Ochtrup
Radfahren mit Musik

Samstag, 13.06.2009, 14:06 Uhr

Ochtrup . Heute morgen ging es um 3 Uhr los. Der Radmarathon von Ochtrup nach Eemshaven und zurück ist gestartet. Gegen 21 Uhr werden die 50 Teilnehmer am Fahrradgeschäft Krechting zurückerwartet. Prominentester Fahrer: Jens Heppner , einst Profi und Tour-de-France-Teilnehmer im Team Telekom . Er kam gestern Nachmittag in Ochtrup an und nutzte den Stopp gleich, um sich eben bei Krechting ein Hundekörbchen fürs Rad zu kaufen. „Für einen Westie“, erklärte er und wurde auch fündig. Anschließend stellte er sich den Fragen unseres Redaktionsmitglieds Andreas Löbbe.

Herr Heppner, um 3 Uhr geht es los. Wann gehen Sie ins Bett?

Heppner: Am besten gar nicht. Ich fahre nachts eigentlich nicht, weil ich da mal einen Unfall hatte. Aber gut, wir fahren ja gemütlich. Normalerweise sollte man sicher um 20 oder 21 Uhr ins Bett gehen, aber dann kann ich noch nicht schlafen. Ich denke so um 23 Uhr. Drei Stunden Schlaf – einmal muss das gehen.

Und was isst man idealerweise vor einer 330-Kilometer-Tour?

Heppner: Gute Frage. Eigentlich Kohlehydrate, aber es bringt natürlich nichts, sich den Bauch so vollzuhauen, dass man nachts nicht schlafen kann. Am besten, man isst ganz normal: einen Teller Nudeln und morgens, wenn man um diese Zeit was reinbekommt, ein, zwei Brötchen. Unterwegs gibt es ja genug zu essen. Es ist ja kein Radrennen, bei dem man an sein körperliches Limit geht.

330 Kilometer, das scheint mir für einen Radprofi nicht besonders lang zu sein.

Heppner: Doch. Mein längstes Rennen war 295 Kilometer. Das ist schon eine Ausnahme.

Es ist ein Durchschnittstempo von 25 Stundenkilometern angekündigt. Ist das etwas, worüber sie nur milde lächeln können?

Heppner: Der Wind spielt eine Rolle. Es ist auf jeden Fall machbar. Man muss auch sehen, dass die Leute mit Trekkingrädern fahren. Dafür ist es echt okay.

Was ist für Sie die Herausforderung an dieser Strecke?

Heppner: Eine Herausforderung in dem Sinne gibt es nicht unbedingt. Es geht mir mehr um den caritativen Zweck. Und es geht mir auch um die Geschäftsbeziehungen zur Familie Krechting.

Haben Sie ein paar Tipps für die Fahrer? Zwar sind Radsportler dabei, aber einige sind auch nicht so trainiert.

Heppner: Das wichtigste ist, dass man in der Gruppe fahren kann. Man braucht den Windschatten. Das ist sehr wichtig, gerade im Dunkeln. Wenn etwas auf der Straße liegt oder einem etwas unvorhergesehenes in die Quere kommt, sollte man das anzeigen, damit die Nachfolger reagieren können. Ich denke mir, dass einige noch nicht oft in der Gruppe gefahren sind. Da gibt es ein paar Richtlinien zu beachten. Aber nach der Tour werden das alle wissen.

Ist es eine Erleichterung, in der Gruppe zu fahren?

Heppner: Es ist anders. Man muss sich sehr konzentrieren, dass kann über diese Distanz ein Problem sein.

Werden Sie mit dem Rennrad fahren oder auch mit einem Trekkingrad?

Heppner: Ich habe beides mit: Rennrad und Mountainbike. Ich tendiere zum Mountainbike. Da habe ich so eine Halterung für meine Musik dran.

Wie lange würden Sie allein für 330 Kilometer brauchen?

Heppner: Im Trainingstempo fahre ich etwa 32 Stundenkilometer im Schnitt. Vielleicht würde ich elf Stunden brauchen.

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