Bürgermeisterin Sonja Schemmann mit deutlichem Vorsprung wiedergewählt
CDU verteidigt absolute Mehrheit

Nordwalde -

Für die CDU ist es ein klarer Wahlerfolg: Die Christdemokraten verteidigen nicht nur ihre absolute Mehrheit im Gemeinderat, sondern Bürgermeisterin Sonja Schemmann wurde mit 72,04 Prozent auch deutlich wiedergewählt. Die Grünen und die FDP haben Stimmen hinzugewonnen, deutlich verloren hat die SPD.

Sonntag, 13.09.2020, 22:56 Uhr
Freude bei Sonja Schemmann und ihrer Familie: Die Nordwalder bestätigten die Bürgermeisterin mit 72,04 Prozent im Amt. Herausforderer Dr. Burkhard Herzig erhielt lediglich 27,96 Prozent der Stimmen.
Freude bei Sonja Schemmann und ihrer Familie: Die Nordwalder bestätigten die Bürgermeisterin mit 72,04 Prozent im Amt. Herausforderer Dr. Burkhard Herzig erhielt lediglich 27,96 Prozent der Stimmen. Foto: Vera Szybalski

Die CDU bleibt eine Macht in Nordwalde: Die Ratsfraktion holte erneut 14 Sitze und behält damit die absolute Mehrheit. Bürgermeisterin Sonja Schemmann (CDU) wird mit 72,04 Prozent wiedergewählt und liegt damit deutlich vor ihrem Herausforderer Dr. Burkhard Herzig , der 27,96 Prozent der Stimmen auf sich vereinte. Zu den Wahlgewinnern dürfen sich auch die Grünen zählen, die künftig mit doppelt so vielen Mitgliedern im Gemeinderat vertreten sind wie bislang. Die FDP gewinnt ebenfalls ein Mandat hinzu. Die SPD verliert zwei Sitze. Die UWG holt erneut drei Mandate.

„Ich freue mich darüber“, sagte Sonja Schemmann nach ihrer Wahl. „Das bestätigt die Arbeit der letzten Jahre und ist gut für die Arbeit der nächsten Jahre.“ Das Ergebnis spreche für sich, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Tobias Elshoff über Schemmanns Wiederwahl: „Das ist ein super Ergebnis. So richtig gezogen hat der Gegenkandidat nicht.“ Ohne Kontrahenten hatte die Bürgermeisterin vor sechs Jahren ihre Wahl mit 79,6 Prozent gewonnen.

CDU holt wieder 14 Sitze

Getrübte Stimmung herrschte angesichts des deutlichen Vorsprungs der Amtsinhaberin bei Herausforderer Herzig und seinen Unterstützern von der SPD, UWG und den Grünen. „Es ist immer schwierig, gegen die Amtsinhaberin anzutreten“, sagte Herzig. „Ich bereue es aber nicht, angetreten zu sein. Ich stehe auf dem Standpunkt, die Bürger müssen eine Auswahl haben.“ Mit seinem Wahlergebnis von unter 30 Prozent war er nicht zufrieden: „Ich hätte mir ein bisschen mehr gewünscht.“ Die Corona-Pandemie bezeichnete Herzig als „unglücklichen Umstand“: „Sich als Herausforderer bekannt zu machen, war fast nicht möglich.“

Im Gemeinderat kann die CDU weiter auf ihre absolute Mehrheit bauen. Im Vergleich zur vergangenen Wahl haben die Christdemokraten nur unwesentlich an Prozentpunkten verloren. Viel wichtiger ist, dass sie die gleiche Anzahl an Mandaten wieder geholt haben. „14 Sitze – das ist top“, sagte Elshoff. „Damit habe ich nicht gerechnet. Das ist ein Wahnsinnsergebnis.“ Mit Blick auf die FDP ergänzte Elshoff: „Unser Partner hat auch wieder einen Sitz mehr.“

Für Frau Schemmann werden das fünf unangenehme Jahre.

Jörg Ebbing

Damit können die beiden Parteien im Rat auf eine stabile Mehrheit setzen. Die Opposition aus Grünen, SPD und UWG hat damit ein Ziel klar verfehlt: Die absolute Mehrheit der CDU zu knacken. Über den Zuwachs an zwei Sitzen herrschte deshalb bei Grünen-Ortsverbandssprecher Jörg Ebbing auch nur geteilte Freude: „Wir hätten die Prozente gerne von anderen Parteien geholt.“

Die Verbesserung um 5,8 Prozent schätzte Ebbing zwar als „Bestätigung unserer Arbeit“ ein, dennoch waren die Grünen auch mit ihrem eigenen Ergebnis nur bedingt zufrieden: „Wir hatten uns ein bisschen mehr erhofft.“ Mit den vier Sitzen haben sie ihre Anzahl an Mandaten nicht nur verdoppelt, sondern sind an UWG und SPD vorbeigezogen und jetzt zweitstärkste Kraft im Rat. „Wir haben eine Top-Mannschaft“, sagte Ebbing und richtete gleich eine Kampfansage an die Bürgermeisterin: „Für Frau Schemmann werden das fünf unangenehme Jahre.“

SPD richtet Blick nach vorne

Der Wahlverlierer ist die SPD, die künftig nur noch mit drei statt fünf Politikern im Rat vertreten ist. Auf das Ergebnis wollte SPD-Ortsvereinsvorsitzende Annette Bösert nicht detailliert eingehen, sie richtete lieber den Blick nach vorne: „Nach der Wahl ist vor der Wahl. Das ist Ansporn für die nächsten fünf Jahre. Natürlich erhofft man sich immer etwas mehr.“

Das galt auch für die UWG, die fast das gleiche Ergebnis wie 2014 eingefahren hat. „Wir wollten einen Sitz mehr holen“, sagte Vorsitzender Dr. Rudolf Fischer. Mit Blick auf die Mehrheitsverhältnisse im Rat sagte er: „Es ist noch schlechter als vorher. Das Ziel, die absolute Mehrheit zu brechen, ist völlig verfehlt worden.“

Bei der FDP herrschte Freude über den Stimmenzuwachs. „Wir sind zufrieden. Das ist genau das, was wir erreichen wollten“, sagte Ortsverbandsvorsitzender Frank Wienker. „Die zwei Sitze sind für uns ein sehr großer Erfolg. Wir sind jetzt in der Lage, das umzusetzen, was wir vorher gesagt haben.“

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