Nordwalder Herbstrummel ist ins erste Wochenende gestartet
Das etwas andere Kirmes-Erlebnis

Nordwalde -

Seit Donnerstag drehen sich in Nordwalde Karussells. Der Herbstrummel auf dem Gelände von Hidding Events ist in das erste Wochenende gestartet. Es ist ein etwas anderes Kirmes-Erlebnis. Wer Karussell fährt, muss eine Maske tragen. Auf ihre Kosten kommen Kirmesfans trotzdem.

Samstag, 26.09.2020, 07:37 Uhr aktualisiert: 26.09.2020, 07:40 Uhr
Auf dem Gelände von Hidding Events drehen sich derzeit die Karussells.
Auf dem Gelände von Hidding Events drehen sich derzeit die Karussells. Foto: Vera Szybalski

Der Geruch von Crêpes und Zuckerwatte liegt in der Luft, in der Gondel des Karussells „Extrem“ kreischen die Jugendlichen, wenn sie mehr als 40 Meter in die Luft transportiert werden und im kleinen Feuerwehrauto drehen die jüngsten Besucher ihre Runden. Für wen das eine Kirmes ausmacht, der kommt beim Nordwalder Herbstrummel auf seine Kosten – trotz Corona, trotz Abstandsregeln, trotz Maske beim Karussellfahren.

Am Donnerstag hat der Pop-Up-Freizeitpark auf dem Gelände von Hidding Events seine Türen geöffnet. Es ist ein etwas anderes Kirmes-Erlebnis. Wer auf das Areal möchte, muss zuerst einen Zettel mit seinen Daten ausfüllen. Security-Personal passt auf, dass alles friedlich bleibt. Die typischen Getränkestände hier und da als Treffpunkt gibt es nicht, dafür einen großen Gastronomiebereich. Viele Besucher tragen ihre Maske die ganze Zeit, während sie mit Freunden oder Familie über das Gelände schlendern.

Veranstalter hoffen auf gutes Wetter

Am Freitagnachmittag füllt sich das weitläufige Areal nach und nach. „Es hat ruhig angefangen“, sagt Philipp Heitmann vom Schaustellerverband Münsterland, der den Nordwalder Herbstrummel veranstaltet, über den ersten Tag. „Der Donnerstag ist im Münsterland aber auch kein Kirmestag.“ Die Erfahrung hat der Schaustellerverband bereits in Telgte gemacht, wo er Anfang September einen Pop-Up-Freizeitpark auf die Beine gestellt hatte. Heitmann hofft, dass am Wochenende und bei der zweiten Auflage in der kommenden Woche noch einige Besucher hinzukommen: „Dafür muss das Wetter mitspielen.“

Nordwalder Herbstrummel

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  • Der Nordwalder Herbstrummel ist ins erste Wochenende gestartet. Wer Karussell fahren möchte, wie hier im Musikexpress, muss dabei eine Maske tragen.

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  • Bei den jüngeren Besuchern gibt es eine Ausnahme: Kleine Kinder müssen keine Maske tragen, auch nicht beim Entenangeln.

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  • Kinderkarussells und Co. dürften am Wochenende einige Familien anlocken.

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  • Auf die Gesundheit und die Sicherheit wird geachtet: Wer das Gelände betritt, muss vorher einen Zettel mit seinen Daten ausfüllen. Security-Personal passt auf, dass alles friedlich bleibt.

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  • Hände desinfizieren, bevor Popcorn, Zuckerwatte und andere Süßigkeiten verzehrt werden: Das ist möglich, weil der Veranstalter mehrere Desinfektionsspender aufgestellt hat.

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  • Für Kirmesfans hat der Herbstrummel einige Fahrgeschäfte im Angebot. . .

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  • . . . wie „Flying Swing“ . . .

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  • . . . und „Extrem“.

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  • Nicht nur die Besucher, auch die Schausteller und Budenbesitzer tragen Maske, wenn sie nicht anders, etwa durch eine Plexiglasscheibe, geschützt sind.

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  • Das Fahren im Autoscooter macht mit Maske nicht weniger Spaß. . .

