Männerexerzitien der Kirchengemeinde
Eucharistie an besonderen Orten

Nordwalde -

Elf Männer aus der Kirchengemeinde St. Dionysius machten sich auf zu Exerzitien in den Westerwald. Dabei feierten sie oft Eucharistie unter freiem Himmel.

Donnerstag, 01.10.2020, 10:52 Uhr
Elf Männer aus der Kirchengemeinde St. Dionysius machten sich auf zu Exerzitien. Dabei feierten sie oft Eucharistie unter freiem Himmel.
Elf Männer aus der Kirchengemeinde St. Dionysius machten sich auf zu Exerzitien. Dabei feierten sie oft Eucharistie unter freiem Himmel.

„Ich bin da, wo du bist“ – unter diesem Motto machten sich elf Männer auf zu Exerzitien nach Dernbach. Im Kloster Maria Hilf galten selbstverständlich Corona-Regeln – Abstand halten und Mund-Nasen-Schutz erwiesen sich schon als Alltag. Gemeinsam mit Pfarrer Blaise Emebo verbrachten die Männer einmal mehr Zeit mit dem Gebet.

Sie feierten Eucharistie an besonderen Orten, oft unter freiem Himmel. Denn nach dem Morgengebet und nach dem Frühstück ging es jeden Tag mit leichtem Gepäck, Wanderstab und Proviant raus in die Natur. „Corona war natürlich Thema der Impulse, die von Klaus Allendorf vorbereitet wurden“, schreiben die Veranstalter im Pressetext.

Da ging es um das Vertrauen auf Gott, denn die Welt dreht sich weiter, das haben Krisen wie die Pest im Mittelalter oder der Erste und Zweite Weltkrieg gezeigt, um nur wenige Beispiele zu nennen. „Als der Lockdown kam, nichts ging mehr, nicht einmal der Besuch der Heiligen Messe an Ostern, da wurde einem klar, da fehlt etwas, das Wort Gottes, die Eucharistie und vor allem die Gemeinschaft, in der das Evangelium weiter erzählt wird“, heißt es weiter.

Das kam auch beim Gottesdienst, vorbereitet von Andreas Feld, zum Ausdruck. Menschen, die den Glauben weitergeben, die Zeugnis geben so wie die Apostel damals, sind das Fundament auf der die Kirche steht. „Leider ist dieses Fundament brüchig geworden“, schreiben die Veranstalter. Die Kirche hat durch Missbrauchsfälle und durch Finanzskandale viel Vertrauen verspielt. Gerade dann sei es wichtig, sich selber auf den Weg zu machen.

Die Kirche sei manchem Gegenwind ausgesetzt. „Gerade in solchen Stürmen brauchen wir Menschen mit der Festigkeit von Felsen in der Brandung“, heißt es im Pressetext. Zu allen Zeiten beginne die Erneuerung der Kirche mit Christen, die sich aus Leidenschaft und Liebe für die Sache Jesu einsetzen. Nicht zusehen, sondern hinsehen; nicht (nur) kritisieren, sondern engagieren; nicht lamentieren, sondern motivieren. Das war der Tenor der Männerexerzitien: „Jesus ist mit den Menschen auf dem Weg. Man kann ihn spüren – man muss es nurzulassen.“

Einen Ausflug machten die Männer nach Schönstatt, nähe Vallendar. In Koblenz, wo Rhein und Mosel zusammenfließen, ging es mit der Seilbahn hinauf zur Festung Ehrenbreitstein. Aus der Panoramakabine gab es einen spektakulären Blick ins „Obere Mittelrheintal“. Zum Abschluss feierten alle Eucharistie in der Klosterkirche. Zuhause gab es noch ein Abschlussgebet, wegen Corona vor der Kapelle der Schutzheiligen in der Feldbauerschaft.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7611029?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F181%2F
Nachrichten-Ticker