Weitere Corona-Fälle im St.-Augustinus-Altenzentrum
Noch kein Datum für die Impfungen

Nordwalde -

Im St.-Augustinus-Altenzentrum gibt es eine weitere Corona-Fälle. Derzeit sind zehn Bewohnerinnen und Bewohner sowie 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter infiziert. Wann in der Einrichtung geimpft werden kann, ist derweil noch unklar.

Dienstag, 12.01.2021, 17:16 Uhr aktualisiert: 15.01.2021, 22:54 Uhr
Die Koordinatorinnen der Sternsingeraktion, Leonie Kellermann und Sarah Subelack, haben den St.-Augustinus-Altenzentrum einen besonderer Segenswunsch als Motivation für alle Bewohner, Mitarbeitenden und Angehörige vor der Einrichtung hinterlassen.
Die Koordinatorinnen der Sternsingeraktion, Leonie Kellermann und Sarah Subelack, haben den St.-Augustinus-Altenzentrum einen besonderer Segenswunsch als Motivation für alle Bewohner, Mitarbeitenden und Angehörige vor der Einrichtung hinterlassen. Foto: St.-Augustinus-Altenzentrum

Es war ein Hoffnungsschimmer, als beim Flächenabstrich vor anderthalb Wochen keine Corona-Neuinfektionen bei Bewohnerinnen und Bewohnern des St.-Augustinus-Altenzentrums nachgewiesen wurden. Die Ernüchterung folgte nur wenige Tage später. Am vergangenen Freitag wurden vier weitere Bewohner sowie fünf weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet. Damit sind derzeit zehn Bewohner und 15 Mitarbeiter infiziert. Insgesamt acht Personen aus dem Altenzentrum sind an oder mit Corona verstorben.

Es lässt sich nur erahnen, wie belastend die Situation für Bewohner, Angehörige und Mitarbeiter ist. „Das zerrt an den Kräften“, sagte Geschäftsführerin Dr. Susanne Sünderkamp . Mitarbeiter sowie Leitungskräfte seien „total engagiert und tatkräftig“. Die Hygienemaßnahmen seien mittlerweile höher als im vergangenen Jahr, dennoch lässt sich das Infektionsgeschehen noch nicht vollständig eindämmen. Die Fälle konzentrieren sich auf einen Bereich in der stationären Pflege. In der Tagespflege, im Haus Damiano und der ambulanten Pflege gebe es keine derzeit keine Infektionen. Heute steht der nächste Corona-Test in dem Bereich an, wo zuletzt Personen positiv getestet wurden.

Warten auf die Impfung

„Ich finde es gut, dass das Gesundheitsamt so engagiert testet“, sagte Sünderkamp. „Dadurch können wir noch früher Infektionen feststellen als mit den Schnelltests.“ Mittlerweile seien nicht nur Bewohner, sondern auch Mitarbeiter mitunter länger infektiös als zwei Wochen. Das gebe es immer mal wieder, sagte Kirsten Weßling, Pressesprecherin des Kreises Steinfurt: „Gerade bei immungeschwächten Menschen.“

Wann die Bewohner und Mitarbeiter die Corona-Schutzimpfung erhalten, ist noch nicht klar. Nachfragen von Angehörigen kann Sünderkamp momentan noch nicht beantworten: „Ich kann nicht sagen, wann genau geimpft wird. Das ist abhängig vom Infektionsgeschehen.“ Und die Entscheidung, wann geimpft wird, liegt nicht allein in der Hand des Altenzentrums. „Wir müssen ein bisschen abwägen“, sagte Kirsten Weßling. Es soll zunächst der Test am heutigen Mittwoch abgewartet werden. Ob und wie viele Neuinfektionen dabei festgestellt werden, dürfte keine unwichtige Rolle bei der Frage nach dem Impftermin spielen. Sünderkamp versichert: „Sobald es grünes Licht gibt, werden alle informiert, die bei der Impfung berücksichtigt werden dürfen.“

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