Verwaltung der Gemeinde Nordwalde bekommt ihr erstes Elektroauto
Jungfernfahrt nach Münster

Nordwalde -

Die Gemeinde Nordwalde hat sei Dienstag ihr eigenes E-Auto. Bürgermeisterin Sonja Schemmann nutzte den nagelneuen Renault Zoe am Nachmittag direkt zu einer ersten Dienstfahrt in Richtung Münster. Die Kosten für die Anschaffung des Wagens wurden zu 90 Prozent gefördert.

Dienstag, 04.08.2020, 17:31 Uhr aktualisiert: 05.08.2020, 15:08 Uhr
Nordwaldes Bürgermeisterin Sonja Schemmann (M.) stellte gemeinsam mit Klimaschutzmanagerin Vera Edeling (r.) und Sara Vollrodt vom Kreis Steinfurt das neue Elektroauto der Gemeinde vor: ein weißer Renault Zoe.
Nordwaldes Bürgermeisterin Sonja Schemmann (M.) stellte gemeinsam mit Klimaschutzmanagerin Vera Edeling (r.) und Sara Vollrodt vom Kreis Steinfurt das neue Elektroauto der Gemeinde vor: ein weißer Renault Zoe. Foto: Günter Saborowski

Er hat 35 Kilometer auf dem Buckel und kommt aus Hiltrup. Seine erste dienstliche Jungfernfahrt mit einem amtlichen Würdenträger am Steuer erfuhr der Renault Zoe jedoch erst am Nachmittag, als Sonja Schemmann mit ihm nach Münster zu einem Treffen mit der Bezirksregierung gefahren ist. Elektrisch natürlich, denn die Gemeinde Nordwalde hat mit dem weißen Neuwagen ihr erstes E-Auto in der Garage.

Im Einsatz der Verwaltung, denn „alle Fahrten über weitere Strecken, die wir sonst zum Teil sogar mit privaten Pkw gemacht haben, können wir jetzt mit dem E-Auto machen“, freut sich die Bürgermeisterin über den neuen Flitzer. Innerörtlich sollen weiterhin die verschiedenen E-Bikes genutzt werden, aber wenn es weitere Entfernungen zu meistern gilt, fährt Nordwalde nun klimaneutral.

Zu 90 Prozent wurde der NO 101 (weitere sollen folgen) durch das Programm Kommunaler Klimaschutz NRW, eine Investitionsoffensive für kommunale Liegenschaften und Fuhrparks im Kreis Steinfurt, gefördert. 15 Kommunen im Kreis sollen in den nächsten Jahren bis zu 30 E-Autos bekommen. „Der Bauhof und die Feuerwehr erhalten die nächsten beiden Fahrzeuge“, ergänzt Vera Edeling, die Klimaschutzmanagerin der Gemeinde. Der Neupreis des Wagens beläuft sich auf 32 000 Euro, wovon die Gemeine Nordwalde lediglich 3500 Euro berappen musste.

Aus Gründen er Wiedererkennung soll das bislang nackte, weiße Auto mit dem Logo der Gemeinde ausgestattet werden. Schemmann schließt aber auch eine weitere Beklebung nicht aus.

Um mit dem Fahrzeug richtig umgehen zu können, müssen die Mitarbeiter der Verwaltung zwar ihren Führerschein nicht neu machen, eine Einführung ist allerdings nötig. „Man muss um einiges sensibler mit dem Gaspedal umgehen“, hat Sonja Schemmann das E-Auto schon einmal ausprobiert und dabei festgestellt, dass es abgeht wie „Schmitz Katze“.

Entscheidend für die Wahl des Renault Zoe war unter anderem die Reichweite, denn auch wenn die Gemeinde demnächst eine Wallbox zum Auftanken mit Ökostrom installiert bekommt, ständig tanken fahren will ja auch keiner.

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