Zum achten Mal fand der Jazzworkshop in der Jugendbildungsstätte statt
Jeder Musiker kam auf seine Kosten

Nordwalde -

Zum achten Mal fand jetzt der Steinfurter Jazzworkshop in der Nordwalder Jugendbildungsstätte statt. Mit 42 Teilnehmern war der Workshop, der von Samstag bis Dienstag veranstaltet wurde, ausgebucht. Die Dozenten stellten fest, dass das Niveau erneut gestiegen ist.

Donnerstag, 22.10.2020, 06:26 Uhr aktualisiert: 28.10.2020, 19:36 Uhr
Mit 42 Teilnehmern war der Workshop, der von Samstag bis Dienstag veranstaltet wurde, ausgebucht.
Mit 42 Teilnehmern war der Workshop, der von Samstag bis Dienstag veranstaltet wurde, ausgebucht. Foto: Sigrid Terstegge

Jazzworkshop Steinfurt reloaded. Zum achten Mal fand diese hochkarätige Veranstaltung der Musikschule Steinfurt in der Jugendbildungsstätte statt. In den Jahren 2018 und 2019 war der Jazzworkshop ausgefallen. Also eigentlich hätte man jetzt bereits sein Zehnjähriges feiern können. Aber das kann durchaus noch etwas werden.

„Wir sind wirklich zufrieden“, betonte Felix Heydemann , der musikalische Leiter. Mit 42 Teilnehmern war der Workshop, der von Samstag bis Dienstag veranstaltet wurde, ausgebucht. „Auch das Niveau ist wieder gestiegen“, freute sich Heydemann. Zwar war der Jazzworkshop erneut sowohl für Anfänger als auch für Könner konzipiert, aber jeder Musiker kam auf seine Kosten. Spielspaß in den verschiedenen Combos war garantiert.

Natürlich fanden die verschiedenen Kurse in Theorie und Praxis der Jazzmusik, sowie die Proben unter Coronaregeln statt. Auf Abstand wurde geachtet, wegen der Aerosole regelmäßig quergelüftet, Masken wurden auf den Laufwegen getragen, und überall im Gebäude standen Flaschen mit Desinfektionsmittel bereit. Das Hygienekonzept der Jugendbildungsstätte wurde befolgt. Aus den verschiedenen Seminarräumen klangen derweil die bekannten Jazz-Standards. Da hörte man „Freddie Freeloader“, von Quincy Jones der „Killer Joe“, Jim Evans „A Morning Song“ oder auch der „Night Train“.

Schlagzeugdozent Marcus Möller hatte wieder die mit Jazz noch nicht so vertrauten Teilnehmer unter seine Fittiche genommen. „Hier kann man wirklich die größten Fortschritte erzielen“, erklärte Möller seine Motivation. Außerdem hatte der Drummer ein Händchen dafür, die Angst des Anfängers vor dem Solo zu nehmen, das jedes Bandmitglied mal während eines Songs spielen musste. Das gehörte einfach dazu. Angst vor dem Solo hatten andere Hobbymusiker weniger. Oft spielten sie bereits in einer Band und wollten sich mal mit einer anderen Stilrichtung beschäftigen. Da musste nur noch ein bisschen gefeilt werden. Über alle Pötte ging das Schlagzeugsolo im Song „The hippest Cat in Hollywood“. Matthias Bergmann, Dozent für Trompete, war schon sehr zufrieden. „Wenn du zum Schluss ein Decrescendo einbaust, ist es perfekt“, lobte er den Drummer.

Weitere Dozenten waren Frank Sackenheim (Saxophon), Matthias Strucken (Klavier und Vibraphon), Eva Mayerhofer (Gesang), Volker Heinze (Bass) und Felix Heydemann (Gitarre).

Das Dozententeam bestand aus renommierten Musikern der aktuellen Jazzszene, die in Spitzenensembles wie beispielsweise der NDR-Bigband tätig sind oder in der ehemaligen Band Peter Herbolzheimer Rhythm Combination & Brass spielten. Darüber hinaus sind einige als Lehrbeauftragte an verschiedenen Musikhochschulen in Deutschland beschäftigt.

„Wir arbeiten daran, dass der Jazzworkshop weitergeht“, versicherte Felix Heydemann. Dabei dankte er auch der Kulturstiftung der Kreissparkasse Steinfurt, die mit finanzieller Unterstützung wieder einen guten Teil dazu beigetragen hatte.

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