VdK setzt sich für Barrierefreiheit ein
Schwer zu überwindende Hürden

Nordwalde -

Es geht um die Treppen zum Pfarrhaus oder den Parkplatz vor der Zahnarztpraxis: Für Menschen mit Handicap können diese unüberwindbare Hürden darstellen. Darauf macht der VdK aufmerksam – der sogleich konkrete Lösungsvorschläge parat hat.

Mittwoch, 25.11.2020, 11:05 Uhr
Stefan Wolters und Renate Uhlenbrock am Parkplatz (Bild r.) sowie zusammen mit Dr. Reinhold Hemker (l.) vor den Stufen zum Pfarrhaus von St. Dionysius.
Stefan Wolters und Renate Uhlenbrock am Parkplatz (Bild r.) sowie zusammen mit Dr. Reinhold Hemker (l.) vor den Stufen zum Pfarrhaus von St. Dionysius.

„Mein Mann ist auf den Rollstuhl angewiesen. Wie soll ich denn hier mit ihm reinkommen?“ Hilfesuchend steht Renate Uhlenbrock vor den Stufen, die zum Eingang des Pfarrhauses der Kirchengemeinde St. Dionysius führen. „Auch zu enge Parkplätze, wie zum Beispiel vor der Praxis unserer Zahnärztin, stellen uns immer wieder vor erhebliche Probleme.“

Die Ehefrau von Theo Uhlenbrock, dem 98-jährigen Gründungsmitglied im VdK-Ortsverband Nordwalde, bat Stefan Wolters um Unterstützung. „Seit Jahren gehören die Themen Barrierefreiheit und Inklusion zu den wichtigsten Themen des VdK “, so der Nordwalder Ortsverbandsvorsitzende des Sozialverbandes, der zu dem Ortstermin Verstärkung organisierte.

Konkrete Lösungsvorschläge

„Wenn wir als sachkundige Vertreter des Kreisverbandes Steinfurt gebeten werden zu helfen, dann machen wir das gerne“, sagte der Vorsitzende Dr. Reinhold Hemker . „Andere Gemeinden und Städte im Kreis beteiligen sich finanziell an Maßnahmen wie dem Bau von Rampen, barrierefreien Wegen oder Behindertenparkplätzen, welche die Teilhabe unserer Mitbürger mit Handicap am öffentlichen Leben ermöglichen.“ Sprach es und hatte sogleich konkrete Lösungsvorschläge parat.

Eventuell lasse sich ja durch einen längeren Zugang über die Gräfte die erforderliche flache Rampe errichten. „Besucher mit ihrem Rollstuhl ins Pfarrhaus zu tragen, wie schon mehrfach geschehen, sollte baldigst der Vergangenheit angehören“, wünscht sich auch Pfarrer Ulrich Schulte Eistrup.

„Die UHUS“ spielen vor dem Altenzentrum

„Der VdK sieht sich seit jeher als Kümmerer für die Hilfsbedürftigen in unserer Gesellschaft“, erinnerte Wolters, der wie Hemker bei dem Zugang zum Pfarrhaus eine kommunale Zuständigkeit sieht, und er verspricht: „Wir werden uns mit entsprechenden Vorschlägen an die Gemeinde wenden.“

Als sich Wolters für Hemkers Unterstützung bedankte, hatte der noch eine Zugabe parat: „Am 28. November, also einen Tag vor dem ersten Advent, komme ich mit einer Mini-Besetzung der Gruppe ‚Die UHUS‘ wieder. Dann singen und spielen wir für die Bewohner des Augustinus-Hauses im Außenbereich Lieder, die zur Jahreszeit passen.“

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