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  • . . . das gilt auch für diesen „Scheibenwischer“.

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  • Damit auch die jüngsten Besucher auf ihre Kosten kommen, gibt es mehrere Kinderkarussells.

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  • Auf die Abstansregeln und Hygienevorschriften werden die Besucher mit Schildern hingewiesen.

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  • Eindrücke vom Nordwalder Herbstrummel

    Foto: Vera Szybalski
  • Eindrücke vom Nordwalder Herbstrummel

    Foto: Vera Szybalski
  • Eindrücke vom Nordwalder Herbstrummel

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  • Eindrücke vom Nordwalder Herbstrummel

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  • Eindrücke vom Nordwalder Herbstrummel

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  • Eindrücke vom Nordwalder Herbstrummel

    Foto: Vera Szybalski
  • Eindrücke vom Nordwalder Herbstrummel

    Foto: Vera Szybalski

Wer kommt, verlasse den Nordwalder Herbstrummel vor allem in einem Gemütszustand, den Heitmann als „bestens zufrieden“ beschreibt: „Die meisten sind froh, dass sie wieder aus dem Haus kommen.“ Für Kirmesfans gibt es im Corona-Jahr nicht viele Möglichkeiten, im Münsterland Karussell zu fahren. In Telgte war das der Fall, in Nordwalde ist es das derzeit und bald ziehen die Schausteller weiter nach Münster.

Herbstrummel hat noch sechs Tage geöffnet

Momentan können die Nordwalder und Gäste aus den Nachbarkommunen aber das Kirmes-Erlebnis an der Gildestraße haben. An sechs Tagen drehen sich Musikexpress, Kinderkarussell und Autoscooter noch.

Der Herbstrummel hat am heutigen Samstag und morgigen Sonntag jeweils von 11 bis 22 Uhr geöffnet. Vom 1. bis 4. Oktober öffnet er an der Gildestraße 8 erneut seine Türen (donnerstags und freitags je von 14 bis 22 Uhr und samstags und sonntags je von 11 bis 22 Uhr). Der Eintritt kostet einen Euro. Für die Fahrgeschäfte muss extra bezahlt werden.

Überblick über die aktuellen Corona-Verordnungen in NRW

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  • Die Landesregierung hat die Coronaverordnungen für Nordrhein-Westfalen erneuert. Sowohl mit Lockerungen als auch Verschärfungen soll die Corona-Pandemie weiterhin im Griff behalten werden. Bis vorerst zum 30. September gelten folgende Regeln:

    Foto: dpa
  • Bußgeld für Maskenverweigerer

    Das Bußgeld für Menschen, die in öffentlichen Bussen und Bahnen den Mund-Nasen-Schutz nicht tragen bleibt in NRW bei 150 Euro. Und damit über den bundesweiten Mindestsätzen. 

    Foto: dpa
  • Maskenpflicht im Unterricht wird ausgesetzt

    Lockerungen gibt es in den Schulen: Während die Maskenpflicht auf dem Schulgelände und außerhalb der Klassen bestehen bleibt, können Schüler den Mund-Nasen-Schutz im Unterricht absetzen. Diese Neuregelung gilt ab dem 1. September. Außerdem können Beschäftigte in Schulen und Kitas weiterhin kostenlose Tests machen. 

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  • Entscheidungen über Weihnachtsmärkte 

    Eine allgemeine Entscheidung über Weihnachts- und Wochenmärkte ist in NRW noch nicht gefallen. Während der Weihnachtsmarkt am Kölner Dom bereits abgesagt wurde, will die Stadt Münster trotz der Corona-Pandemie ihre Weihnachtsmärkte im Advent durchführen. Der Runde Tisch dazu einigte sich auf strenge Vorgaben.

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  • Test-Pflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten

    Einreisende aus Risikogebieten müssen sich grundsätzlich 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben. Sie entfällt frühestens ab dem fünften Tag, falls dem Gesundheitsamt ein negatives Corona-Testergebnis vorgelegt werden kann, das nicht älter als 48 Stunden ist. Die Tests sind für Rückkehrer aus Ländern, die das Robert Koch-Institut als Corona-Risikogebiet einstuft, in jedem Fall Pflicht.

