Corona-Situation im St.-Augustinus-Altenzentrum
Zwischen Flächentests und Impfstart

Nordwalde -

Die Zahl der Corona-Fälle im St.-Augustinus-Altenzentrum liegt aktuell bei 32. Das Gesundheitsamt des Kreises Steinfurt hat mehrere Flächentests in der vergangenen Woche durchgeführt, der nächste steht in ein paar Tagen an. Zudem bereitet sich das Altenzentrum auf den Impfstart in der Einrichtung vor.

Montag, 28.12.2020, 20:54 Uhr
Die Zahl der Corona-Fälle im St.-Augustinus-Altenzentrum liegt derzeit bei 32. Es sind 17 Bewohnerinnen und Bewohner sowie 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter infiziert.
Die Zahl der Corona-Fälle im St.-Augustinus-Altenzentrum liegt derzeit bei 32. Es sind 17 Bewohnerinnen und Bewohner sowie 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter infiziert. Foto: msc

Mehrere Corona-Tests in den vergangenen Tagen und Vorbereitungen auf die ersten Impfungen: Das St.-Augustinus-Altenzentrum versucht, die Ausbreitung des Coronavirus in der Einrichtung einzudämmen. 17 Bewohnerinnen und Bewohner sowie 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter galten am Montagnachmittag als infiziert, teilte Geschäftsführerin Dr. Susanne Sünderkamp mit. Vier Bewohner lagen zu der Zeit im Krankenhaus. Es gab zudem einen weiteren Todesfall.

In Nordwalde lag die Zahl der Corona-Fälle am Montagmittag bei insgesamt 59, sagte Ordnungsamtsleiterin Dagmar Hilgenbrink.

Situation wird immer wieder analysiert

Zwischen dem 21. und dem 26. Dezember hat das Gesundheitsamt des Kreises Steinfurt drei Flächentests im Altenzentrum durchgeführt. Zwischen den letzten beiden Abstrichen habe sich kein weiterer Mitarbeiter aus der Pflege und Betreuung angesteckt, sagte Sünderkamp: „Ich werte das als positives Zeichen.“ Nach jedem neuen Test werde die Situation analysiert: „Was können wir noch mal anders machen? Was können wir aus den Daten rausziehen? Wo sind die Infizierten?“ In Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt und dem Ordnungsamt werde dann nach weiteren Ideen gesucht, sagte Sünderkamp.

Die Nordwalder Hausärzte machen ganz toll mit und helfen bei der Aufklärung zur Impfung.

Dr. Susanne Sünderkamp

Dass die Zahl der infizierten Bewohner etwas langsamer sinke, hänge auch damit zusammen, dass einige deutlich länger ansteckend seien und damit deutlich länger in Quarantäne blieben als zwei Wochen. Der nächste Flächenabstrich des Gesundheitsamts im Altenzentrum ist für den 2. Januar vorgesehen. Zwischendurch mache die Einrichtung noch Schnelltests, um so schnell wie möglich zu sehen, ob es weitere Infizierte gebe, sagte Sünderkamp.

Vorbereitung für die ersten Impfungen

Bis einschließlich 2. Januar gilt ein Besuchsverbot im Altenzentrum. Wie es danach weitergeht, hängt wohl nicht zuletzt von den Ergebnissen der Abstriche an dem Tag ab. Sünderkamp lobte den Einsatz der Mitarbeiter vom Gesundheitsamt: Um die ganze Einrichtung durchzutesten, seien sie rund sieben Stunden beschäftigt. In voller Schutzausrüstung werde ein Abstrich nach dem anderen gemacht.

Das Altenzentrum blickt zudem den ersten Corona-Impfungen entgegen. „Wir sind ganz rege in Vorbereitung“, sagte Sünderkamp. Die Impfeinwilligungen seien verschickt worden: „Es ist ganz wichtig, dass die schnell zurückkommen.“ Denn läuft alles nach Plan soll am 6. Januar der erste Impfdurchlauf im Altenzentrum stattfinden. Zunächst werden stationäre Bewohner geimpft. Bei der Rangfolge orientiert sich die Einrichtung an den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission beim Robert Koch-Institut. Mit den Ärztinnen und Ärzten aus Nordwalde herrsche ein ganz enger Austausch. „Die machen ganz toll mit und helfen bei der Aufklärung zur Impfung“, sagte Sünderkamp.

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