Ochtrup
Die „Ochtruper Tafel“ hat ein Logo

Montag, 04.08.2008, 16:08 Uhr

Ochtrup . Sich nicht schämen zu müssen, wenn man Hilfe benötigt. Etwas zu teilen, wenn man etwas hat. Mitzumachen , wenn man kann. Teilnahme zeigen, wenn man Probleme erkennt. Kann man das alles auf einer Visitenkarte thematisieren? Die Ochtruper Agentur Hochform hat gezeigt, dass es geht: Mit einem stilisierten Teller, auf dem ein Messer liegt. „Ochtruper Tafel – nimm.teil“ steht darunter. Das ist das Logo, mit dem die Ochtruper Tafel künftig an die Öffentlichkeit treten wird. Hochform hat es entwickelt. Kostenlos. „Soziale Projekte unterstützen wir ganz gern“, sagte Agenturinhaber Ernst K. Schwarz am Montag, auch wenn im angespannten Agentur-Alltag dafür nicht immer Zeit sei.

Hochform hatte den Auftrag auf Bitten der Ochtruper Tafel angenommen. Ernst K. Schwarz, Mitinhaberin Ina Bode und besonders die Auszubildende Anna Thiering haben daraufhin die Köpfe zusammengesteckt. Schwarz verwies auf die Professionalität des Logos: „Das hilft der Organisation. Das Logo transportiert dadurch den eigenen Anspruch, denn die Ochtruper Tafel wirkt auch auf uns professionell.“

Die Agentur habe sich bewusst vom Verbands-Logo der bundesweit verbreiteten „Tafeln“ entfernt, weil man auch die Eigenständigkeit der Ochtruper Einrichtung darstellen wollte. Das kommt nun unter anderem in der Grafik zum Ausdruck: Das Messer und der Teller bilden zugleich ein stilisiertes „OT“ für „Ochtruper Tafel“.

„Toll gelungen. Das Logo ist bei allen gut angekommen“, sagte Bernhild Bierbaum vom Ochtruper Arbeitskreis „Tafel“, und Johann Bischop, ebenfalls vom Arbeitskreis, ergänzte: „Das ist mit positiver Stimmung aufgenommen worden.“

„Nimm.teil“ – der Slogan, der das Logo unterstützt, hat es den Tafel-Mitgliedern besonders angetan. Nehmen dürfen, sich aber nicht dafür schämen zu müssen, daran zu denken, dass man auch weiter teilen müsse – das alles schwinge in diesem Slogan mit. Besonders pfiffig findet Bernhild Bierbaum die Visitenkarten, die die Agentur entworfen hat: Sie sind doppelt mit den Kontaktdaten der Tafel bedruckt und können an einer perforierten Stelle geteilt werden. „Da steckt eine Menge Arbeit und auch Gefühl drin“, findet Bernhild Bierbaum.

Das zweite Treffen der Ochtrup-Tafel-Helfer findet am 19. August (Dienstag) im evangelischen Gemeindehaus, Professor-Gärtner-Straße, statt. Beginn ist um 19 Uhr.

Die Tafel will jetzt bald mit den Renovierungsarbeiten in ihrer Ausgabestelle im ehemaligen Restaurant „Spadaro“ in der Fußgängerzone beginnen. Dafür werden noch handwerklich begabte Helfer gesucht.

Es zeichnet sich ab, dass es nur einen Ausgabetag pro Woche geben wird. Kontakte zu spendewilligen Firmen hat die Tafel noch nicht konkretisiert.

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