B-Plan „Östlich Sieverts Kamp“
Baulücke wird geschlossen

Nordwalde -

Noch bis 18. Dezember liegt der Bebauungsplan „Östlich Sieverts Kamp“ öffentlich aus. Auf dem 5145 Quadratmeter großen Areal sollen Einfamilienhäuser gebaut werden.

Donnerstag, 19.11.2020, 18:44 Uhr aktualisiert: 19.11.2020, 18:50 Uhr
Noch bis zum 18. Dezember (Freitag) liegt
Noch bis zum 18. Dezember (Freitag) liegt Foto: Gemeinde Nordwalde

Während im Baugebiet „Sieverts Kamp“ noch kräftig gebaut wird, haben die Gemeinde Nordwalde und mehrheitlich der Rat in der letzten Ratssitzung der alten Amtsperiode die Weichen für einen Baulückenschluss gestellt. Mit dem Bebauungsplan (B-Plan) Nr. 93 „Östlich Sieverts Kamp“ wurde eine größtenteils unbebaute Fläche entlang des Sieverts Kamp und der Feldstraße bis zum Kirchlarweg überplant. Dieser B-Plan liegt zurzeit in der Gemeindeverwaltung, Bispingallee 44, öffentlich aus und kann coronabedingt nach vorheriger Terminierung noch bis zum 18. Dezember (Freitag) eingesehen werden.

Diese Fläche eigne sich städtebaulich optimal für eine Nachverdichtung. Die Bebauung soll aus städtebaulicher Sicht vor dem Hintergrund des schonenden Umgangs mit Grund und Boden erfolgen. Außerdem werde mit dieser Fläche eine Siedlungsentwicklung nach Innen und damit nicht nach Außen erzielt, heißt es in der Beschreibung des Bebauungsplans.

Das künftige Wohngebiet ist etwa 5145 Quadratmeter groß. Weil auf dem Gelände bereits ein zweigeschossiges Gebäude steht und die benachbarten Gebäude entlang der Bahnhofstraße ebenfalls zwei Vollgeschosse besitzen, hat sich die Politik mit der Verwaltung im Oktober darauf geeinigt, dass auch auf dem neu entwickelten Grundstück zwei Vollgeschosse zugelassen werden sollen. „Wenn dieser B-Plan nach Beendigung des Verfahrens so beschlossen wird, können dort freistehende Einfamilienhäuser mit bis zu zwei Wohneinheiten entstehen“, erklärt Bauamtsleiter Marcus Klaus auf Nachfrage unserer Zeitung.

Die südliche Plangrenze liegt fünf Meter vor der Grundstücksgrenze. Hierdurch soll ein ausreichender Schutzabstand zu dem dort befindlichen Schmutzwasserkanal eingehalten werden.

Auf einem Teil des Areals befindet sich Fläche mit Altlasten, die im Bebauungsplan entsprechend gekennzeichnet ist. Ein fast acht Jahre altes Gutachten vom Analytik-, Prüf- und Beratungsunternehmen Wessling aus Altenberge besagt, dass eine Gefährdung nicht vorliegt. Das Gutachten empfiehlt allerdings, die weitere Vorgehensweise mit dem Kreis Steinfurt abzustimmen. Deswegen ist im Bebauungsplan Nr. 93 „Östlich Sieverts Kamp“ festgelegt worden, dass bei jeder Bebauung die Untere Bodenschutzbehörde des Kreises Steinfurt zu beteiligen ist.

Das neue Baugebiet wird nicht von der Gemeinde Nordwalde entwickelt, sondern soll mit Hilfe eines privaten oder gewerblichen Erschließungsträgers geplant werden. Wie viel Einfamilienhäuser letztendlich dort gebaut werden können, steht noch nicht fest.

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