Förderverein Bispinghof stellt neues Programm vor
Ein kleiner Hoffnungsschimmer

Nordwalde -

Sie sind zuversichtlich und trotzdem vorsichtig: Der Förderverein Bispinghof hat ein Programm für dieses Jahr zusammengestellt. Es sind Ausstellungen, verschiedene Konzerte, ein Theaterstück und natürlich die Sommer-Kunst-Akademie geplant. Ob alles wie vorgesehen stattfinden kann, lässt sich derzeit noch nicht sagen.

Donnerstag, 08.04.2021, 15:15 Uhr aktualisiert: 08.04.2021, 15:20 Uhr
Der Förderverein Bispinghof hat ein Programm zusammengestellt, das von einer Kunstausstellung von Bruno Büchel (v.l.), Theodor Rotermund, Elisabeth Lasche und Gottfried Strathmeier bis zu „Unter der Linde“-Konzerten unter der künstlerischen Leitung von Plamen Hidjov und Anna Tyksinska Hidzowa reicht.
Der Förderverein Bispinghof hat ein Programm zusammengestellt, das von einer Kunstausstellung von Bruno Büchel (v.l.), Theodor Rotermund, Elisabeth Lasche und Gottfried Strathmeier bis zu „Unter der Linde“-Konzerten unter der künstlerischen Leitung von Plamen Hidjov und Anna Tyksinska Hidzowa reicht. Foto: Szybalski/Nix/Roll

Sie sitzen zwischen den sprichwörtlichen Stühlen: Vorsicht, Sorge vor Infektionen auf der einen Seite, der Wunsch nach Kultur, nicht zuletzt die finanzielle Not der Künstlerinnen und Künstler auf der anderen Seite. Dennoch haben die Verantwortlichen des Fördervereins Bispinghof es gewagt und ein vorläufiges Programm für dieses Jahr zusammengestellt.

Die Situation im Augenblick lasse Zweifel aufkommen, ob kulturelle Veranstaltungen im Mai möglich sind, gibt Annette Quint-Hellenkamp vom Förderverein zu bedenken. Aber: „Umso wichtiger sind kleine Hoffnungsschimmer.“ Deshalb hat der Förderverein „zuversichtlich und trotzdem vorsichtig“ das Programm erstellt, das Ausstellungen, verschiedene Konzerte, ein Theaterstück und natürlich die Sommer-Kunst-Akademie umfasst.

Verschiebungen zur Not möglich

Einzelne Programmpunkte waren schon für das vergangene Jahr vorgesehen, konnten dann aber coronabedingt nicht stattfinden. Quint-Hellenkamp schließt nicht aus, dass dieses Jahr erneut Veranstaltungen verschoben werden müssen. Auch wenn die Hoffnung natürlich ist, dass alles unter Berücksichtigung aller notwendigen Hygieneschutzbedingungen ablaufen kann.

Das Programm
  • 2. bis 16. Mai (Sonntag bis Sonntag): Kunstausstellung „Bielefeld Connection“ von Bruno Büchel, Elisabeth Lasche, Theo Rotermund und Gottfried Strathmeier
  • 2. Mai (Sonntag), 16 Uhr: Konzert von Anna Meyknecht (Piano) und Ida Kösters (Saxofon) aus ihrem Programm zum Wettbewerb „Jugend musiziert“ 2021
  • 9. Mai (Sonntag), 17 Uhr: Jazzkonzert des Duos Manfred Wordtmann  (Saxofon) und Jürgen Knautz (Kontrabass)
  • 16. Mai (Sonntag): Lesung von Elisabeth Lasche
  • 20. Juni (Sonntag): Konzert mit Ida Kösters und Anna Meyknecht sowie zwei Überraschungsgästen
  • 31. Juli bis 2. August (Samstag bis Montag): Vorkurs der Nordwalder Sommer-Kunst-Akademie mit  Gottfried Strathmeier
  • 5. bis 8. August (Donnerstag bis Sonntag): Nordwalder Sommer-Kunst-Akademie
  • 29. August (Sonntag): Operngala-Nachmittag mit berühmten Arien von Sängerinnen sowie Sängern des Stadttheaters Münster
  • 5. bis 19. September (Sonntag bis Sonntag): Ausstellung „Zwischen den Stühlen“ mit Werken von Hartwig Ammann
  • 12. September (Sonntag): Jahreshauptversammlung um 11 Uhr und Tag des offenen Denkmals
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Sperren würde sich Quint-Hellenkamp auch nicht gegen digitale Events, auch wenn sie sagt: „Digital ist nicht dasselbe wie live.“ Es gibt nur ein Problem: Es fehlt dem Förderverein jemand, der gekonnt mit Kamera und Co. umgehen kann, um zum Beispiel ein Konzert zu streamen. „Wenn sich jemand findet, dann gerne“, sagt Quint-Hellenkamp über digitale Angebote. Ansonsten plant der Förderverein viele Open-Air-Veranstaltungen. Nur die Ausstellung „Zwischen den Stühlen“ mit Werken von Hartwig Ammann im September soll im Speicher stattfinden.

