63 488 Kilometer beim „Stadtradeln“ gesammelt
Mehr als einmal um die Welt

Nordwalde -

Es war das erste Mal, dass sich die Gemeinde Nordwalde am „Stadtradeln“ beteiligt hat – und das sehr erfolgreich. 335 Fahrradfahrer sind in den drei Aktionswochen im September 63 488 Kilometer gefahren. „Das ist richtig, richtig gut“, sagt Klimaschutzmanagerin Vera Edeling.

Dienstag, 06.10.2020, 18:39 Uhr
Klimaschutzmanagerin Vera Edeling (l.) und Bürgermeisterin Sonja Schemmann bedanken sich bei den Fahrradfahrern, die sich am „Stadtradeln“ beteiligt haben.
Klimaschutzmanagerin Vera Edeling (l.) und Bürgermeisterin Sonja Schemmann bedanken sich bei den Fahrradfahrern, die sich am „Stadtradeln“ beteiligt haben.

Es war eine Premiere, der man unumwunden das Prädikat „gelungen“ zuschreiben kann: Die Gemeinde Nordwalde hat sich erstmals am „Stadtradeln“ des Klima-Bündnisses beteiligt. Fahrradfahrer, die in Nordwalde leben, arbeiten, zur Schule gehen oder einem Verein angehören, haben im September drei Wochen lang Radkilometer gesammelt – und das sehr erfolgreich. 63 488 Kilometer sind die 335 Radler gefahren. „Das ist richtig, richtig gut“, findet Klimaschutzmanagerin Vera Edeling , die die Aktion begleitet hat. Damit hat die Gemeinde 9,333 Tonnen CO vermieden.

Edeling hat in den vergangenen Tagen noch die handschriftlich geführten Radelprotokolle nach und nach in die Datenbank eingetragen, sodass sich die Gesamtzahl immer noch mal wieder aktualisiert hat. Zwischenstände waren auf der Internetseite immer abzulesen, da waren die Kilometer aus den Radelprotokollen aber eben noch nicht integriert. Zuletzt kamen alleine mehr als 5000 Kilometer vom Team der Kfd dazu. Edeling hatte fünf Tage vor dem Ende der Aktionswochen alle angeschrieben und motiviert, die 40 000-Kilometer-Marke zu knacken – es also quasi einmal um den Äquator zu schaffen.

Radelprotokolle werden in Datenbank eingepflegt

„Ich habe gedacht, die 40 000 Kilometer schaffen wir auf jeden Fall“, sagt Vera Edeling. Dass es sogar 63 488 Kilometer geworden sind, hat ihre Erwartungen aber übertroffen. „Ich finde es ganz toll, dass sich so viele engagiert haben.“ Zwischen Fahrradfahrern, die knapp zehn Kilometer zurückgelegt haben, und vier Personen, die jeweils mehr als 1000 Kilometer geradelt sind, war alles dabei.

Die letzten Radelprotokolle können heute noch eingereicht werden. Leichte Veränderungen in der Statistik sind also noch möglich. Im Vergleich mit anderen Kommunen unter 10 000 Einwohnern in Nordrhein-Westfalen schlägt sich Nordwalde derzeit sehr gut. Die Gemeinde belegt in dem Ranking Platz zwei.

Denn es geht ja auch darum, dass die kurzen Strecken möglichst mit dem Fahrrad zurückgelegt werden.

Vera Edeling

Ein Blick auf die interne Statistik zeigt: Das Offene Team von Vera Edeling, in dem jeder mitfahren konnte, hat mit mehr als 10 000 insgesamt am meisten Kilometer gesammelt. Dahinter rangieren die Kardinal-von-Galen-Gesamtschule und die Kfd. Zudem sind einige kleinere Teams, wie ein Zweier-Team (695 Kilometer pro Kopf), ein Team aus zwei Familien (512 Kilometer pro Kopf), die Radtourfreunde (471 Kilometer pro Kopf) und der Familienkreis (447 Kilometer pro Kopf), viel Rad gefahren.

Mehr Bewusstsein für den Radverkehr geschaffen

Bewerten möchte Vera Edeling die Ergebnisse gar nicht. Wenn jemand täglich den einen Kilometer zur Arbeit mit dem Fahrrad statt dem Auto gefahren sei, sei das ja auch ein Erfolg. „Denn es geht ja auch darum, dass die kurzen Strecken möglichst mit dem Fahrrad zurückgelegt werden“, sagt die Klimaschutzmanagerin. Mit dem „Stadtradeln“ wurde Bewusstsein dafür geschaffen, wie das Fahrrad im Alltag (noch mehr) genutzt werden kann. Die Aktion habe motiviert, hat Edeling als Rückmeldung von Teilnehmern gehört: „Ein paar haben mir gesagt, sie fahren jetzt einfach weiter, solange das Wetter noch gut ist.“

Und vielleicht können sie dann im kommenden Jahr wieder beim „Stadtradeln“ in Nordwalde Kilometer sammeln. Eine Entscheidung, ob die Gemeinde sich erneut beteiligt, ist noch nicht gefallen, sagt Edeling: „Ich persönlich wäre auf jeden Fall dabei. Nachdem wir so viele Kilometer gesammelt haben, ruft das ja eigentlich nach einer Fortsetzung.“

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