Pfarrcaritas sammelt in der Kirche
Lebensmittelspende per „Tafelkorb“

Nordwalde -

Die Grevener Tafel braucht dringend Lebensmittelspenden, die Sammlung „Ein Pfund mehr“ zum ersten Advent musste die Pfarrcaritas aber absagen. Doch jetzt hat sie eine Alternative gefunden, um haltbare Lebensmittel wie Reise, Nudeln und Kaffee zu sammeln.

Samstag, 28.11.2020, 12:32 Uhr aktualisiert: 02.12.2020, 20:18 Uhr
Margret Berning macht es vor – und hofft, dass viele ihr folgen: Der Caritas-Ausschuss der Pfarrgemeinde
Margret Berning macht es vor – und hofft, dass viele ihr folgen: Der Caritas-Ausschuss der Pfarrgemeinde

In anderen Zeiten stehen Mitglieder der Kirchengemeinde St. Dionysius immer zum ersten Advent auf dem Parkplatz zwischen K&K, Lidl und Aldi, um haltbare Lebensmittel zu sammeln. In Corona-Zeiten ist das aber nicht möglich. Die Lebensmittelsammlung „Ein Pfund mehr“ musste die Pfarrcaritas in diesem Jahr absagen. Auf Spenden ist die Grevener Tafel aber dennoch angewiesen.

Nachdem sie vor Kurzem eine Geldspende erhalten hatten, waren Ehrenamtliche einkaufen gegangen und hatten die Lebensmittel zur Tafel gebracht. „Da haben sie uns gesagt, dass dringend Sachen gebraucht werden“, sagt Margret Berning aus dem Caritas-Ausschuss der Kirchengemeinde. Die Auswirkungen der Kurzarbeit und der Wegfall von 450-Euro-Jobs seien jetzt deutlich zu spüren. Es fehle an allen Ecken und Enden.

Haltbare Lebensmittel spenden

Deshalb hat sich die Pfarrcaritas dazu entschlossen, eine Alternative zu der Lebensmittelsammlung auf dem Parkplatz zu organisieren: Während der Adventszeit stehen in der Pfarrkirche Körbe bereit, in die während der Öffnungszeiten der Kirche haltbare Lebensmittel gelegt werden können. Das Ganze läuft unter dem Motto „Tafelkorb“. Bis Weihnachten können Nordwalderinnen und Nordwalder täglich von 9 bis 18 Uhr, außer montags, beispielsweise Reis, Nudeln, Zucker, Mehl, Kaffee, Margarine, Öl, Konserven oder Marmelade spenden, natürlich „kontaktlos“.

Sie hatten aus Laer gehört, dass eine solche Aktion geplant sei, sagt Margret Berning. Es ist auch nicht das erste Mal, dass diese Art der Lebensmittelsammlung in Nordwalde gemacht wird: „Wir haben das früher auch schon mal gemacht, wenn zum Beispiel Kaffee gebraucht wurde.“

Anlaufstelle für viele bedürftige Nordwalder

Die Körbe stehen hinten in der Kirche und werden regelmäßig geleert. „Unser Küster Jürgen Brinkmann achtet auch darauf und nimmt was raus, wenn die Körbe voll sind“, sagt Berning. Die Lebensmittel werden direkt zur Grevener Tafel gebracht, die eine wichtige Anlaufstelle für viele bedürftige Nordwalder ist, schreibt die Pfarrcaritas in einem Aufruf.

Anders als in der ersten Corona-Welle, als die Grevener Tafel schließen musste und lediglich Lebensmittel-Gutscheine austeilte, steht sie nun wieder offen. Auch wenn sie wie andere Tafeln damit zu kämpfen hat, dass weniger Helferinnen und Helfer zur Verfügung stehen. „Davon gehören oft einige zur Risikogruppe“, sagt Berning. Natürlich gibt es bei der Tafel ein Hygienekonzept mit allem was dazu gehört.

„Wir sind sehr gespannt, wie es angenommen wird“, sagt Margret Berning über die „Tafelkörbe“. Es ist auch möglich, Geld für den Kauf von Lebensmitteln zu spenden und zwar in beiden Sammeldosen / Opferstöcken im Pfeiler gegenüber den beiden Eingängen in der Kirche.

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