Tag des offenen Denkmals auf dem Bispinghof
Kultur unter der Linde

Nordwalde -

Beim Tag des offenen Denkmals auf dem Bispinghof gab es Tanz-Vorführungen, Clown-Auftritte und Matthias Grenda von der Gesellschaft für biografische Kommunikation zeigte seine Bibliografie-Bibliothek. Außerdem gab es ein Konzert zum Beethovenjahr.

Donnerstag, 01.10.2020, 11:02 Uhr
Beim Tag des offenen Denkmals auf dem Bispinghof gab es Tanz-Vorführungen, Clown-Auftritte (kl. Bild, r.) und Matthias Grenda (kl. Bild, l.) zeigte seine Bibliografie-Bibliothek
Beim Tag des offenen Denkmals auf dem Bispinghof gab es Tanz-Vorführungen, Clown-Auftritte (kl. Bild, r.) und Matthias Grenda (kl. Bild, l.) zeigte seine Bibliografie-Bibliothek Foto: ter

Ein bisschen Kreativität und Kultur kann trotz Corona stattfinden. Das nutzten die Besucher am Sonntagnachmittag auf dem Bispinghof . Zum Tag des offenen Denkmals plus Konzert zum Beethovenjahr hatten Bürgerstiftung und Förderverein Bispinghof eingeladen.

Zuerst hieß es für alle Besucher, Name und Adresse zu hinterlegen. Maske war Pflicht beim Herumwandern. Hinter dem Herrenhaus auf der Wiese hatten die Kinder ihren Spaß mit Clownerien. Während die Besucher gemütlich bei Kaffee und Kuchen saßen, kämpfte die Clownin mit dem französischen Akzent und der eleganten Puschelfrisur mit ihrer Picknickdecke.

Im Herrenhaus präsentierte Matthias Grenda von der Gesellschaft für biografische Kommunikation seine Biografie-Bibliothek. Von Rapper Bushido über Autor Karl May bis zu Schauspieler Peter Weck sind dort die Lebensschilderungen zu finden. Zusammen mit Roswitha Krusch-Oest, Vorsitzende der Bürgerstiftung, hielt Grenda einen Vortrag zum Thema „Vom Schulzenhof des Bischofs von Münster zum biografischen Gedächtnis des Ortes Nordwalde und der Region Münsterland“.

„Ode an die Freude – Wir feiern das Beethovenjahr“ hieß es anschließend. Förderverein und Arbeitskreis Faire Woche luden zum Konzert unter der Linde ein. Die Musiker Plamen Hidjov und Anna Tyksinska-Hidzowa hatten ein hervorragend besetztes Programm organisiert. Zum vierten Mal wurde unter der Linde vor dem Herrenhaus musiziert. „Seit dem letztem Jahr liefen die Planungen und dann kam Corona“, schilderte Annette Quint-Hellenkamp vom Förderverein. Die Idee, die Konzerte unter der Linde stattfinden zu lassen, sei dann von ihrem Mann Manfred Hellenkamp gekommen. Mit Unterstützung von Volksbank und Sparkasse wurden die Konzerte möglich gemacht. „Ich freue mich, dass so viele Konzertliebhaber hier sind“, betonte Quint-Hellenkamp.

Ivo Hidschoff übernahm die Moderation des Konzertes. Er wusste zu allen Stücken interessante Details aus Beethovens Leben zu erzählen. So habe zwar Goethe den Text zu „Mignon“ geschrieben, aber bei dem einzigen Treffen beider Künstler sei nicht unbedingt Sympathie entstanden. Gesungen wurde das Lied von Katharina Brodesser (Sopran). Mucksmäuschenstill lauschten die Zuhörer, als Plamen Hidjov mit seinem beeindruckenden Bass „In dieses Grabes Dunkel“ anstimmte. Am Klavier begleitet von seiner Frau Anna Tyksinska-Hidzowa.

„Fast taub und frustriert komponierte Beethoven eine Melodie aus vier Tönen“, erinnerte Hidschoff. Daraus entstand die „Sturmsonate“. Gespielt wurde sie am Klavier von Antonia Kaarpa und tänzerisch dargestellt durch Natascha Baastron.

Weitere Werke, wie etwa die Arie des Rocco, gesungen von Hidjov, aus Beethovens einziger Oper „Fidelio“, begeisterten die Zuhörer. Anna Meyknecht (Klavier) ergänzte den musikalischen Genuss mit der Sonate f-moll op. 57 „Appassionata“ 1. Allegro assai. Das Publikum bedankte sich mit reichlich Applaus.

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