Feuerwehr darf keine Gesamtübungen veranstalten und hält sich mit Online-Schulungen fit
Hohe Anzahl von Rückmeldungen

Nordwalde -

Die aktiven Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Nordwalde durften während der beiden Lockdowns keine Gesamtübungen durchführen. Um die lange Zeit des jetzt fast fünf Monate andauernden aktuellen Lockdowns wenigstens etwas zu überbrücken, hat die Feuerwehr Nordwalde im Dezember und Januar erstmals Online-Schulungsabende durchgeführt.

Freitag, 05.03.2021, 19:36 Uhr aktualisiert: 05.03.2021, 19:40 Uhr
Um die lange Zeit des Lockdowns wenigstens etwas zu überbrücken, hat die Feuerwehr Nordwalde im Dezember und Januar erstmals Online-Schulungsabende per Videotelefonie im Feuerwehrgerätehaus durchgeführt.
Um die lange Zeit des Lockdowns wenigstens etwas zu überbrücken, hat die Feuerwehr Nordwalde im Dezember und Januar erstmals Online-Schulungsabende per Videotelefonie im Feuerwehrgerätehaus durchgeführt. Foto: Feuerwehr Nordwalde

Aktive Mitglieder von Freiwilligen Feuerwehren halten sich turnusmäßig mit Hilfe von monatlich stattfindenden Einsatz- übungen oder theoretischen Unterrichtseinheiten fit. Außerdem wird meist einmal im Jahr eine große Hauptübung durchgeführt, an der auch andere Hilfsorganisationen wie beispielsweise das DRK mitwirken.

Doch während der beiden Lockdowns durften und dürfen keine derartige Übungen durchgeführt werden. Die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Nordwalde absolvieren im Jahr zwischen vier und fünf Gesamtübungen. Während der Lockerungen im vergangen Sommer konnten die Brandbekämpfer nur kleinere Gruppenübungen ableisten. Seit Ende Oktober befinden sich die Nordwalder Brandschützer wieder im Lockdown. „Unter strengsten Hygienevorschriften werden in Präsenz derzeit lediglich die zur Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft notwendigen Arbeitseinsätze in kleinsten Gruppen und natürlich die Einsätze durchgeführt“, erklärt Matthias Lenfort, Leiter der Feuerwehr .

Um die lange Zeit des Lockdowns wenigstens etwas zu überbrücken, hat die Feuerwehr Nordwalde im Dezember und Januar erstmals Online-Schulungsabende durchgeführt. Themen waren die Gerätekunde und das Vorgehen beim Innenangriff, Unfallverhütungsvorschriften und der Überlebensanzug in der Wasser- und Eisrettung. Auch die Jugendfeuerwehr führte einen ersten Online-Schulungsabend durch, „der ebenfalls richtig gut bei unserem Nachwuchs angekommen ist“, so Lenfort.

Die Schulungsabende wurden über eine vom Verband der Feuerwehren im Kreis Steinfurt bereitgestellte Videotelefonie-Softwarelizenz und mit Hilfe von technischem Equipment eines Nordwalder Veranstaltungstechnik-Unternehmens abgehalten. Live aus dem Gerätehaus und mit im Vorfeld selbstgedrehten Videos wurden die Schulungsabende möglichst abwechslungsreich und interessant gestaltet. „Alle Kameradinnen und Kameraden konnten sich von zu Hause aus aktiv beteiligen“, erläutert Lenfort.

Die Rückmeldungen und Beteiligungsquoten von 83 Prozent im Dezember und 88 Prozent im Januar zeigen, dass diese Form der Schulungsabende von den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Nordwalde gut angenommen werde. „Gleichzeitig ist allen aber auch bewusst, dass die Online-Schulungen auf Dauer keine praktischen Übungen und die gelebte Kameradschaft ersetzen können. So ersehnen wir den Zeitpunkt herbei, sobald es das Infektionsgeschehen zulässt, wieder alle gemeinsam Übungen im Präsenzbetrieb durchzuführen“, unterstreicht der Wehrleiter.

Besonders traurig seien die Einschränkungen für die Jugendfeuerwehren. „Die jungen Leute sehnen sich nach praktischen Übungen zusammen mit ihren Kameraden. Aber auch unseren aktiven Kameradinnen und Kameraden fehlt der persönliche Kontakt sehr“, weiß Matthias Lenfort. Trotz der Corona-Pandemie kann sich die Freiwillige Feuerwehr nicht über mangelnde Einsätze beklagen. Sowohl das Unfall- als auch das Brandgeschehen habe sich auf Nordwalder Gebiet im Vergleich zu vor Coronazeiten kaum verändert. Matthias Lenfort: „Darüber hinaus hatten wir den einen oder anderen Einsatz wegen Sturm oder Starkregen und vor allem wegen des plötzlichen Wintereinbruchs Anfang Februar.“

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