Zwölf Bewohner und fünf Mitarbeiter sind infiziert
Corona-Ausbruch im Altenzentrum

Nordwalde -

Bei 17 Personen aus dem St.-Augustinus-Altenzentrum ist das Coronavirus nachgewiesen worden. Betroffen sind zwölf Bewohnerinnen und Bewohner sowie fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Bei routinemäßigen Schnelltests war der erste positive Fall aufgefallen.

Mittwoch, 16.12.2020, 17:30 Uhr aktualisiert: 17.12.2020, 17:50 Uhr
Im St.-Augustinus-Altenzentrum sind aktuell 17 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Betroffen sind zwölf Bewohnerinnen und Bewohner sowie fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Im St.-Augustinus-Altenzentrum sind aktuell 17 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Betroffen sind zwölf Bewohnerinnen und Bewohner sowie fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Im St.-Augustinus-Altenzentrum sind mehrere Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Betroffen sind zwölf Bewohnerinnen und Bewohner sowie fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem stationären Bereich. Bei „routinemäßigen Schnelltests“ am Wochenende seien die ersten Fälle aufgefallen, sagte Dr. Susanne Sünderkamp aus der Geschäftsführung des Altenzentrums. Am Montag führte die Einrichtung mit dem Gesundheitsamt Flächentests durch. Die Ergebnisse erhielt das Altenzentrum am Dienstagabend.

Die infizierten Bewohner stammen nicht nur aus einem Wohnbereich, sondern leben verteilt über das Haus mit seinen rund 120 stationären Bewohnern. „Die positiv Getesteten sind nach Möglichkeit in den Isolierbereich gebracht worden“, sagte Sünderkamp. Die betroffenen Mitarbeiter sind zu Hause. „Von den Bewohnern haben einige Grippesymptome. Es ist im Moment aber noch nichts lebensbedrohliches“, sagte Sünderkamp. „Einige sind auch völlig symptomfrei.“

Volle Schutzausrüstung im Isolierbereich

Den Isolierbereich hat das Altenzentrum bereits vor längerer Zeit eingerichtet, um für den Fall gerüstet zu sein, der jetzt eingetreten ist. Dass der Bereich genutzt wird, ist mit einem zusätzlichen Arbeitsaufwand verbunden. Es seien extra Mitarbeiter eingesetzt worden, sagte Susanne Sünderkamp. Im Dienst sind nur Mitarbeiter, die negativ getestet wurden. Wenn sie den Isolierbereich betreten, sind sie in volle Schutzausrüstung gekleidet. „Es ist sehr wichtig, dass die Mitarbeiter gut geschützt sind“, sagte Sünderkamp. Bereits seit mehreren Wochen tragen alle FFP2-Masken.

„Die Mitarbeiter sind sehr engagiert“, sagte Sünderkamp. Viele hätten sich an das Telefon gesetzt, um Angehörige zu informieren. Das Altenzentrum verschickt zudem ein Schreiben an alle Angehörigen, um sie über die Situation zu informieren.

Besuche eingeschränkt

Ein generelles Besuchsverbot hat die Einrichtung nicht ausgesprochen. Nach dem ersten positiven Testergebnis hatte das Altenzentrum vorerst darum gebeten, die Einrichtung nicht zu besuchen. „Damit wir uns ein Bild von der Lage machen konnten“, sagte Sünderkamp.

Die Besuche sollen weiter eingeschränkt, aber nicht grundsätzlich untersagt werden. „Besuche sind nach wie vor sehr wichtig für unsere Bewohner“, sagte Sünderkamp. Selbstverständlich müssen sich Besucherinnen und Besucher weiter an die Vorgaben aus dem Hygienekonzept halten. Sobald Kapazitäten vorhanden sind, sollen auch Schnelltests genutzt werden.

Bewohner und Mitarbeiter sollen weiter regelmäßig auf das Coronavirus getestet werden. Das St.-Augustinus-Altenzentrum hofft, dass sich weitere Ansteckungen verhindern lassen.

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