Dieter Lüke appelliert an Spaziergänger
Rücksicht nehmen ist das A und O

Nordwalde -

In diesen Wochen werden viele Wildtiere geboren. Ein Grund für Dieter Lüke vom Hegering Nordwalde an die Spaziergänger und Wanderer zu appellieren, Rücksicht zu nehmen und vernünftig mit der Natur umzugehen. Ein paar Verhaltensweisen sollten dafür eingehalten werden.

Montag, 26.04.2021, 19:50 Uhr
Die Rollende Waldschule bleibt coronabedingt erst mal bei Dieter Lüke zuhause stehen.
Die Rollende Waldschule bleibt coronabedingt erst mal bei Dieter Lüke zuhause stehen. Foto: Vera Szybalski

Für Dieter Lüke ist es eine Frage der Rücksichtnahme: „Wir sollten gemeinsam mit der Natur vernünftig umgehen“, sagt der Obmann für Öffentlichkeitsarbeit im Nordwalder Hegering. Ihn treiben zwei Ereignisse an, die momentan parallel verlaufen: Zum einen verlegen viele Menschen in Corona-Zeiten Aktivitäten nach draußen, nicht wenige gehen Spazieren. Besonders bei gutem Wetter halten sich zahlreiche Personen in der Natur auf. Zum anderen gebären viele Tiere derzeit ihren Nachwuchs. „Die Junghasen sind da. Die Enten sind dabei zu brüten“, sagt Lüke. Die ersten Rehkitze werden bald geboren, die Fasane im Mai und Juni ebenfalls. „Ende Mai ist das meiste Jungwild da“, sagt Lüke.

Deshalb ist es für ihn wichtig, dass die Menschen „eine gewisse Rücksicht nehmen“, wenn sie sich in der Natur bewegen. Das bedeutet: Die Spaziergängerinnen und Spaziergänger sowie Wanderinnen und Wanderer, aber auch alle anderen sollten zuallererst ihren Müll nicht in der Natur liegen lassen. „Damit muss verantwortungsvoll umgegangen werden“, appelliert Dieter Lüke an die Menschen, leere Flaschen, To-Go-Packungen und Co. richtig zu entsorgen.

Auf den Wegen bleiben

Glasflaschen würden noch mal eine besondere Gefahr darstellen: Es sei zwar nicht so häufig der Fall, aber durch die Sonneneinstrahlung könne ein Feuer entfacht werden. Deshalb sollte auch Glas im Müll und nicht in der Natur landen. Bei einem Spaziergang mit Hunden sollten diese zudem angeleint werden, damit sie keinen Tieren hinterherjagen. Und es sollte auch nicht sinnlos querfeldein im Wald herumgelaufen werden, sagt Lüke: „Bitte bleibt auf den Wegen.“

Bei einer Müllsammelaktion packt der Nordwalder Hegering sonst immer mit an und sammelt allerlei Abfall aus der Natur ein. Nicht so in Corona-Zeiten: Die Aktion hat der Hegering abgesagt, um Menschenansammlungen zu vermeiden und stattdessen die Nordwalderinnen und Nordwalder gebeten, für sich im eigenen Umfeld Müll einzusammeln. Wie viele andere Vereine muss auch der Hegerin während der Pandemie auf zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen verzichten. Angefangen bei Versammlungen und Übungsabenden der Jagdhornbläser über Gesellschaftsjagden im Herbst und die Rollende Waldschule bis zur Müllsammelaktion.

Keine Wildtiere anfassen

Dass Letztere nötig gewesen wäre, steht für Dieter Lüke außer Frage. Man müsse nur einmal bei den Autobahnabfahrten gucken, wie viel Abfall dort liege: „Das ist eine Katastrophe.“ Grundsätzlich hat er den Eindruck, dass seit Beginn der Pandemie mehr Müll an den Straßen liegt. „Weil mehr Menschen draußen sind“, sagt Lüke und stellt klar: „Es hat keiner was dagegen, dass die Natur genutzt wird.“ Nur Rücksicht nehmen sollte man dabei schon. „Gerade jetzt, wo das Jungwild geboren und groß wird.“

An alle, die sich momentan in der Natur aufhalten, hat Dieter Lüke noch eine weitere Bitte: Wenn beim Spazieren gehen der Nachwuchs von Rehen, Fasanen oder anderen Wildtieren entdeckt wird, sollte dieser keinesfalls berührt werden. „Wer ein Rehkitz findet, muss das liegen lassen und nicht anfassen“, sagt Lüke, weil sonst die Gefahr bestehe, dass die Mutter das Jungtier nicht mehr annehme: „Der menschliche Geruch ist immer contra.“ Im Ernstfall solle einer Jägerin oder einem Jäger Bescheid gegeben werden.

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