Corona-Schutzimpfung: Ältere Mitbürger erhalten bald Nachricht
Warten auf den Pieks

Nordwalde -

Bis die über 80-jährigen Nordwalderinnen und Nordwalder geimpft werden, dauert es noch ein bisschen. In der kommenden Woche sollen sie schon mal Nachricht mit detaillierten Informationen zur Impfung erhalten. Die Gemeinde richtet zudem eine Anlaufstelle für die über 80-Jährigen ein, wenn sie weitere Fragen haben.

Dienstag, 12.01.2021, 10:57 Uhr
Bis die über 80-Jährigen Nordwalderinnen und Nordwalder, die zu Hause wohnen, gegen das Coronavirus geimpft werden, dauert es noch etwas. Voraussichtlich ab Februar ist es so weit.
Bis die über 80-Jährigen Nordwalderinnen und Nordwalder, die zu Hause wohnen, gegen das Coronavirus geimpft werden, dauert es noch etwas. Voraussichtlich ab Februar ist es so weit. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild

Während in vielen Altenheimen und Pflegeeinrichtungen schon geimpft wird, müssen die älteren Nordwalderinnen und Nordwalder, die zu Hause leben, noch ein bisschen warten. Ab Februar sind die Corona-Schutzimpfungen für die über 80-jährigen Nordwalder Bürgerinnen und Bürger vorgesehen. Sie erhalten in der kommenden Woche einen Brief mit detaillierten Informationen zur Impfung vom Kreis Steinfurt und vom Land Nordrhein-Westfalen.

740 Personen über 80 Jahren leben in Nordwalde, rund 100 davon wohnen in einer stationären Einrichtung, haben also bereits oder werden darüber ein Impfangebot erhalten. Die Kommunen im Kreis Steinfurt haben sich auf ein einheitliches Vorgehen verständigt, sagt Bürgermeisterin Sonja Schemmann : „In jedem Ort wird es eine Ansprechstelle für die über 80-Jährigen geben.“

Anlaufstelle bei der Gemeinde

Unter Telefon 0 25 73 / 92 93 00 können sich die Personen melden, wenn sie beispielsweise Fragen zu dem Inhalt der beiden Schreiben haben oder nicht wissen, wie sie zum Impfzentrum am Flughafen Münster-Osnabrück in Greven kommen sollen. Die Nummer ist allerdings erst erreichbar, wenn die Briefe zugestellt worden sind, also im Laufe der nächsten Woche. Als Ansprechpersonen stehen Verwaltungsmitarbeiterin Kerstin Heitmann ebenso wie Ehrenamtliche bereit.

Es sitzen keine Ärztinnen und Ärzte am Telefon, die beraten. Wenn jemand etwas zur Impfung an sich wissen möchte, sollte sich die Person an seinen Hausarzt wenden. Bei Fragen zur Logistik kann sich an die Gemeinde gewendet werden. „In dem Schreiben steht alles genau drin, was zu tun ist, an wen man sich wenden muss, wo man einen Termin machen muss“, sagt Schemmann. Dennoch: Wer Fragen habe, etwas nicht genau verstehe, verunsichert sei oder Hilfe brauche, solle sich melden.

Kontrollen wurden verstärkt

Die Zahl der Corona-Fälle ist derweil gesunken. Am Montagnachmittag waren 52 Nordwalder infiziert. Bei einigen Personen wurde die Isolierung am Wochenende beendet, aber es gibt auch immer wieder Neuinfektionen, sagt Ordnungsamtsleiterin Dagmar Hilgenbrink : „Es sind aber deutlich mehr Entisolierungen.“ Insgesamt sind mittlerweile zehn Personen aus Nordwalde an oder mit dem Coronavirus verstorben.

Die Gemeinde hat ihre Kontrollen im öffentlichen Raum und in Geschäften verstärkt. „Es geht uns nicht darum, Ordnungsgeld zu verhängen“, sagt Sonja Schemmann. Es soll Präsenz gezeigt und durch direkte Ansprache an die Regeln erinnert werden.

Die hohe Infektionszahl in Nordwalde sei nicht auf Verstöße gegen die Kontakteinschränkungen und Co. zurückzuführen, sagt Dagmar Hilgenbrink: „Es sind nicht die Partys, die für Infektionen sorgen.“ Stattdessen ist seit Wochen das gleiche Schema zu erkennen: Die Infektionen gehen vor allem auf engste familiäre und berufliche Kontakte zurück. Hilgenbrink ist zuversichtlich, dass der Trend der vergangenen Tage weiter anhält: „Ich gehe davon aus, dass die Zahl noch deutlich runter geht.“ Zumindest wenn kein neuer Hotspot entstehe.

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