Acht Jahre Steinfurter Jazzworkshop
Kultur in Krisenzeiten

Nordwalde -

Es war zunächst eine kühne Idee, die sich bewährt hat. Mittlerweile findet der Steinfurter Jazzworkshop zum achten Mal statt. Die Corona-Pandemie stellt Kulturschaffende vor Herausforderungen – der Workshop in der Jubi wird dennoch veranstaltet.

Montag, 12.10.2020, 21:41 Uhr
Oliver Brenn (v.l.), Dr. Barbara Herrmann, Michael Gantke und Heinz-Bernd Buss vor einer „Coronavirus“-Tapete, die deutlich machen soll, dass Kultur auch in der Krisenzeit ein unverzichtbares Gut ist.
Oliver Brenn (v.l.), Dr. Barbara Herrmann, Michael Gantke und Heinz-Bernd Buss vor einer „Coronavirus“-Tapete, die deutlich machen soll, dass Kultur auch in der Krisenzeit ein unverzichtbares Gut ist. Foto: Rainer Nix

Jazzmusik und ländlicher Raum, ist das eine ideale Kombination? Als der ehemalige Musikschulleiter Josef Schwermann erstmalig die Idee des Steinfurter Jazzworkshops in die Tat umsetzte, war es eine kühne Pioniertat. Sie bewährte sich. „Das Thema Jazz hat in der Region Fuß gefasst“, betont Heinz-Bernd Buss, Vorstand der Kreissparkasse Steinfurt.

Das Geldinstitut mit seiner Kulturstiftung ist Förderer des Projektes. Obschon Corona alle Kulturschaffenden vor große Herausforderungen stellt, steht der Jazzworkshop der Musikschule unter dem Dach des Kulturforums auch 2020 auf dem Programm. Und das bereits zum achten Mal. Grundsätzlich richtet er sich kreisweit und überregional an Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Renommierten Musiker der Jazzszene

Von Samstag bis Dienstag (17. bis 20. Oktober) nehmen bislang 40 Instrumentalisten und Sängerinnen teil. Veranstaltungsort ist die Evangelische Jugendbildungsstätte (Jubi), die ein detailliertes Hygienekonzept umgesetzt hat. Das siebenköpfige Dozententeam unter der künstlerischen Leitung des Kölner Gitarristen Felix Heydemann besteht aus renommierten Musikern der aktuellen Jazzszene. Sie sind in Spitzenensembles aktiv und/oder Lehrbeauftragte an verschiedenen Musikhochschulen in Deutschland.

„Wann sonst ist es möglich, einen solchen Pool spezifischer Fachkompetenz in einem Workshop zu vereinen“, hebt Dr. Barbara Herrmann, Direktorin des Kulturforums, hervor. Nicht zuletzt darin liegt für sie die Faszination des Projektes.

Projekte mit Profis sind für unsere Schüler wichtige Motivationsfelder.

Oliver Brenn, Abteilungsleiter Musikschule

Allerdings fällt ein bitterer Wermutstropfen in den Kelch des kreativen Events: Pandemiebedingt müssen das Dozentenkonzert mit Heydemann & Friends sowie das Jazzensemble-Abschlusskonzert der Teilnehmenden ohne Publikum stattfinden. Zum Trost soll es Fotos und Videomitschnitte geben, die später auf der Homepage des Kulturforums oder auch in sozialen Medien abrufbar sind.

„Wir halten noch begrenzt Plätze für E-Bassspieler und Schlagzeuger bereit“, sagt Michael Gantke, der für Projektleitung, Öffentlichkeitsarbeit und Organisation verantwortlich zeichnet. Wer schnell ist, ergattert noch einen Platz.

Input von außen

Der jüngste Teilnehmer ist zwölf, der älteste 70 Jahre alt. „Großartig ist die Bereitschaft, die musikalischen Fertigkeiten vom Kindes- bis ins hohe Alter zu vervollkommnen“, freut sich Gantke. Das Dozententeam stellt sich dementsprechend auf sämtliche Leistungsebenen ein.

„Input von außen ist ganz wichtig“, bemerkt Oliver Brenn, Abteilungsleiter Musikschule, „Projekte mit Profis sind für unsere Schüler wichtige Motivationsfelder.“ Alle Beteiligten freuen sich, dass Kultur auch in der Krisenzeit möglich ist. „Der Workshop lebt“, da ist sich Gantke sicher.

  • Die Anmeldung für den Jazzworkshop ist für eine begrenzte Zahl an E-Bassisten und Schlagzeugern unter Telefon 0 25 51 / 14 82 1 oder per E-Mail an musikschule@kulturforumsteinfurt.de möglich.

 

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