Ortsparteitag der FDP
Junge Leute ins Boot geholt

Nordwalde -

Ein Rückblick auf die Kommunalwahl und ein Ausblick auf die Bundestagswahl: Die Nordwalder FDP ist zum digitalen Ortsparteitag zusammengekommen. Dabei wurde nicht nur eine Bilanz der vergangenen Monate gezogen, sondern auch auf Projekte im Ort und mit zwei FDP-Bundestagskandidaten auf die anstehende Wahl geblickt.

Dienstag, 27.04.2021, 18:00 Uhr
Sprachen beim Ortsparteitag der FDP (v.l.): Alexander Brockmeier, René Arning und Frank Wienker.
Sprachen beim Ortsparteitag der FDP (v.l.): Alexander Brockmeier, René Arning und Frank Wienker. Foto: Nix

Der FDP-Ortsverband Nordwalde engagiert sich weiterhin ganz besonders für die Themen Wirtschaftsförderung, Verkehrs- und Ortsentwicklung, Landwirtschaft, Kultur und Ehrenamt sowie Bildung. Das hob der Vorsitzende Frank Wienker während des Online-Ortsparteitags am Montagabend hervor. Als Gäste schalteten sich Alexander Brockmeier aus Rheine, Mitglied des Landtages, Bundestagskandidat für den Wahlkreis Steinfurt-Borken und Vorsitzender des Kreisverbandes Steinfurt, sowie René Arning, stellvertretender Vorsitzender des FDP-Ortsverbandes Coesfeld und Bundestagskandidat für den Wahlkreis Coesfeld-Steinfurt II, zu.

„Wir haben in den letzten zwölf Monaten jüngere Mitglieder und Freunde der FDP als Mitglieder gewinnen können“, stellte Wienker fest. „Wir freuen uns ganz besonders, dass diese auch gleich bereit waren, politische Verantwortung zu übernehmen.“ Das Ziel des Kommunalwahlkampfes 2020 wurde mit 8,4 Prozent klar erreicht, Klaus Grummel und Sascha Hülskötter sitzen jetzt als Zweierteam im Rat.

Wohlwollendes Auge auf die Planung

Der Vorsitzende griff die Themen „Neues Bürgerzentrum“ und „Kulturinsel Bispinghof“ heraus und ging näher darauf ein. Das flexible Gebäude des Bürgerzentrums, gesplittet in einen Bereich für die Verwaltung und einen mit Bürgersaal für die Öffentlichkeit, liegt der FDP besonders am Herzen. „Der Bauantrag kann im Sommer eingereicht werden, der erste Spatenstich soll laut Planung noch in diesem Jahr erfolgen“, so Wienker.

Heinz-Dieter Lüning, stellvertretender FDP-Vorsitzender und Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung Bispinghof, stellte den gegenwärtigen Stand der Wiederherstellung des Geländes und Gebäudes zur öffentlichen Nutzung dar. „Dazu benötigt die Stiftung auch Unterstützung aus dem politischen Bereich“, so Lüning. Er ist sich sicher, dass die FDP-Ratsmitglieder ein wohlwollendes Auge darauf haben. Das Herrenhaus bildet den Schwerpunkt der Renovierungsarbeiten. „Bislang haben wir Fenster, Heizung und Stromversorgung auf den neusten Stand gebracht und 150 000 Euro investiert, ausschließlich in Form von Spenden und Eigenleistung“, so das Stiftungs-Vorstandsmitglied. Wichtige Punkte sind der Ausbau des Obergeschosses zum „Schaufenster Heimatmuseum“, ein neues, feuerfestes Treppenhaus und ein barrierefreier Zugang. Für die Neugestaltung sind Gesamtkosten von 768 000 Euro veranschlagt.

Pandemie als Chance betrachten

Alexander Brockmeier berichtete aus der Kreispolitik. Er besuchte ein Unternehmen für Veranstaltungstechnik, das sich flexibel auf die Corona-Situation einstellte und zurzeit auf Streaming-Technik spezialisiert ist. Die Pandemie könne für manche Branchen auch als Chance betrachtet werden. Er bestärkte Wienker in der Kritik, dass es bei der Corona-Politik an Transparenz fehle. Es herrsche in verstärktem Maße Bedarf an Kommunikationsexperten, die Inhalte und Entscheidungen der Politiker für die Bevölkerung nachvollziehbar vermittelten.

René Arning machte „Kinderchancengeld“ zum Thema, sprach über Alternativen zur Elektro-Mobilität und plädierte für ein „Digitalministerium“ auf Bundesebene, um die Digitalisierung voranzubringen: „Da müssen wir mit Vollgas ran.“

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