Heimatverein verteilt kostenlos 50 Vogelhäuschen
Nistkästen suchen ein Zuhause

Nordwalde -

Die Werkgruppe des Heimatvereins hat Nistkästen gebaut, die künftig in den Nordwalder Vorgärten hängen sollen. Der Heimatverein hat die Aktion „50 Nistkästen für Nordwalde“ gestartet, bei der er von der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Steinfurt finanziell unterstützt wird. Die Vogelhäuschen werden deshalb kostenlos abgegeben.

Donnerstag, 10.12.2020, 09:05 Uhr aktualisiert: 10.12.2020, 09:10 Uhr
Heimatvereinsvorsitzender Werner Dirksen (l.) und Gerd Hoge, Chef der Werkgruppe, präsentieren die verschiedenen Nistkästen. Auf Wunsch werden spezielle Futterhäuschen oder kleine Insektenhotels (kl. Bild) angefertigt.
Heimatvereinsvorsitzender Werner Dirksen (l.) und Gerd Hoge, Chef der Werkgruppe, präsentieren die verschiedenen Nistkästen. Auf Wunsch werden spezielle Futterhäuschen oder kleine Insektenhotels (kl. Bild) angefertigt. Foto: Vera Szybalski

Haus ist nicht gleich Haus. Das gilt für die Gebäude, in denen Menschen leben. Das gilt aber auch für die kleinen Häuschen, in denen Vögel nisten. Deshalb hat die Werkgruppe des Heimatvereins nicht 50 gleiche Nistkästen gebaut, sondern unterschiedliche. Es gibt welche für Kohlmeisen, Kleiber, Halbhöhlenbrüter oder Blaumeisen. Hängen sollen sie bald in den Gärten von Nordwalderinnen und Nordwaldern.

Die Aktion „50 Nistkästen für Nordwalde“ wird von der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Steinfurt finanziell unterstützt. Der Heimatverein kann die Nistkästen deshalb kostenlos an Privatpersonen und Gewerbetreibende im Ort abgeben. „Es ist unser Anliegen, etwas für den Natur- und Artenschutz zu tun“, sagt Heimatvereinsvorsitzender Werner Dirksen . Intensive Landwirtschaft würde den Lebensraum der Vögel dezimieren. „Deshalb werden überall Vogelkästen angebracht.“

Unterschiedlich große Einfluglöcher

Dass nicht alle Nistkästen gleich aussehen, hängt mit den Einfluglöchern zusammen. Nehmen wir den Baumläufer, der leicht zu übersehen ist. „Der verschwindet immer hinter dem Baum“, klärt Gerd Hoge, Chef der Werkgruppe, auf. Um nachzuahmen, wie die Baumläufer in freier Natur brüten, haben die Nisthilfen für diese Vogelart seitliche Einschlupflöcher. Anders als Kohlmeisen zum Beispiel. Bei Höhlenbrütern gibt es verschieden große Einfluglöcher von 26 bis 45 Millimeter. Halbhöhlenbrüter haben halboffene Nistkästen.

Vielleicht machen wir noch mal eine Aktion hinterher.

Werner Dirksen

Zu zweit haben sie letztens an einem Tag 13 Nistkästen gefertigt, erzählt Gerd Hoge. Für die unterschiedlichen Vogelhäuschen gibt es jeweils eine Holzliste. Damit machten sich die beiden gelernten Tischler an die Arbeit.

Wer eine der Nisthilfen übernimmt, verpflichtet sich mit einer Unterschrift dazu, den Vogelkasten auf seinem Grundstück aufzuhängen und jährlich zu reinigen. Der Heimatverein steht dabei beratend zur Verfügung. Eine weitere Auflage ist, dass die Untere Naturschutzbehörde nach Voranmeldung das private Grundstück besichtigen darf.

Höchstens fünf Nistkästen pro Abholer

Die Vogelkästen können am neuen Standort des Heimatvereins am Sieverts Kamp 7 besichtigt werden. Um sich die Nisthilfen anzuschauen und diese abzuholen, muss coronabedingt ein Termin vereinbart werden. Das ist unter Telefon 0 25 73 / 31 92 oder 0 25 73 / 13 42 möglich. Am morgigen Freitag (11. Dezember) von 17 bis 19 Uhr und am Samstag (12. Dezember) von 9 bis 12 Uhr können die Vogelkästen am Sieverts Kamp abgeholt werden.

Der Heimatverein gibt höchstens fünf Nistkästen pro Abholer aus. Wer etwas spenden möchte, unterstützt damit weitere Aktivitäten des Heimatvereins. Auf Wunsch baut die Werkgruppe auch spezielle Vogelhäuschen oder kleine Insektenhotels. Diese müssten dann aber bezahlt werden.

Werner Dirksen hofft, dass alle 50 Nistkästen und vielleicht sogar noch mehr einen neuen Platz in Nordwalder Gärten finden. Er kann sich auch vorstellen, die Aktion zu wiederholen.

Auf Wunsch fertigt die Werkgruppe des Heimatvereins spezielle Vogelhäuschen und Insektenhotels.

Auf Wunsch fertigt die Werkgruppe des Heimatvereins spezielle Vogelhäuschen und Insektenhotels. Foto: Vera Szybalski

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