Heimatverein entwirft vier neue Gesangsbücher
Lieder, die alle mitsingen können

Nordwalde -

Die Zeit ohne viele Veranstaltungen haben Margret Bockholt und Agnes Drees genutzt, um neue Gesangsbücher für den Heimatverein zu entwerfen. Die vier Liederbücher, die unter dem Motto „Wi küert platt und singt et auk“ zusammengestellt wurden, sind mittlerweile fertig. Jetzt hofft Bockholt, „dass wir die Bücher alle in 2021 nutzen können.“

Samstag, 09.01.2021, 08:36 Uhr aktualisiert: 15.01.2021, 22:55 Uhr
Stellten die neuen Gesangsbücher des Heimatvereins vor (v.l.): Werner Dirksen, Agnes Drees, Bürgermeisterin Sonja Schemmann, Margret Bockholt und Egon Wiening.
Stellten die neuen Gesangsbücher des Heimatvereins vor (v.l.): Werner Dirksen, Agnes Drees, Bürgermeisterin Sonja Schemmann, Margret Bockholt und Egon Wiening. Foto: Vera Szybalski

Zum „Offenen Singen“ sollten die vier Gesangsbücher fertig sein. Die Veranstaltung musste der Heimatverein wie so vieles andere in Corona-Zeiten zwar absagen, die Bücher liegen mittlerweile dennoch vor. Und für die Arbeit daran war es vielleicht gar nicht so schlecht, dass kaum Events veranstaltet werden konnten. „Weil nichts anderes stattgefunden hat, haben wir die Zeit sinnvoll genutzt“, sagt Margret Bockholt , die gemeinsam mit Agnes Drees die Gesangsbücher entworfen und erstellt hat.

Der Heimatverein hat die Bücher unter dem Motto „Wi küert platt und singt et auk“ zusammengestellt. Unter dem Titel „Mach mit Sing mit“ gibt es ein Liederbuch für das „Offene Singen“. „Kinder, kommt runter, Lambertus ist munter!“ lautet der Titel für das Buch zum Lambertussingen. Hinter „Lasst uns froh und munter sein“ stecken Advents- und Winterlieder auf Hoch- und Plattdeutsch und hinter „Laot us tosammen singen“ plattdeutsche Lieder in Nordwalder Mundart.

Gesangsbücher bleiben beim Heimatverein

Alle vier Bücher wurden in einer Auflage von jeweils 250 Stück gedruckt. Detlef Kley hat sie gestaltet und produziert. Für die Anschaffung hatte der Heimatverein Fördermittel beantragt. Die Bezirksregierung Münster förderte das Projekt im Rahmen des Heimat-Schecks mit 2000 Euro. Mit nach Hause genommen werden sollen die Gesangsbücher nach den Veranstaltungen nicht. Sie werden zu Beginn ausgegeben und am Ende wieder eingesammelt.

Die vier neuen Gesangsbücher des Heimatvereins

Die vier neuen Gesangsbücher des Heimatvereins Foto: Vera Szybalski

Im Frühjahr hatten sich Margret Bockholt und Agnes Drees an die Arbeit gemacht. In mehreren Abschnitten haben sie sich den Stücken gewidmet. „Wir haben uns zuerst das Hochdeutsche vorgenommen“, sagt Drees. Beim Plattdeutsch haben die beiden immer wieder nachgeschlagen, wie einzelne Wörter geschrieben werden. Der eine schreibe es so, der andere so. Mit Detlef Kley hatten die beiden die grobe Reihenfolge der Lieder abgesprochen. „Uns war wichtig, dass für ein Lied nicht umgeschlagen werden muss“, sagt Bockholt.

Programm soll im Juni starten

Bei der Auswahl der Stücke haben sie darauf geachtet, dass sie bekannt sind: „Wir haben Lieder ausgesucht, die wir beide gut singen können. Wir haben nichts davon, wenn die Lieder, die wir singen, keiner kennt“, sagt Bockholt. „Wir haben auf Lieder zurückgegriffen, die jeder kennt“, ergänzt Drees.

Jetzt hoffen die beiden nur eines: „Dass wir die Bücher alle in 2021 nutzen können“, sagt Bockholt. Vorsitzender Werner Dirksen hofft, dass der Heimatverein im Juni sein Programm aufnehmen kann. Dirksen und Egon Wiening bedankten sich bei Margret Bockholt, Agnes Drees und Detlef Kley mit einem Blumenstrauß und einem Gutschein vom „Hotel zur Krone“ für ihre „zeitraubende und anspruchsvolle Tätigkeit“.

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