Arbeiten für Kreisverkehr an der Bahnhofstraße beginnen
Eine Fahrspur wird gesperrt

Nordwalde -

An der Bahnhofstraße müssen sich Autofahrer in den kommenden Monaten auf eine Baustelle einstellen. Die Gemeinde baut in Höhe der Feldstraße und des Finkenbreils einen Minikreisverkehr. Der Verkehr wird einspurig an der Baustelle vorbeigeführt. Wenn alles nach Plan läuft, sind die Arbeiten im August beendet.

Montag, 01.02.2021, 16:38 Uhr aktualisiert: 02.02.2021, 08:48 Uhr
Die Baustellenampel an der Bahnhofstraße soll am Dienstag in Betrieb genommen werden. In den nächsten Monaten wird auf Höhe der Feldstraße und des Finkenbreils ein Minikreisverkehr gebaut.
Die Baustellenampel an der Bahnhofstraße soll am Dienstag in Betrieb genommen werden. In den nächsten Monaten wird auf Höhe der Feldstraße und des Finkenbreils ein Minikreisverkehr gebaut. Foto: Vera Szybalski

Autofahrerinnen und Autofahrer auf der Bahnhofstraße müssen in den nächsten Monaten mit einer Baustelle leben. Denn in Höhe der Feldstraße und des Finkenbreils wird ein Minikreisverkehr gebaut. Eine Baustellenampel ist bereits aufgebaut worden und wird am Dienstag eingeschaltet. Witterungsbedingt hatte sich das noch mal einen Tag verschoben, sagt Ulrike Kuball aus dem Bauamt der Gemeinde.

Die Fahrspur der Bahnhofstraße in Richtung Ortskern wird gesperrt, die Autofahrer werden einspurig an der Baustelle vorbeigeführt. Der Finkenbreil wird abgebunden. Wer dort wohnt, muss in den nächsten Monaten über die Sandstiege fahren. Der Verkehr von der Feldstraße wird über eine Ampel geregelt. An der Bahnhofstraße sind bereits Parkverbotsschilder im Umfeld der Baustelle aufgestellt worden, an der Feldstraße sollen weitere folgen.

Kreisel soll den Verkehr beruhigen

„Wenn es gut läuft, werden die Arbeiten im August beendet sein“, sagt Bauamtsleiter Marcus Klaus . „Das hängt aber auch mit dem Wetter zusammen und was wir im Boden finden.“ Die Kosten sind mit rund 900 000 Euro veranschlagt. Die Gemeinde erhält dafür Straßenbaumittel in Höhe von 451 300 Euro als Zuschuss.

Die Idee, an der Stelle einen Kreisverkehr zu bauen, stammt aus dem Zwischenbericht vom Verkehrskonzept, das das Büro Am­brosius Blanke für die Gemeinde erstellt. Der Kreisel soll den Widerstand an der Bahnhofstraße erhöhen, sodass nicht zuletzt der Schwerlastverkehr ausgebremst wird oder, wenn möglich, andere Routen fährt. Neben der Verkehrsberuhigung hat der Kreisverkehr noch ein weiteres Ziel. „Ein Kreisverkehr ist effektiver als eine Kreuzung“, sagt Marcus Klaus. Dementsprechend erhofft sich die Gemeinde eine Verbesserung für alle, die von der Feldstraße oder dem Finkenbreil auf die Bahnhofstraße fahren wollen.

Radfahrer nutzen die Straße

Der geplante Kreisel gehört zur Kategorie der Minikreisverkehre, ist mit einem Durchmesser von 22 Metern aber deutlich größer als der Minikreisel an der Grevener Straße. Die Fahrbahn wird fünf Meter breit, dazu kommt ein zwei Meter breiter Schutzstreifen rund um die Mittelinsel, die selbst acht Meter breit und überfahrbar sein wird.

Die Radfahrerinnen und Radfahrer werden künftig vor dem Kreisverkehr vom Radweg auf die Straße geführt, fahren dort wie die Autofahrer durch den Kreisel und werden anschließend wieder zurück auf den Radweg geführt. Das sei der sicherere Weg, den auch Experten so empfehlen würden, sagt Marcus Klaus.

Bis der Kreisverkehr von Radfahrern oder Autofahrern benutzt werden kann, wird es noch einige Monate dauern. Zunächst werden jetzt Kanalbauarbeiten erledigt. Ein Abschnitt der alten Schmutzwasser- und Regenwasserkanäle aus den 50er-Jahren, der sich unter dem künftigen Kreisverkehr befindet, wird erneuert und teilweise verlegt. In der ersten Woche werde nur gefräst, sagt Ulrike Kuball. In der kommenden Woche werde dann wahrscheinlich mit den Kanalbauarbeiten begonnen: „Wenn es die ganze Zeit regnet, wird das aber nichts.“ Mit dem eigentlichen Bau des Kreisverkehrs könnte Ende März begonnen werden.

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