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  • 50 Euro Bußgeld bei Maskenverstößen

    Die drei Grundregeln Abstand halten, Mund-Nasenschutz tragen und Nachverfolgbarkeit der Infektionsketten sicherstellen gelten unverändert weiter. Neu ist, dass bei Verstößen gegen die Maskenpflicht etwa in Supermärkten ein Bußgeld von 50 Euro fällig wird.

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  • Private Feiern

    Es bleibt dabei: Zu privaten Festen aus einem besonderen Anlass wie zum Beispiel Geburtstage, Taufen, Hochzeiten und Abschlussfeiern sind 150 Gäste erlaubt. Diese Regelung gilt seit dem 15. Juli. Bei privaten Feiern in den eigenen vier Wänden verzichtet die Landesregierung auf Begrenzungen, appelliert aber an die Verantwortung der Menschen. 

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  • Großveranstaltungen bleiben verboten

    Großveranstaltungen bleiben bis zum 31. Dezember 2020 generell untersagt. Der Begriff „Großveranstaltung“ bezieht sich dabei nicht auf die Personenzahl, sondern „auf die Infektionsrelevanz der Veranstaltung“, wie es die Landesregierung formuliert. gemeint sind etwa Schützenfeste, Straßenfeste und Musikfestivals.

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  • Regeln für Veranstaltungen

    Das Genehmigungsverfahren für Veranstaltungen wird neu geregelt. Ab einer Teilnehmerzahl von 1000 Menschen sind die jeweiligen Kommunen zur individuellen Absprache mit dem Land verpflichtet.

    Neu ist zudem eine Regelung für Veranstaltungen mit mehr als 500 teilnehmenden Personen. Dort muss sichergestellt werden, dass auch An- und Abreise unter Einhaltung der Belange des Infektionsschutzes erfolgen können. Diese Regelungen gelten für alle Veranstaltungen, die ab dem 12. September 2020 stattfinden.

    Grundsätzlich gilt, dass es für Veranstaltungen ein Hygiene- und Infektionsschutzkonzept geben muss.

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  • Regeln für SportveranstaltungenAb dem 16. September 2020 dürfen bei Sportveranstaltungen oder bei Wettbewerben wieder mehr als 300 Zuschauer anwesend sein, sofern ein besonderes Hygiene- und Infektionsschutzkonzept vorgelegt wird. Bei mehr als 1.000 Zuschauern gilt – wie auch bei sonstigen Veranstaltungen – eine Obergrenze von einem Drittel der Kapazität der Sportstätte. Auch die Regelung zur Anzahl von Teilnehmenden bei nicht kontaktfreiem Sport wurde zugunsten von Sportarten mit außergewöhnlichen Mannschaftsgrößen dahingehend erweitert, dass nun alle Spielerinnen oder Spieler, die die jeweilige Sportart erfordert, am Spiel teilnehmen können – auch wenn sie die Höchstzahl von 30 überschreitet. Damit setzt die Landesregierung um, was in der vergangenen Woche bei einem gemeinsamen Gipfel mit Vertreterinnen und Vertretern von Sportvereinen und Verbänden beschlossen wurde. Besondere Regelungen gelten im Rahmen eines Probebetriebes für bundesweite Teamsportveranstaltungen.

    Foto: Sven Thiele
  • Frühwarn-Ampel

    Um einen zweiten Lockdown zu verhindern gilt jetzt eine zweistufige „Corona-Bremse“.

    Stufe Gelb: Bei einer Überschreitung von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen müssen lokal Schutzmaßnahmen ergriffen werden. Diese müssen mit dem Landeszentrum Gesundheit und der Bezirksregierung abgestimmt werden. 

    Stufe Rot: Überschreitet diese 7-Tage-Inzidenz den Wert von 50, kommen weitere - mit dem Landesgesundheitsministerium abzustimmende - Maßnahmen hinzu.

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