Wir dürfen auf zehn wertvolle Jahre künstlerischer Bildung und Begegnung im Programm des Fördervereins Bispinghof zurückblicken.

Annette Quint-Hellenkamp

Die Kunstausstellung „Bielefeld Connection“ im Mai ist im Gelben Haus vorgesehen. Sie hat einen feierlichen Hintergrund: das Jubiläum der Nordwalder Sommer-Kunst-Akademie. Der Förderverein könne auf „zehn wertvolle Jahre künstlerischer Bildung und Begegnung im Programm des Fördervereins Bispinghof zurückblicken“, so Quint-Hellenkamp.

Gestalten die Kunstausstellung „Bielefeld Connection“ (v. l.): Bruno Büchel, Theodor Rotermund, Elisabeth Lasche und Gottfried Strathmeier.

Gestalten die Kunstausstellung „Bielefeld Connection“ (v. l.): Bruno Büchel, Theodor Rotermund, Elisabeth Lasche und Gottfried Strathmeier. Foto: Rainer Nix

Dem Jubiläum ist die Kunstausstellung der Bielefelder Kursleiterinnen und Kursleiter Bruno Büchel, Elisabeth Lasche, Theo Rotermund und Gottfried Strathmeier gewidmet. An den ersten beiden Sonntagen wird zudem ein Konzert veranstaltet, am dritten Sonntag eine Lesung von Elisabeth Lasche, die eigens zu den Werken der Ausstellung humorvolle und hintergründige „Kunst-Geschichten“ schreibt. Die Sommer-Kunst-Akademie findet dann Anfang August statt.

Konzertreihe wird fortgesetzt

Die Konzertreihe „Unter der Linde“ unter der künstlerischen Leitung von Plamen Hidjov und Anna Tyksinska Hidzowa soll im Sommer weitergeführt werden. Drei Konzerte sind geplant, eines mit Ida Kösters und Anna Meyknecht , die den ersten Preis bei „Jugend musiziert NRW“ 2021 gewonnen haben, und ein Operngala-Nachmittag mit Sängerinnen und Sängern des Stadttheaters Münster.

Die Sommerkonzerte „Unter der Linde“ auf dem Bispinghof mit und von Anna Tyksinska Hidzowa am Klavier und Plamen Hidjov sind im vergangenen Jahr gut angekommen.

Die Sommerkonzerte „Unter der Linde“ auf dem Bispinghof mit und von Anna Tyksinska Hidzowa am Klavier und Plamen Hidjov sind im vergangenen Jahr gut angekommen. Foto: Axel Roll

Der Zufall hat noch für eine besondere Veranstaltung im Programm gesorgt: Sie habe zufällig gesehen, dass das Krokodiltheater aus Tecklenburg Möglichkeiten für Open-Air-Auftritte suchte, erzählt Annette Quint-Hellenkamp – und hat die Chance gleich ergriffen: „Die sind wirklich einfach gut.“ Das Krokodiltheater wird ein Figurentheaterstück für Familien zeigen. Ein Termin steht noch nicht fest. Bislang hat der Förderverein den 3. oder 4. Juli ins Auge gefasst.

Im letzten Jahr haben wir gemerkt, dass die Sehnsucht nach Kultur trotzdem groß ist.

Annette Quint-Hellenkamp

Wie bei den anderen Programmpunkten muss abgewartet werden, wie die Corona-Einschränkungen jeweils genau aussehen. „Wir wissen ja nicht, was auf uns zukommt“, sagt Annette Quint-Hellenkamp, die festgestellt hat, dass Kunst und Kultur auch in Corona-Zeiten gefragt sind. „Im letzten Jahr haben wir gemerkt, dass die Sehnsucht nach Kultur trotzdem groß ist.“ Deshalb sei es keine Option gewesen, dieses Jahr „gar nichts zu machen“.

Max Schaetzke und Hendrikje Winter sollen mit ihrem „Krokodiltheater“ im Sommer ebenfalls Halt auf dem Bispinghof machen.

Max Schaetzke und Hendrikje Winter sollen mit ihrem „Krokodiltheater“ im Sommer ebenfalls Halt auf dem Bispinghof machen. Foto: Ruth Jacobus

Der Förderverein Bispinghof will den Künstlerinnen und Künstlern mit seinem Programm „eine kleine Möglichkeit“ bieten, auf der Bühne zu stehen und den Besucherinnen und Besuchern helfen, die Sehnsucht nach Kunst und Kultur zu stillen. Zumal unklar ist, ob und wenn ja, welche Veranstaltung im kommenden Jahr angeboten werden können, wenn das Gelbe Haus wie geplant umgebaut wird.

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