Entwicklung der Fläche des ZOB / Heimatmuseum-Geländes
Ein Thema für den neuen Rat

Nordwalde -

Wie wird das ZOB-Gelände künftig aussehen? Ideen dafür gibt es viele, eine Entscheidung noch nicht. Mit dem Thema soll sich der neue Gemeinderat befassen, aber auch Bürger, Städteplaner, Architekten und Investoren.

Donnerstag, 08.10.2020, 17:12 Uhr

Die einen stellen sich eine Einfamilienhausbebauung vor, die anderen würden die gesamte Fläche verkaufen, wieder andere einen einzigen großen Bürgerpark daraus machen: Die Ideen für die Entwicklung des ZOB / Heimatmuseum-Geländes sind vielfältig. Ein mögliches Konzept für das 4400 Quadratmeter große Areal hatte Architekt Reinhard Herrmann im Planungs-, Bau-, Verkehrs- und Umweltausschuss vorgestellt. Seitdem sind bei der Gemeindeverwaltung noch weitere Konzepte eingegangen beziehungsweise angekündigt worden.

Die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses sprachen sich in ihrer Sitzung am Dienstagabend auf Vorschlag der Verwaltung dafür aus, das Thema von der Tagesordnung der Ratssitzung am Donnerstag zu nehmen. „Wir haben ja noch Zeit“, sagte Bürgermeisterin Sonja Schemmann . Die Verwaltung sammelt noch bis Ende Oktober Vorschläge für den Bürgerpark. Das Heimatmuseum kann momentan auch noch nicht an den neuen Standort umziehen. „Wir können in Ruhe sagen: Der neue Rat soll sich dieses Themas annehmen“, meinte Schemmann.

Verschiedene Fragen noch offen

Das traf auf Zustimmung bei den Fraktionen. Bereits im Planungsausschuss hatte Ursula Grothe (SPD) den Wunsch geäußert, noch das Konzept des zweiten Interessenten zu sehen, der bei der Sitzung verhindert war. „Das ist mir sehr lieb, dass das der neue Rat entscheidet“, sagte Grothe im Hauptausschuss. Klaus Kormann (Grüne) war ebenfalls „sehr froh, dass jetzt kein Entschluss gefasst werden soll“. Tobias Elshoff (CDU) und Klaus Grummel (FDP) sahen es ähnlich. „Das ist ein Filetstück, über das man sich gut Gedanken machen muss“, sagte Grummel.

Grundlage für die Planungen ist das Städtebauliche Entwicklungskonzept Ortsmitte. Es soll eine einheitliche Gestaltung für das ZOB-Gelände, den Amillyplatz und den Rathausvorplatz erarbeitet werden. Die Weichen dafür muss der neue Gemeinderat, der sich Anfang November konstituiert, stellen.

„Mit der Entwicklung dieses Bereichs sind verschiedene Fragen verknüpft“, sagte Claus Ufermann aus der Stabsstelle der Bürgermeisterin im Hauptausschuss. Welche Art der Bebauung ist auf dem ZOB-Gelände vorgesehen? Wo und in welcher Größe soll der Bürgerpark angelegt werden? Wo und wie viele Parkplätze sollen eingeplant werden? Wie steht es um die Kirmes? Und wie können all diese Fragen unter einen Hut gebracht und in einem Bebauungsplan umgesetzt werden?

Von Wasserspielen bis zum Schnullerbaum

Bei der Planung geht es auch um die Frage, wie es mit dem Verkauf des Grundstücks aussieht. Es handelt sich dabei um die einzige größere Freifläche im Ortskern, die sich im Eigentum der Gemeinde befindet. „Alle diese Fragen sind nur in Zusammenarbeit mit den Bürgern, Städteplanern, Architekten, Investoren und der Städtebauförderung abzuklären und werden den zukünftigen Rat sicherlich noch längere Zeit beschäftigen“, sagte Ufermann. Es wird wohl eine Art Ideen-Wettbewerb geben, bei dem sich mit den verschiedenen Konzepten auseinandergesetzt wird. „Wir müssen überlegen, woran messe ich die Ideen, die eingegangen sind“, sagte Ufermann.

Es sind schon mehrere Anregungen für den Bürgerpark bei der Verwaltung eingetroffen. Viele drehen sich um die Themen Wasser, Grünfläche und Artenvielfalt. Manche wünschen sich einen Springbrunnen, Wasserspiele oder einen kleinen See. Andere schlagen einen kleinen Spielplatz, öffentliche Toiletten, einen bienenfreundlichen Garten oder Schattenplätze vor. Ein Barfußpfad, ein Schnullerbaum, Nistplätze, eine Hundeauslaufwiese, ein Bauerngarten und eine Boulebahn waren weitere Ideen.

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