Konzert von Heiko Weidemann auf dem Bispinghof
Liebeslieder auf der Ukulele

Nordwalde -

Sie ist zwar nicht unbekannt, steht aber eher selten im Vordergrund: die Ukulele. Beim Konzert von Heiko Weidemann auf dem Bispinghof war das anders. Der Nordwalder Gitarrenlehrer gab unter dem Titel „Only You – Only Uke“ ein hochkarätiges Konzert für Solo-Ukulele.

Sonntag, 11.10.2020, 16:36 Uhr
Heiko Weidemann (r.) vermochte es, der Ukulele beim Konzert auf dem Bispinghof die lieblichsten Töne zu entlocken. Das Publikum ließ sich von den harfenähnlichen Ukulele-Tönen begeistern.
Heiko Weidemann (r.) vermochte es, der Ukulele beim Konzert auf dem Bispinghof die lieblichsten Töne zu entlocken. Das Publikum ließ sich von den harfenähnlichen Ukulele-Tönen begeistern. Foto: Rainer Nix

Ein Ukulele-Konzert ist etwas ganz Besonderes. Die gitarrenartige, viersaitige Kastenhalslaute ist zwar nicht unbekannt, steht aber eher selten im Vordergrund. Am Samstagabend war das auf dem Bispinghof anders. Gitarrenlehrer Heiko Weidemann , seit zehn Jahren in Nordwalde ansässig, gab unter dem Titel „Only You – Only Uke“ ein hochkarätiges Konzert für Solo-Ukulele.

Das Publikum erschien voller Erwartung im Kaminzimmer des Herrenhauses, mit wenig mehr als 20 Interessierten waren die coronabedingten Unterbringungsmöglichkeiten ausgeschöpft. Auf dem Programm standen instrumental gespielte Songs der frühen Unterhaltungsmusik, der 30er- und 40er- Jahre, aus dem sogenannten Great American Songbook. Thema: Liebe und Zweisamkeit. Weidemann betrat den Raum, während er erst einmal ein klassisches Stück spielte: das Präludium C-Dur von Johann Sebastian Bach.

Bekannte Evergreens neu interpretiert

Ukulelen-Klänge lassen sich vielleicht am ehesten mit denen einer Harfe vergleichen, vielleicht sind sie auch etwas glockenähnlich. Die Töne einer sechssaitigen Gitarre klingen aufgrund der Bässe erdiger. Das Publikum wirkte ähnlich begeistert wie der Ukulelen-Spieler selbst. „Mich faszinierte zunächst, dass es ein Instrument ist, das ich auf Grund meiner Gitarrenkenntnisse relativ schnell lernen konnte“, hob Weidemann in einem Gespräch hervor. „Man greift einen vertrauten Griff, doch durch die besondere Stimmung klingt alles anders und neu“, beschrieb er. Das war ein echtes „Aha-Erlebnis“.

Das Publikum ließ sich von den harfenähnlichen Ukulele-Tönen beim Konzert von Heiko Weidemann auf dem Bispinghof begeistern.

Das Publikum ließ sich von den harfenähnlichen Ukulele-Tönen beim Konzert von Heiko Weidemann auf dem Bispinghof begeistern. Foto: Rainer Nix

Das Publikum erlebte Neuinterpretationen bekannter Evergreens wie „Bei mir bist du schön“, 1938 durch die Andrew-Sisters populär geworden, „Moon river“ von Henry Mancini oder auch das unvergleichliche „La vie en rose“ der weltberühmten französischen Sängerin Edith Piaf. „Heiko Weidemann hat unter anderem in Münster, Greven, Altenberge und Nienberge bereits zahlreiche Fans“, sagte Annette Quint-Hellenkamp vom Förderverein Bispinghof.

Prominente Anhänger

Der Interpret zitierte zwischendurch Texte zum Thema Zweisamkeit. So erfuhren die Zuhörer unter anderem, dass in London jedes Jahr ein Preis für die schlechteste literarische Liebesszene vergeben wird. Wenn ein Autor ein erotisches Abenteuer beispielsweise mit der „Explosion von Millionen kleiner Partikel“ vergleicht, ist ihm die Auszeichnung gewiss.

Die Ukulele hat übrigens prominente Anhänger. Einer von ihnen war der 2001 verstorbene Ex-Beatle George Harrison. Man erzählt sich, er habe hin und wieder mehrere Ukulelen im Kofferraum seines Autos gehabt. War er in Geberlaune, soll er Freunde mit dem Instrument beschenkt haben.

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