Foto-Ausstellung „Dorfansichten“ ist eröffnet
Die Geschichte(n) nicht vergessen

Nordwalde -

Die Idee ist nicht neu, Bilder im ganzen Ort auszustellen. Unter dem Motto „Ein ganzes Dorf wird Galerie“ war Nordwalder schon einmal genau das und ist es jetzt wieder – eine Galerie. Die Foto-Ausstellung trägt den Beinamen „Dorfansichten.“ Bürgermeisterin Sonja Schemmann eröffnete sie nun. Es ist ein passender Zeitpunkt.

Montag, 07.09.2020, 22:16 Uhr
Felix Nordhoff zeigt auf das Bild der Schenkwirtschaft Robert Blümel. Das Foto ist Teil der Ausstellung
Felix Nordhoff zeigt auf das Bild der Schenkwirtschaft Robert Blümel. Das Foto ist Teil der Ausstellung Foto: Vera Szybalski

Es geht um die Geheimnisse, die noch gehütet, um die Geschichten, die noch nicht erzählt sind – dafür soll die Foto-Ausstellung „Dorfansichten“ den Ausgangspunkt bilden. Bürgermeisterin Sonja Schemmann hat sie am Freitagabend eröffnet. In 14 Schaufenstern, überwiegend in der Ortsmitte, hängen jeweils zwei oder drei Fotos. Auf ihnen ist zu sehen, wie das Gebäude ursprünglich ausgesehen hat. Zudem werden die entsprechenden Inhaberfamilien oder Geschäftsbetreiber präsentiert.

„Ganz toll wäre, wenn die Besucher bei einem Rundgang ins Gespräch über die Fotos kommen“, sagte Schemmann. Die Ausstellung könnte so den Ausgangspunkt bilden für ein Buch oder einen Katalog mit einerseits den Fotos und andererseits den Geschichten. Das zumindest wäre Schemmanns Wunsch. „Gerne kann jeder, der sagt, er hat die oder die Erinnerung, uns das zukommen lassen“, sagte die Bürgermeisterin. „Es ist uns wichtig, dass die Besucher uns daran teilhaben lassen. Wir möchten die Geschichten gerne sammeln.“

Nicht viel Zeit von der Idee bis zur Umsetzung

Dass die Idee funktionieren kann, zeigte sich bei der Eröffnung. Coronabedingt waren nur die Geschäftsleute, die die Schaufenster zur Verfügung gestellt haben, dazu eingeladen. Sie sind beim Betrachten der Fotos schnell miteinander ins Gespräch gekommen.

Schon beim Aufhängen der Bilder hatten die ersten Nordwalder Sabine Pelken, die sich in der Gemeindeverwaltung um das Projekt gekümmert hat, auf die Fotos angesprochen. Pelken hatte zuvor viele Stunden bei Felix Nordhoff verbracht und mit ihm die Aufnahmen herausgesucht. „Wir konnten dabei super auf seinen Fundus zurückgreifen“, sagte Schemmann.

Von der ersten Idee bis zur Umsetzung ist nicht viel Zeit vergangen. Die Bürgermeisterin hatte angeregt, die Ausstellung, „die mir persönlich am Herzen liegt“, in Nordwalde zu realisieren. Ganz neu ist sie aber nicht: „Die gibt es schon in anderen Orten.“ Auch in Nordwalde gibt es schon eine Art Vorgänger: die Ausstellung „Starke Frauen – Ein ganzes Dorf wird Galerie“ aus dem Jahr 2015. Schon damals waren Bilder im gesamten Ort ausgestellt. Das ist diesmal nicht anders. Die Foto-Ausstellung läuft deshalb erneut unter dem Motto „Ein ganzes Dorf wird Galerie“, aber mit dem Beinamen „Dorfansichten“.

Passender Zeitpunkt

Eigentlich sei eine Gemeinde nicht unbedingt prädestiniert, eine Ausstellung zu kreieren, sagte Schemmann. Aber in Corona-Zeiten ist eben Vieles ein bisschen anders und mit der Foto-Präsentation sei „etwas ganz Besonderes“ in einem außergewöhnlichen Jahr entstanden. Es ist aber auch ein passender Zeitpunkt. „Die gesamte Ortsmitte wird ihr Gesicht verändern. Ich freue mich darauf“, sagte Schemmann. „Aber man darf nicht vergessen, wie es mal ausgesehen hat.“

Die Ausstellung ist selbsterklärend. Sie ist als Rundgang konzipiert. Jeder Besucher kann mit einem Flyer, die in den Geschäften und der Gemeindeverwaltung ausliegen, die 14 Standorte abschreiten. Bis mindestens Ende des Jahres ist die Ausstellung im Dorf zu sehen. Wie es danach weitergeht, steht noch nicht fest. Eine Möglichkeit ist, dass die Fotos dann in der Gemeindeverwaltung an der Bispingallee ausgestellt werden.

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