit circa 650 Beamten. „Dieser Verantwortung kann man besonders gut gerecht werden, wenn man Erfahrung hat. Und die habe ich“, sagte Sommer.

Ich bin der Kandidat des bürgerlichen Lagers, der Kandidat der bürgerlichen Mitte.

Dr. Martin Sommer

Dass er als parteiloser Kandidat antritt, müsse kein Nachteil sein. Bei wechselnden Mehrheiten gehe es darum, an der Spitze eine Person zu haben, die Kompromisse findet. Wo sich das ehemalige CDU-Mitglied politisch verordnet, stellte Sommer am Dienstagabend auch klar: „Ich bin der Kandidat des bürgerlichen Lagers, der Kandidat der bürgerlichen Mitte.“ Es gebe Schnittmengen mit der FDP und der UWG, kleinere auch mit der SPD und den Grünen.

Welchen Themen er sich als Landrat widmen möchte, erläuterte Sommer ebenfalls. Die Digitalisierung zählt dazu: „In der Corona-Krise hat sich gezeigt, welche Chancen mit der Digitalisierung verbunden sind.“ In Sachen Mobilität und Verkehr möchte der Altenberger die Infrastruktur auf der Schiene sowie das Radwegenetz ausbauen. „Ich bin aber kein Gegner des Autos. In ländlichen Regionen wird man nicht auf das Auto verzichten können“, sagte Sommer. Er will als Landrat die Auswirkungen der demografischen Entwicklung abfedern und dem Fachkräftemangel begegnen. Zudem möchte er den Klimaschutz im Kreis weiter vorantreiben.

Stichwahl ist das erste Ziel

Sommer geht davon aus, dass der künftige Landrat mit Engpässen bei zwei wichtigen Ressourcen umgehen muss: beim Personal und beim Geld. „Das ist eine Herausforderung, der sich jeder Landrat stellen muss.“

Den Nordwalder Liberalen dankte Sommer für die Unterstützung. Mit Blick auf die Wahl am 13. September sagte er: „Mein Ziel ist erst mal die Stichwahl. Ich gehe davon aus, dass, wenn ich in die Stichwahl komme, auch eine gute Chance habe.“

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