Ochtrup
Uffelmann zieht’s zurück

Donnerstag, 29.01.2009, 01:01 Uhr

Ochtrup . Etwas mehr als 100 Tage ist der Erste Beigeordnete Kai Uffelmann in Ochtrup im Amt – jetzt könnte es sein, dass er die Stadt schon bald wieder verlässt. Die CDU Morsbach hat den 36-Jährigen als ihren Bürgermeister-Kandidaten aufgestellt. Uffelmann würde, wenn er die Mehrheit der Stimmen auf sich vereint, nach der Wahl am 7. Juni Bürgermeister der Gemeinde im Oberbergischen Kreis . Am 20. Oktober beginnt die Amtszeit der neuen Kommunalparlamente sowie der Bürgermeister.

Damit würde der Erste Beigeordnete dorthin zurückkehren, wo sein Wirkungskreis in den vergangenen sechs Jahren bereits lag. Noch in der ersten Januarwoche hatte der Erste Beigeordnete im Interview mit unserer Zeitung betont: „Ich merke einfach, dass ich in meinem Tätigkeits- und Aufgabenfeld angekommen bin.“ Gestern sagte Uffelmann auf Anfrage des Tageblatts: „Ich habe nicht beabsichtigt, dass das so schnell geht. Aber so eine Möglichkeit kann man sich nicht entgehen lassen.“

Die Bürgermeisterkandidatur sei nicht nur eine konsequente Weiterführung seines bisherigen Berufsweges, sondern auch „eine Chance, die so schnell nicht wieder kommt“, so Uffelmann.

Im Oberbergischen Kreis war Uffelmann vor seinem Wechsel nach Ochtrup am 1. Oktober 2008 als Geschäftsführer der Kreishandwerker-schaft Bergisches Land und Behördenleiter der Kreishandwerkerschaft Oberbergischer Kreis tätig. Seine Familie lebt zurzeit noch in Gummersbach. Die Morsbacher CDU will Uffelmann am morgigen Freitag offiziell vorstellen.

Danach beginnt für den Ersten Beigeordneten eine stressige Zeit: Bis Juni wird er einerseits weiterhin seine Aufgaben in Ochtrup erfüllen, andererseits muss er am Wochenende und im Urlaub den Wahlkampf gestalten. „Ich stelle mich dem gerne“, betonte der 36-Jährige gestern. Er freue sich über das eindeutige Votum der Partei. „Dass ich dort einen guten Eindruck hinterlassen habe, wusste ich schon vorher.“ Dass die Wahl nun aber tatsächlich auf ihn fiel, habe er erst vor Kurzem erfahren. „Es sind sehr glückliche Umstände, dass ich jetzt zwei Optionen habe.“ Denn sollte Uffelmann am 7. Juni nicht gewählt werden, will er in Ochtrup bleiben.

Ein positives Signal habe er von den Ochtruper Fraktionsvorsitzenden erhalten. Alle hätten seinen möglichen Weggang zwar bedauert, aber eingesehen, „dass das in diesen Positionen eben passiert“, so Uffelmann. Trotz allem will er seine Aufgaben in Ochtrup in den kommenden sechs Monaten „ohne Wenn und Aber“ weiter verfolgen. „Ich habe hier eine tolle Verwaltung vorgefunden und einen sehr offenen Bürgermeister. Ich werde auch weiterhin hier sehr präsent sein und mich einbringen“, sagte Uffelmann.

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