Mehr Verkaufsfläche für den Discounter an der Emsdettener Straße
Netto will sich vergrößern

Nordwalde -

Der Netto an der Emsdettener Straße möchte sich vergrößern. Derzeit hat der Discounter gemeinsam mit der Bäckerei eine Verkaufsfläche von 799 Quadratmeter. Das soll sich ändern. „Das Ziel ist es, den Standort des Discounters zu stärken“, sagt Bauamtsleiter Marcus Klaus.

Montag, 31.08.2020, 18:25 Uhr aktualisiert: 01.09.2020, 20:55 Uhr
Der Netto soll die Möglichkeit erhalten, seine Verkaufsfläche zu vergrößern. Derzeit hat der Discounter gemeinsam mit der Bäckerei eine Verkaufsfläche von 799 Quadratmeter.
Der Netto soll die Möglichkeit erhalten, seine Verkaufsfläche zu vergrößern. Derzeit hat der Discounter gemeinsam mit der Bäckerei eine Verkaufsfläche von 799 Quadratmeter. Foto: Vera Szybalski

In den Einzelhandel in Nordwalde kommt Bewegung: An der Umgestaltung des Trendelkamp-Geländes wird bereits seit Jahren gearbeitet. An anderer Stelle will ein Discounter seine Verkaufsfläche vergrößern: Der Netto an der Emsdettener Straße möchte sich erweitern. Das ist aber nur möglich, wenn im Bebauungsplan ein Sondergebiet festgesetzt wird. Die Mitglieder des Planungs-, Bau-, Verkehrs- und Umweltausschusses sprachen sich in ihrer jüngsten Sitzung bereits dafür aus. „Das Ziel ist es, den Standort des Discounters zu stärken“, sagte Bauamtsleiter Marcus Klaus .

Der Netto hatte sich vor sieben Jahren zur Nahversorgung der nördlichen Gemeindeteile an der Emsdettener Straße angesiedelt. Gemeinsam mit der Filiale der Landbäckerei Elshoff hat der Discounter eine Verkaufsfläche von 799 Quadratmeter – und hat damit die maximal zulässige Verkaufsfläche im aktuellen Planungsrecht ausgereizt.

Gutachten liegt noch nicht vor

Wenn im Bebauungsplan ein Sondergebiet festgesetzt wird, kann dem Netto eine größere Verkaufsfläche ermöglicht werden. Es geht bei dem Vorhaben nicht darum, dass sich andere Einzelhändler zusätzlich an dem Standort ansiedeln, sondern „rein um die Verkaufsfläche des Discounters“, sagte Klaus. „Deshalb wird geprüft, um wie viel Quadratmeter er sich vergrößern kann.“

Ein Gutachterbüro ermittelt derzeit, wie viel Verkaufsfläche künftig möglich sein wird. Diese muss zudem noch mit den Behörden und Trägern öffentlicher Belange abgestimmt werden. „Wo wir landen werden, kann ich noch nicht sagen, weil das Gutachten noch nicht vorliegt“, erklärte Marcus Klaus. „Ich denke, wir werden irgendwo zwischen 900 und 1200 Quadratmeter landen.“

Verfahren ist im Anfangsstadium

Die Stärkung der Ortsmitte bezeichnete Bürgermeisterin Sonja Schemmann als „elementar“. Gleichzeitig soll der Netto nicht unter der Umgestaltung des Trendelkamp-Gelände leiden. Eine direkte Verbindung zwischen den beiden Vorhaben gibt es nicht, eine indirekte schon, sagt Marcus Klaus: „Wir möchten den Discounter stärken, um ihn zu erhalten.“

Für heutige Maßstäbe ist die Verkaufsfläche von circa 750 Quadratmeter für einen Discounter nicht groß. Wenn die Politik grünes Licht gibt, und der Netto seine Verkaufsfläche vergrößern kann, müsste vermutlich angebaut werden. Lediglich für eine kleine Erweiterung bietet das Gebäude aktuell Platz. Noch ist das Verfahren aber im Anfangsstadium.

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