Rollende Waldschule im Haus Chiara
Auf Tuchfühlung mit Waschbär und Iltis

Nordwalde -

Anfassen ausdrücklich erlaubt: Zu ihrem Besuch im Haus Chiara haben die Hegeringsmitglieder Dieter Lüke, Hermann Deitmer und Christiane Drieling ausgestopfte Tiere mitgebracht. Die Gäste der Tagespflege hatten dadurch die Gelegenheit, auf Tuchfühlung mit Waschbär, Rehbock, Marder oder Iltis zu gehen.

Dienstag, 13.10.2020, 19:24 Uhr
Die Hegeringsmitglieder Dieter Lüke (stehend v.l.), Christiane Drieling und Hermann Deitmer besuchten das Haus Chiara. Im Eingangsbereich haben sie ausgestopfte Tiere platziert.
Die Hegeringsmitglieder Dieter Lüke (stehend v.l.), Christiane Drieling und Hermann Deitmer besuchten das Haus Chiara. Im Eingangsbereich haben sie ausgestopfte Tiere platziert. Foto: Sigrid Terstegge

Die Dame von Welt trug Anfang des 20. Jahrhunderts gerne ein Pelzkollier. Da baumelten der Kopf des Tieres versehen mit Glasaugen, Füßen und Schweif um die Schultern. Wenn es zum teuren Zobelkragen nicht reichte, war es halt der Fuchs, der den Hals der Frau schmückte. Eine kleine Kette hielt den Kragen vorne zusammen. So ein Fuchskollier gehört auch zum Bestand der Rollenden Waldschule des Hegerings Nordwalde. Diese war jetzt zu Besuch im Haus Chiara, der Tagespflege des St.-Augustinus-Altenzentrums. Dort ist sie jedes Jahr mindestens ein Mal, um den Besuchern Wissen aus der Natur näher zu bringen.

„Den Kragen habe ich mal geschenkt bekommen“, erzählte Dieter Lüke , der mit Hermann Deitmer und Christiane Drieling die Gäste der Tagespflege besuchte. Sie hatten außerdem noch Fellproben mitgebracht, die auf Fotokarten des betreffenden Tieres geklebt waren. Da staunten die Gäste der Tagespflege, wie sehr sich etwa Sommer- und Winterfell eines Rehbocks unterscheiden. So schnell kann ein Reh im Winter gar nicht frieren, da das Fell dann dick und flauschig ist. Ohne die Erläuterungen der Hegeringmitglieder hätte man gar nicht erkannt, dass es sich um das gleiche Tier handelte.

Tiere dürfen gestreichelt werden

„Wenn wir die Schulen besuchen, müssen wir immer aufpassen, dass wir die Karten auch alle zurück bekommen“, schilderte Lüke. Das Fuchskollier hatte inzwischen eine Liebhaberin gefunden, die es sich um den Nacken drapierte.

Im Eingangsbereich des Hauses stehen noch ausgestopfte einheimische Tiere. Alle dürfen auch gerne gestreichelt werden. Wann hat man schon Gelegenheit, bei Waschbär, Rehbock, Marder oder Iltis auf Tuchfühlung zu gehen.

Ehe sich Gäste und Hegeringsmitglieder zu Kaffee und Kuchen hinsetzten, packten Deitmer, Drieling und Lüke noch ihre Jagdhörner aus und bliesen das Signal „Zum Essen“. Schließlich gehören die drei auch zu den Jagdhornbläsern des Hegerings.

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