„Nacht der Bibliotheken“ in der KÖB
Grolltroll-Tüten, Popcornmais und Holzlöffel

Nordwalde -

Viele Veranstaltungen kann die Katholische Öffentliche Bücherei St. Dionysius gerade nicht anbieten, an der „Nacht der Bibliotheken“ beteiligte sie sich aber – und das durchaus erfolgreich: Für die Lesung meldeten sich mehr Familien an als erwartet und auch Spiele wurden ausgeliehen.

Sonntag, 21.03.2021, 18:01 Uhr
Luca (l.) und Tim mit ausgeliehenen Spielen und Popcornmais mit Holzlöffel anlässlich der „Nacht der Bibliotheken“.
Luca (l.) und Tim mit ausgeliehenen Spielen und Popcornmais mit Holzlöffel anlässlich der „Nacht der Bibliotheken“. Foto: Sigrid Terstegge

Endlich wieder einmal persönlich in den Bücherregalen stöbern und dann die Funde mit nach Hause nehmen – das können die Besucherinnen und Besucher der Katholischen Öffentlichen Bücherei (KÖB) seit dem 8. März. Wie es jetzt weitergeht, falls der Inzidenzwert erneut über 100 steigt, ist noch nicht ganz klar. „Wir wissen nicht, was dann von wem für uns entschieden wird“, erklärte Birgit Wermelt vom Bücherei-Team am Freitagabend. Auf jeden Fall bliebe aber der Abholservice, der schon in der Vergangenheit angeboten wurde. „Was die Leseratten rettet, ist auch die digitale Ausleihe von E-books“, freute sich Wermelt über die rege Nutzung.

Am Freitag jedenfalls beteiligte sich die Bücherei wiederum an der „Nacht der Bibliotheken“ unter dem Thema „Mit Mischen“. In Vor-Corona-Zeiten durften Kinder und Erwachsene am Aktionstag in die Bücherei kommen und basteln, stöbern, oder sie bekamen aus Büchern vorgelesen. Gut in Erinnerung sind noch die 3D-Bücher oder die programmierbare Roboterbiene. Das ist derzeit nicht möglich. „Uns fehlt natürlich der ausführliche Kontakt mit den Menschen“, bedauerte Wermelt. Ausfallen sollte die „Nacht der Bibliotheken“ aber nicht.

Mehr Anmeldungen als gedacht

Daher konnten diejenigen, die sich dafür angemeldet hatten, über einen Email-Link auf Youtube die Geschichte vom „Grolltroll“ hören und sehen. Das Buch von Barbara van den Speulhof und die Geschichte „Aprilkind“ wurden mit dem Kamishibai-Theater aufgeführt. „Wir hatten 40 Anmeldungen dafür“, sagte Wermelt begeistert. Da habe man gar nicht mit gerechnet. Und oben drauf gab es noch ganz analog für alle Angemeldeten, die in die Bücherei kamen, eine Groll-Troll-Tüte, gefüllt mit einer Nascherei, Malvorlagen und einer Bastelanleitung für ein Schiffchen, das in der Geschichte eine wichtige Rolle spielte.

Birgit Wermelt mit der Grolltroll-Tüte.

Birgit Wermelt mit der Grolltroll-Tüte. Foto: Sigrid Terstegge

„Mensch, seid ihr gewachsen“, staunte Wermelt dann, als die nächsten Büchereifans ihre Nase durch die Tür steckten. Luca und Tim waren ein Jahr lang nicht mehr dagewesen, wenn Wermelt Dienst in der Bücherei hatte.

Proviant für die besondere Nacht

Auf der Homepage stellte die Bücherei zusätzlich verschiedene Spiele vor. Wer sich am Freitag etwas auslieh, der bekam ein Tütchen Popcornmais und einen Holzlöffel zum Umrühren dazu. Die Brüder freuten sich über den Proviant zur „Nacht der Bibliotheken“ und dachten ebenfalls an ihren Vater. „Da bringen wir ihm doch Julius Cäsar 1 mit. Das wollte er gerne lesen“, erzählten die beiden.

„So haben wir immerhin bei der Aktion mitmachen können“, betonte Wermelt. Größere Veranstaltungen seien nicht möglich, aber immerhin sind begrenzte Besucherzahlen erlaubt. „Hoffentlich wird das noch länger möglich sein“, meinte Wermelt.

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