Sven Hülskötter setzt sich in Sachen Jugendpolitik ein
Alle Jugendlichen ins Boot holen

Nordwalde -

Erst im Jugendparlament, dann im Projekt „Jugendgerechte Kommune“, zuletzt auf einer Bühne mit Grünen-Chef Robert Habeck: Mit dem Thema Jugendpolitik beschäftigt sich Sven Hülskötter schon länger. Bald auch im Nordwalder Gemeinderat.

Freitag, 27.11.2020, 19:40 Uhr aktualisiert: 02.12.2020, 20:19 Uhr
Sechs Jahre lang war er Mitglied des Nordwalder Jugendparlaments, im September ist Sven Hülskötter erstmals für die CDU in den Gemeinderat gewählt worden.
Sechs Jahre lang war er Mitglied des Nordwalder Jugendparlaments, im September ist Sven Hülskötter erstmals für die CDU in den Gemeinderat gewählt worden. Foto: Hertie-Stiftung

Ob auf einer Bühne mit Grünen-Chef Robert Habeck oder bald im Schulausschuss der Gemeinde Nordwalde, das Thema Jugendpolitik begleitet Sven Hülskötter . Und das nicht erst seit gestern. Angefangen hat alles im Nordwalder Jugendparlament, dem der 26-Jährige sechs Jahre lang angehörte. Der nächste Schritt war die Beteiligung an dem bundesweiten Projekt „Jugendgerechte Kommune“, bei dem sich 16 Städte, Gemeinden und Kreise auf den Weg zu mehr Jugendgerechtigkeit gemacht haben.

Das Projekt lief über fast vier Jahre, bei der Abschlussveranstaltung nahm Sven Hülskötter an einer Podiumsdiskussion teil und machte seine Sache offenbar gut. Denn seitdem ist er weiter nicht nur auf kommunaler Ebene in Sachen Jugendpolitik unterwegs. Er beteiligte sich an Jugendpolitiktagen und Jugendkonferenzen. Vor Kurzem saß der Nordwalder wieder bei einer Podiumsdiskussion auf einer Bühne, neben Robert Habeck, dem Jugendforscher Prof. Dr. Klaus Hurrelmann und der Fridays-for-Future-Aktivistin Franziska Wessel.

Projekt „Jugend entscheidet“ gestartet

Eingeladen hatten die Hertie School und die Hertie-Stiftung. Eingangsthema war Hurrelmanns neues Buch „Generation Greta. Was sie denkt, wie sie fühlt und warum das Klima erst der Anfang ist“. Die Hertie-Stiftung startete mit der Veranstaltung ihr Projekt „Jugend entscheidet“. „Ich glaube, dass auch Fridays for Future nicht alle erreichen kann von den Bildungsschichten her“, sagte Sven Hülskötter bei der Podiumsdiskussion. Es sollten wirklich alle Jugendlichen mit ins Boot geholt werden. „Es ist so wichtig, dass wir versuchen, alle zu erreichen“, sagt Hülskötter.

Wie können Jugendliche ermutigt werden, sich politisch zu engagieren, ist die Leitfrage des Projektes „Jugend entscheidet“. Bis zum Jahr 2023 sollen 25 Kommunen aus ganz Deutschland Jugendliche zwischen zwölf und 15 Jahren in reale, kommunalpolitische Prozesse einbeziehen. Noch bis zum 4. Dezember können sich Kommunen für das Projekt bewerben. Die Städte und Gemeinden müssen weniger als 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner haben und dürfen bislang keine institutionalisierten Gremien der Jugendbeteiligung haben. Damit sind wir wieder beim Jugendparlament.

Verbessern kann man sich immer. Man darf sich auf keinen Fall ausruhen.

Sven Hülskötter

Für Nordwalde ist dieses Projekt nicht geeignet. Die Gemeinde hat mit dem Jugendparlament ein Gremium, das Jugendliche in kommunalpolitische Prozesse mit einbezieht. Wäre noch mehr möglich? „Verbessern kann man sich immer. Man darf sich auf keinen Fall ausruhen“, sagt Sven Hülskötter. Aber es laufe schon gut.

Seit dem vergangenen Jahr wird das Jugendparlament bei Themen, die im Rat diskutiert werden, involviert, wenn die Verwaltungsmitarbeiter das Thema als jugendrelevant erachten. Man müsse auch aufpassen, dass es nicht zu viel Arbeit für die Jugendlichen werde. Jugendparlamente dürften nicht zu bürokratisch sein, was eher abschrecke, meint Hülskötter.

Jugendpolitik bleibt ein Thema

Wenn Zeit bleibe und sich etwas ergibt, werde er sich auch künftig nicht nur auf kommunaler Ebene für Jugendpolitik engagieren. Die nächste Anfrage aus Berlin gibt es schon. Ansonsten hat Sven Hülskötter aber auch in Nordwalde etwas zu tun: Bei der Kommunalwahl im September ist er erstmals für die CDU in den Rat gewählt worden. „Ich habe mich gefragt, was ich als nächstes machen kann“, sagt Hülskötter. „Der Gemeinderat war dann der nächste Schritt.“ Eins ist auch klar: Jugendpolitik werde ein Thema für ihn blieben. Nicht zuletzt als Mitglied im Schulausschuss.

Bei der Podiumsdiskussion sprach Sven Hülskötter (2.v.r.) mit Jugendforscher Klaus Hurrelmann (v.l.), Grünen-Chef Robert Habeck, Fridays-for-Future-Aktivistin Franziska Wessel und Moderatorin Elisabeth Niejahr über das Buch „Generation Greta“ und das Projekt „Jugend entscheidet“.

Bei der Podiumsdiskussion sprach Sven Hülskötter (2.v.r.) mit Jugendforscher Klaus Hurrelmann (v.l.), Grünen-Chef Robert Habeck, Fridays-for-Future-Aktivistin Franziska Wessel und Moderatorin Elisabeth Niejahr über das Buch „Generation Greta“ und das Projekt „Jugend entscheidet“. Foto: Hertie-Stiftung

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