Ochtrup
Ochtrup hat viel Durst

Montag, 28.07.2008, 14:07 Uhr

Ochtrup . Seit zwei Wochen ist er fertig: Die Sanierungsarbeiten am Hochbehälter der Stadtwerke auf dem Ochtruper Berg sind abgeschlossen. Damit ist der 3000 Kubikmeter fassende und 1969 gebaute Wassertank für den Riesendurst der Stadt wieder auf dem neuesten Stand der Technik. 3000 Kubikmeter, das sind 3000 Millionen Liter Wasser und doch nur in etwa ein Ochtruper Tagesbedarf.

Computergesteuerte Pumpen kümmern sich darum, dass in der Stadt auch in Extremsituationen genug Druck auf der Leitung ist. „Sie können sogar miteinander kommunizieren“, sagt Stadtwerke-leiter Robert Ohlemüller . Bringt ein Pumpwerk etwas weniger Leistung, springt ein anderes mit ein. Vor der Sanierung galt: Entweder volle Leistung oder gar nichts.

190 000 Euro haben die Stadtwerke in die Sanierung des Pumpenhauses gesteckt. „Wahnsinn, was da draufgeht“, sagt Robert Ohlemüller. Wenn wir etwas neu machen, reden wir immer nur noch sechsstellig.“ Im Jahr 2005 hatten die Stadtwerke bereits 450 000 Euro für die neue Innenbeschichtung des großen Wasserspeichers am Berg bezahlt.

Nach der Fertigstellung des neuen Wasserwerks in Offlum im Jahr 2006, das in einer Bauzeit von etwas über drei Jahren vier Millionen Euro verschlungen hat, steht jetzt noch ein drittes, vorerst letztes Großprojekt auf dem Programm: Der Bau der neuen Wassertransportleitung vom Wasserwerk Offlum nach Ochtrup. 13 Kilometer PE-Rohr mit einem Durchmesser von 30 Zentimetern verbuddeln die Stadtwerke. Fünf Kilometer sind bereits fertig, eine Million Euro hat das gekostet. Wenn im Jahr 2010 oder 2011 die gesamte Leitung liegt, liegen mit ihr auch 2,6 Millionen Euro unter der Erde. „Man kann sagen, wir haben zur Erneuerung der Trinkwasserversorgung viel investiert“, findet Robert Ohlemüller. Und er ergänzt: „Wir hoffen, dass das jetzt auch ein paar Jahrzehnte hält.“

Die neue Leitung ist bis zum Haus Margret fertig und an das bestehende System angeschlossen. Sie wird mal vollständig die bereits bestehenden Rohre aus den Jahren 1903 und 1936 ersetzen und dann neben der Leitung aus dem Jahr 1989 für die Sicherheit der Trinkwasserversorgung verantwortlich sein.

Ochtrup hat Durst: 1,2 Millionen Kubikmeter Wasser fließen pro Jahr durch die Leitungen, und der Bedarf steigt: Im Jahr 2000 brauchte Ochtrup 1 057 000 Kubikmeter Wasser, 2005 waren es 1 115 000 und 2007 1 138 000 Kubikmeter Wasser. Und das waren nicht die heißesten Jahre.

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