Tankstellen verkaufen weniger Sprit
Autos sind seltener an den Zapfsäulen

Nordwalde -

Seit Jahresbeginn kostet Benzin rund sieben Cent pro Liter mehr. Diesel ist etwa acht Cent teurer. Die Verteuerung ist der Anpassung des Brennstoffemissionshandelsgesetzes geschuldet. Bereits seit der Corona-Pandemie ist der Sprit-Absatz merklich zurückgegangen. Die neue CO

Dienstag, 02.03.2021, 05:56 Uhr aktualisiert: 02.03.2021, 06:01 Uhr
Die Tankstelle des Autohauses Paul Flothkötter
Die Tankstelle des Autohauses Paul Flothkötter Foto: Matthias Lehmkuhl

Autofahrerinnen und Autofahrer müssen seit Jahresbeginn höhere Abgaben beim Tanken leisten. Am 1. Januar ist die Anpassung des Brennstoffemissionshandelsgesetzes in Kraft getreten. Ziel ist es, fossile Brenn- und Kraftstoffe weniger attraktiv zu machen und zum Umstieg auf klimafreundlichere Alternativen anzuregen.

Benzin kostet seit Jahresbeginn rund sieben Cent pro Liter mehr. Diesel ist etwa acht Cent teurer. Im Gegenzug ist die Pendlerpauschale gestiegen. Darüber hinaus hat die Corona-Krise dafür gesorgt, dass der Benzinverbrauch und der Dieselabsatz stark zurückgegangen sind. Gründe hierfür sind Corona-bedingt weniger Fernreisen, mehr Urlaub in Deutschland, Kurzarbeit und die Nutzung des Home-Office. Diese Erfahrungen haben auch die beiden Tankstellen in Nordwalde gemacht.

 

Gleich zu Beginn des ersten Lockdowns im März vergangenen Jahres hatte die Raiffeisen-Tankstelle starke Umsatzeinbußen. „Nach den Lockerungen hat es sich wieder erholt, um dann im Dezember nach dem Start des zweiten Lockdowns wieder voll durchzuschlagen“, sagt Felix Große Verspohl, Geschäftsführer der Raiffeisen Münsterland West, Inhaberin der Tankstelle am Wallgraben mit Sitz in Ahaus-Wessum.

Bei den drei weiteren Tankstellen der Raiffeisen Münsterland West in Ahaus, Heek und Legden sei der Umsatzeinbruch nicht so stark, wie in Nordwalde gewesen. „Dort haben wir sehr viel Lkw-Verkehr, den wir in Nordwalde nicht haben“, begründet Große Verspohl die negative Entwicklung Am Wallgraben. Die Verteuerung der Spritpreise durch die Anpassung des Brennstoffemissionshandelsgesetzes sieht der Geschäftsführer nicht als signifikant für den geringeren Absatz an, zumal der zweite restriktive Lockdown noch nicht beendet ist.

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