Kommunalwahl 2020 in Nordwalde
Planungen für zwei Wahlsonntage

Nordwalde -

Wer Bürgermeister von Nordwalde wird, steht am 13. September fest. Dennoch werden die Nordwalder vermutlich zwei Wochen später noch mal ein Kreuz machen können: Wer Landrat des Kreises Steinfurt wird, dürfte erst in einer Stichwahl entschieden werden. Dagmar Hilgenbrink steckt mitten in den Vorbereitungen auf die Kommunalwahl – die ebenfalls von Corona beeinflusst ist.

Freitag, 31.07.2020, 19:47 Uhr aktualisiert: 31.07.2020, 19:50 Uhr
Dagmar Hilgenbrink steckt mitten in den Planungen für die Kommunalwahl am 13. September – und die mögliche Stichwahl.
Dagmar Hilgenbrink steckt mitten in den Planungen für die Kommunalwahl am 13. September – und die mögliche Stichwahl. Foto: Vera Szybalski

In sechs Wochen haben die Nordwalder die Wahl: Wer soll Bürgermeister  werden, wer dem Rat angehören? Auch zu der Frage, wer künftig Landrat im Kreis Steinfurt wird und im Kreistag sitzt, dürfen die Nordwalder am 13. September (Sonntag) ihre Stimme abgeben. Ordnungsamtsleiterin Dagmar Hilgenbrink steckt mitten in den Vorbereitungen auf die Kommunalwahl zu Corona-Zeiten – und plant gleich für zwei Wahlsonntage.

„Wer Bürgermeister wird, wird im ersten Wahlgang entschieden“, sagt Hilgenbrink. Da es mit Amtsinhaberin Sonja Schemmann und Herausforderer Dr. Burkhard Herzig lediglich zwei Kandidaten gibt, kann es keine Stichwahl geben. Wer in den Gemeinderat und den Kreistag einzieht, wird ebenfalls am 13. September feststehen. Anders sieht es bei der Landratswahl aus. Bei fünf Kandidaten für den Posten wird es wahrscheinlich eine Stichwahl geben, die dann am 27. September stattfindet.

Einige andere Wahllokale

Das ist mit einem hohen Aufwand verbunden. Denn die Wahlhelfer müssen nicht nur an einem Sonntag, sondern an zweien bereit stehen. „Wir müssen trotzdem wieder 13 Wahllokale öffnen, auch wenn es wahrscheinlich eine geringere Wahlbeteiligung gibt“, sagt Hilgenbrink. Anders ist es in den zwei Wochen zwischen erstem und zweitem Wahlgang organisatorisch nicht möglich.

Bei der Planung für die Kommunalwahl ist in diesem Jahr sowieso Vieles anders. Das hängt natürlich vor allem, aber nicht nur, mit der Corona-Pandemie zusammen. Einige Nordwalder müssen ein anderes Wahllokal als vor sechs Jahren ansteuern. Dass im Rathaus nicht mehr gewählt werden kann, stand bereits länger fest. Andere Örtlichkeiten, die bei der vergangenen Kommunalwahl als Wahllokal fungierten, standen ebenfalls nicht zur Verfügung. Deshalb geben die Nordwalder im September vor allem in den drei Schulen, aber auch im DRK-Kindergarten, der Jugendbildungsstätte, dem St.-Augustinus-Altenzentrum und der Kreissparkasse ihre Stimme ab.

Die 13 Wahllokale im Überblick

Im Vergleich zur Kommunalwahl im Jahr 2014 haben sich nur wenige Änderungen bei der Einteilung der Wahlbezirke ergeben. Allerdings werden dennoch einige Nordwalder ein anderes Wahllokal als vor sechs Jahren ansteuern.
Wahllokal 1: Gangolfschule
Wahllokal 2: Gangolfschule
Wahllokal 3: Gangolfschule
Wahllokal 4: DRK-Kindergarten
Wahllokal 5: KvG-Gesamtschule
Wahllokal 6: Jugendbildungsstätte
Wahllokal 7: Wichernschule
Wahllokal 8: Jugendbildungsstätte
Wahllokal 9: St.-Augustinus-Altenzentrum
Wahllokal 10: Wichernschule
Wahllokal 11: Kreissparkasse
Wahllokal 12: KvG-Gesamtschule
Wahllokal 13: KvG-Gesamtschule

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Während andere Kommunen noch Wahlhelfer suchen, sieht es in Nordwalde ganz gut aus. Dagmar Hilgenbrink rechnet damit, dass 100 Wahlhelfer benötigt werden: „Das liegt aber auch daran, wie das Infektionsgeschehen sich entwickelt.“ Eventuell müsse noch jemand vor der Tür zum Wahllokal platziert werden.

Ohnehin lässt sich noch nicht alles definitiv sagen. Die Planung muss vielleicht kurzfristig dem aktuellen Corona-Geschehen angepasst werden. Hilgenbrink hofft, dass viele Nordwalder schon vor dem 13. September ihr Kreuz machen – per Briefwahl: „Wir werden ganz explizit darum bitten.“ Besonders Risikogruppen sollen möglichst schon vorab schriftlich mit ihrer Wahlbenachrichtigungskarte die Briefwahl beantragen. Diese muss ausgefüllt und wieder bei der Post eingeworfen werden. Die Unterlagen können auch über einen Link auf der Gemeinde-Homepage, der derzeit noch nicht zur Verfügung steht, beantragt werden. „Das ist 100 Prozent kontaktfrei“, sagt Hilgenbrink.

Noch keine Entscheidung über Wahlparty

In der kommenden Woche wird das Wählerverzeichnis erstellt. Hilgenbrink erwartet, dass den rund 7800 Wahlberechtigten die Benachrichtigungskarte zwischen dem 17. und 22. August zugestellt wird. Ab dem 24. August (Montag) kann dann auch in der Gemeindeverwaltung an der Bisping­allee per Briefwahl gewählt werden. Dafür ist in der Nebenstelle extra ein Büro bereit gehalten worden. Es wird einen speziellen Laufweg geben, damit die Wähler sich möglichst gar nicht begegnen. Die Öffnungszeiten dafür stehen noch nicht fest.

Auf vier Wahlzetteln können die Wähler ihr Kreuz machen. Abstimmen dürfen alle EU-Bürger ab 16 Jahren. Ob die Kandidaten am 13. September an einem Ort feiern können, ist noch unklar. „Eine Wahlparty wie früher kann es nicht geben. Wie und in welcher Form wir etwas machen, müssen wir noch besprechen. Der frisch gewählte Bürgermeister soll die Möglichkeit haben, zu feiern. Das wäre sonst schade“, sagt Dagmar Hilgenbrink, die aber einschränkt: „Corona ist nicht weg.“

Alle Wahlvorschläge zugelassen

Keine Überraschung im Vorfeld der Kommunalwahl: Die Mitglieder des Wahlausschusses haben in ihrer Sitzung am Freitagnachmittag alle eingereichten Wahlvorschläge zugelassen. Für das Amt des Bürgermeisters kandidieren die zwei bekannten Bewerber: Sonja Schemmann und Dr. Burkhard Herzig. In den Gemeinderat wollen mit der CDU, der SPD, der UWG, Bündnis 90 / Die Grünen sowie der FDP nur Parteien und Wählergemeinschaften, die dort bereits vertreten sind. Der Ausschuss stimmte ebenfalls einstimmig dafür, dass auf den Stimmzetteln für die Wahl des Bürgermeisters und der Gemeinde-Vertreter für jeden Wahlbewerber lediglich ein Vorname, nicht mehrere genannt werden.

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